Antarktis Riesen-Eisberg treibt im Polarmeer

An der Westküste der Antarktis hat sich eine riesige Eisfläche vom Pine-Island-Gletscher gelöst und treibt nun im Polarmeer. Forscher haben das Naturschauspiel über mehrere Jahre mittels eines Satelliten verfolgt.

Am 8. Juli 2013 übermittelt der Erdbeobachtungssatellit TerraSAR-X vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) dieses Bild an die Forscher des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung: Ein Riss von rund 34 Kilometer Länge trennt die rund 720 Quadratkilometer große Schelfeisfläche vom Pine-Island-Gletscher, dem längsten Gletscher in der Antarktis. Unter Schelfeis versteht man Eismassen, die von einem Gletscher ins offene Meer abgleiten. Wissenschaftler bezeichnen diesen Vorgang, bei dem oft riesige Eisberge entstehen, als "Kalben". Quelle: Presse
Diese Luftaufnahme der NASA zeigt einen "gekalbten" Eisberg an der Spitze des Pine-Island-Gletschers. Immer wieder lösen sich hier Eisflächen und treiben in das Polarmeer vor der Westküste der Antarktis. Quelle: Presse
Den ersten Riss in der Gletscherzunge hatten Wissenschaftler der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA im Oktober 2011 bei einem Überflug entdeckt. Die Forscher des Alfred-Wegener-Instituts verfolgten die weitere Entwicklung während der nächsten Jahre mithilfe eines Satelliten. Quelle: Presse
Auf dieser Aufnahme des Satelliten TerraSAR-X vom 13. Oktober 2011 ist der Riss schon zu erkennen. Die Forscher haben die hoch auflösenden Radaraufnahmen des DLR-Erdbeobachtungssatelliten genutzt, um das Fortschreiten des Risses zu beobachten und die physikalischen Prozesse hinter den Gletscherbewegungen besser zu verstehen. Quelle: Presse
Was auf dem Satellitenbild noch harmlos erscheint, wirkt bei näherer Betrachtung gewaltig: Bei seiner Entdeckung war der Riss bereits 24km lang und an der weitesten Stelle 50m breit. Beim "Kalben" des Eisbergs handelt es sich nach Angaben der Forscher um einen natürlichen Prozess. Ein Zusammenhang mit dem Klimawandel sei nicht zu erkennen, heißt es in der offiziellen Mitteilung. Quelle: Presse
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