Bayer-Verhütungsmittel Höheres OP-Risiko bei Spirale Essure

Frauen, die mit der Spirale Essure von Bayer verhüten, haben laut einer Studie ein zehnmal so hohes Risiko, sich danach einer Operation unterziehen zu müssen. Verglichen wurde die Spirale mit einer Sterilisation.

Hauptsitz des Konzerns Bayer Quelle: AP

Eine Studie aus den USA könnte die Zweifel am umstrittenen Bayer-Verhütungsmittel Essure mehren. Frauen, denen die Spiralen eingesetzt werden, hätten im Vergleich zur herkömmlichen Sterilisierung ein mehr als zehnmal so hohes Risiko, sich danach einer Operation unterziehen zu müssen, hieß es in der Untersuchung.

Dabei wurde der Einsatz von Essure mit der herkömmlichen minimalinvasiven OP zur Sterilisierung verglichen. Die Studie wurde im "British Medical Journal" veröffentlicht.

Bei der dauerhaften Verhütung durch Essure setzt ein Gynäkologe zwei Spiralen in die Eileiter ein, und das Gewebe vernarbt. Dadurch wird eine natürliche Barriere aufgebaut, die verhindert, dass Samenzellen die Eizelle erreichen. In den USA hat es bereits Forderungen gegeben, Essure vom Markt zu nehmen. Zu Bayer gehört das Produkt seit dem Jahr 2013. Der Konzern hatte die auf Verhütungsmittel spezialisierte US-Firma Conceptus für 1,1 Milliarden Dollar übernommen.

Auch nach Veröffentlichung der neuen Studie verteidigte Bayer Essure als sicher und effektiv. Zudem kritisierte das Unternehmen, Grundlage für die Untersuchung sei nur eine Datenbank im Bundesstaat New York gewesen. Auch sei unklar, ob Patientinnen erfasst worden seien, denen Essure in Arztpraxen eingesetzt worden sei.

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