Die Wurzel des Übels Zehn Mythen über Haarausfall

Der vierzigste Geburtstag kommt - die Haare gehen. Bei einigen Männern scheint der 40. allerdings direkt auf den 18. zu folgen. Um den Verlust der Haarpracht ranken sich viele Gerüchte. Was davon stimmt?

Männer mit Glatze sind besonders potentFalsch – auch wenn das die betroffenen Männer gerne behaupten. Richtig ist: Erblich bedingt gibt es Männer, deren Haarwurzeln empfindlicher auf das Sexualhormon Testosteron reagieren und deren Haare deshalb kürzere Wachstumsphasen haben – die Folge: Haarausfall. Das Hormon wird aber direkt im Haarfollikel gebildet. Männer mit Glatze haben keinen höheren Testosteronspiegel im Blut als andere. Quelle: rtr
Baseballkappen fördern den HaarausfallFalsch. Haare brauchen kein Licht, um zu wachsen. Baseballkappen oder Hüte zerstören höchsten die Frisur – das sieht doof aus, mehr aber auch nicht. Quelle: dpa
Männer mit Glatze strahlen Macht ausAn dieser Frage scheiden sich die Geister. Albert Mannes führte 2012 an der Wharton Business School eine Studie durch und kam zu dem Ergebnis:  die Glatze steht für Größe, Achtung und Macht. Kahlköpfige wirkten dominanter und kräftiger. Die Probanden schätzen sie durchschnittlich 2,5 cm größer ein als sie waren. Andere Studien belegen allerdings das Gegenteil. Quelle: dpa
Haarausfall ist harmlosDas stimmt so nicht. Richtig ist, dass jeder Mensch täglich zwischen 80 und 120 Haare verliert. Das gehört zum normalen Wachstumszyklus. Wem die Haare aber büschelweise ausgehen oder wer kreisrunde, haarlose Stellen auf seinem Kopf entdeckt, sollte das ernst nehmen. Haarausfall kann ein Hinweis auf einseitige Ernährung sein, aber auch auf ernsthafte Erkrankungen wie Diabetes, Schilddrüsenüberfunktion oder eine Störung des Immunsystems. Quelle: dpa
Gegen Haarausfall kann man nichts machenFalsch. Sogar dem erblich bedingten Haarausfall, der Hautarzt spricht von  androgenetischer Alopezie, kann man vorbeugen. Mit den Wirkstoffen  Minoxidil und Finasterid lässt sich der Haarausfall verlangsamen oder stoppen. Statt dünnen Flaums können wieder kräftigere Haar nachwachsen. Wie gut das funktioniert, hängt vom Einzelfall ab. Sind die Haare weg, hilft wie Jürgen Klopp beweist eine Haarwurzeltransplantation. Quelle: dpa
Haarausfall ist ein reines MännerproblemNein. Auch Frauen leiden unter Haarausfall – der erblich bedingte Haarausfall ist zwar etwas seltener als bei Männern, dafür kommt es bei Frauen in der Pubertät oder nach der Geburt eines Kindes öfter zu Haarausfall. Damen sind wohl einfach geschickter im Kaschieren des Problems. Quelle: dpa
Häufiges Haare schneiden macht die Haare kräftigerLeider nein. Wer Haare verliert, wird den Prozess nicht dadurch stoppen können, die verbliebenen Haare möglichst häufig zu stutzen. Der Haarwuchs wird in den Haarwurzeln bestimmt, daher muss, wer etwas gegen den Haarverlust tun will, das Übel auch an eben dieser Wurzel packen. Quelle: dpa
Alle Männer verlieren im Alter HaareDas stimmt nur zum Teil. Etwa 20 Prozent der Männer leiden nicht unter hormonbedingtem Haarausfall. Richtig ist aber, dass bei Männern wie Frauen die Haare im Alter dünner und auch weniger werden. Quelle: dpa
Häufiges Haarewaschen führt zu HaarausfallNein. Waschen Sie ihre Haar so oft sie wollen. Nur häufiges Färben, Dauerwellen oder aggressive Haarsprays können das Haar schädigen, führen aber auch nicht zu Haarausfall. Quelle: dpa
Kopfmassagen regen den Haarwuchs anLeider nein. Massagen regen die Durchblutung an, doch mangelnder Haarwuchs ist kein Problem schlecht durchbluteter Kopfhaut. Daher sind die Streicheleinheiten zwar angenehm, haben aber keinen Effekt auf die Haarproduktion in den Wurzeln. Quelle: dpa
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