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Dragon Dream Amerikaner bauen Luftschiff für die Fracht

Der Prototyp Dragon Dream der kalifornischen Firma Worldwide Aeros hat seine Flugfähigkeit schon in zahlreichen Tests unter Beweis gestellt. Nun will das Unternehmen hoch hinaus: Das 77 Meter lange Luftschiff soll baldmöglichst auf seinen Jungfernflug gehen und somit dem Frachttransport eine neue Alternative bieten.

Der Dragon Dream soll 2015 an den Start gehen. Quelle: Dragon Dream Quelle: PR

Das Luftschiff Dragon Dream hat eine lange Geschichte. Es ist das Ergebnis gescheiterter Luftschiffprojekte des US-Militärs, die wegen zu hoher Kosten, unlösbaren technischen Herausforderungen und einem schlechten Zeitplan gestoppt wurden. Realisiert werden kann das Projekt von Worldwide Aeros übernommene Projekt nun dank finanzieller Unterstützung des amerikanischen Militärs und der Raumfahrtbehörde NASA. Aus dem bisherigen Prototyp soll nun ein doppelt so großes Luftschiff für Transporte von 66 Tonnen über 5000 Kilometer entstehen.

Das Unternehmen Worldwide Aeros, das 1987 gegründet wurde, setzt auf die Vorteile seines Luftschiffes. Es werde mit dem Einsatz des Schiffes kein Flughafen oder Landeplatz mehr benötigt, heißt es auf der Homepage des Unternehmens. Der Dragon Dream könne fast überall landen. Die Be- und Entladung soll somit flexibler werden und weniger Zeit kosten. Davon könnten zukünftig vor allem Orte, die sonst schwer erreichbar sind, profitieren.

Der Prototyp soll außerdem selbstständig starten und landen können. Und beim Ausladen wird kein Ausgleichsgewicht gebraucht. Worldwide Aeros verspricht zudem besonders günstige Transporte, da der Dragon Dream nur ein Drittel des Treibstoffs benötigt, den normale Transportflugzeuge verbrauchen.

Die größten Logistikkonzerne der Welt
Platz 10: China Railway (China) Der Güterverkehr von China Railway macht über zwei Drittel des gesamten Verkehrsaufkommens aus. Hauptsächlich transportiert der Staatsbetrieb Kohle, Stahl, Erz und landwirtschaftliche Erzeugnisse. 2010 betrug der Logistik-Umsatz nach Angaben des Statistik-Portals Statista 14 Mrd. Euro. Daten für das Jahr 2011 sind noch nicht verfügbar.
Platz 9: CMA CGM (Frankreich) Auf Platz 9 des Rankings landet das größte französische Schifffahrtsunternehmen CMA CGM mit einem Logistik-Umsatz von 14,3 Mrd. Euro im Jahr 2010. Die Reederei wurde 1978 gegründet und ist an mehr als 650 Standorten in 150 Ländern vertreten. Auf dem Foto ist eines der größten Containerschiffe der Welt zu sehen, die CMA CGM Christoph Colomb, die bis zu 13.800 Standardcontainer transportieren kann. Quelle: dpa
Platz 8: Nippon Express (Japan) Der Konzern mit Sitz in Tokio wurde 1937 als halbstaatliches Transportunternehmen gegründet. Nippon Express verfügt über ein global gespanntes Transportnetz, dass mehr als 389 Orte in 37 Ländern miteinander verbindet. Spezialisiert ist das Unternehmen auf Dienstleistungen rund um den Transport von Waren, wie etwa IT-Technik, den Luft- und Seegüterverkehr sowie auf Spezialtransporte. 2010 betrug der Umsatz 15 Mrd. Euro.
Platz 7: Kühne + Nagel (Schweiz) 2010 war ein gutes Jahr für den Logistikdienstleister Kühne & Nagel aus der Schweiz. Der Frachtspezialist steigerte seinen Logistik-Umsatz auf 16,2 Mrd. Euro. Der Konzern will weiter wachsen: Kühne + Nagel plant das Transportgeschäft auf der Schiene auszubauen.
Platz 6: NYK Line (Japan) Die japanische NYK Line ist Teil des Mitsubishi-Konzerns und zählt zu den größten Reedereien der Welt. Seit 1968 ist das Unternehmen auch im Bereich der Containerschifffahrt etabliert - die einen Großteil des Gesamtgeschäfts ausmacht. Die Reederei betreibt auch den sogenannten Atlantic Express Shuttle (AES), das Waren zwischen Hamburg, Antwerpen und New York Waren verschiebt. 2010 erwirtschaftete der Konzern einen Logistik-Umsatz von 16,5 Mrd. Euro.
Platz 5: DB Schenker (Deutschland) Die Logistikgeschäfte der Deutschen Bahn, DB Schenker Logistics und DB Schenker Rail, sind unter dem Dach DB Schenker zusammengefasst. Das Unternehmen beschäftigt weltweit mehr als 91.000 Mitarbeiter an etwa 130 Standorten. 2010 erwirtschaftete die DB Schenker einen Logistikumsatz von 18,5 Mrd. Euro.
Platz 4: Maersk (Dänemark) Das Jahr 2010 hatte nicht gut begonnen für A.P. Moeller Maersk. Vor allem durch die von der Wirtschaftskrise gebeutelte Tochtergesellschaft Maersk, der größten Containerschiffsreederei der Welt, schrieb der dänische Mischkonzern erstmals in der Unternehmensgeschichte rote Zahlen. Doch dann zog die Konjunktur an und die Frachtraten für Containerschiffe legten kräftig zu. Das Ergebnis: 2010 lag der Logistik-Umsatz von Maersk bei 29, 1 Mrd. Euro - und das Unternehmen konnte einen Rekordgewinn, einen Nettoertrag von 3,8 Mrd. Euro, vermelden.

Die sogenannte „Leichter-als-Luft-Technologie“ soll nicht nur für den Frachtentransport und die damit verbundene weltweite Unterstützung der Menschen einsetzbar sein, sondern auch für militärische Missionen. Die Oberfläche des Ballons wurde so konzipiert, dass sie nicht von Kugeln durchdrungen werden kann.

Auf der Suche nach Alternativen für den Frachttransport ist Worldwide Aeros nicht alleine. Auch in Europa wird immer wieder in der Luftschiffentwicklung geforscht. Da es jedoch an staatlicher Unterstützung fehlt, geht die Forschung meist nicht über die Planung hinaus.

Ein Beispiel dafür ist das heute insolvente, deutsche Luftfahrtunternehmen Cargolifter AG. Dessen Ziel war die Entwicklung eines 260 Meter langen Lastenluftschiffes für Frachten bis zu 160 Tonnen. Das Unternehmen war in Deutschland sehr populär und stieg 2000 sogar an der Börse ein. Doch zu hohe Kosten und fehlende Investoren führten 2002 zur Insolvenz und dem Ende des Projekts.

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In Großbritannien arbeitet die Firma Hybrid Air Vehicles zurzeit an dem Hybridluftschiff Airlander, welches 2012 schon seinen erfolgreichen Jungfernflug absolvierte. Das Schiff erhält seinen Antrieb durch eine Kombination aus Helium und Düsen und ist flexibel in der Steuerung. Es soll nicht nur bis zu 50 Tonnen Fracht transportieren, sondern auch Menschen mitnehmen.

Bei Worldwide Aeros vertraut man auf die Technologie des Prototypen Dragon Dream und erhofft sich dafür, zukünftig einen großen Absatzmarkt zu finden. Nach Angaben des Unternehmens gibt es schon mehrere Kunden mit Interesse an dem Luftschiff. Die Nutzung soll diese zwischen 25 und 30 Millionen US-Dollar pro Jahr kosten. Mitte 2015 will Worldwide Aeros das erste voll funktionsfähige Luftschiff liefern.

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