Ebola-Virus Leipziger Patient in sehr schlechtem Zustand

In Leipzig wird ein Ebola-Patient auf einer Sonderisolierstation behandelt. Sein Zustand sei kritisch, aber stabil, sagen die Ärzte. Doch die schwierige Phase komme erst noch.

Hier ist höchste Vorsicht geboten: Bei der Behandlung von Ebola-Patienten tragen Ärzte spezielle Schutzkleidung Quelle: dpa

Der Ebola-Patient aus Westafrika befindet sich nach Angaben seiner Leipziger Ärzte in einem "extrem kritischen Zustand". Der 56-jährige Sudanese erscheine aber stabil, was bei der Krankheit in den ersten fünf bis sechs Tagen häufig der Fall sei, sagte Oberarzt Thomas Grünewald vom Klinikum St. Georg, wo der Mann seit Donnerstag behandelt wird. Es gehöre zum Krankheitsverlauf, dass sich meist ab dem achten Tag der Zustand massiv verschlechtere, was zwei bis vier Wochen andauern könne.

Wie Grünewald sagte, steckte sich der Mann in Liberia an, wo er an Hilfsprojekten für Ebola-Infizierte mitarbeitete. Was genau zur Ansteckung geführt habe, sei noch nicht geklärt. Dem Mediziner zufolge traten die ersten Symptome am . Oktober auf, zwei Tage später sei die Diagnose Ebola gestellt worden.

Der UN-Mitarbeiter war am frühen Morgen mit einem Ambulanzflugzeug in Leipzig gelandet und begleitet von Polizei in die Sonderisolierstation am Klinikum gebracht worden. Aus dem Flugzeug konnte er selbst zum Rettungswagen laufen.

Ein zugelassenes Medikament oder eine Therapie gegen die Seuche gibt es nicht. Nach Angaben von Klinikleiter Bernhard Ruf stehen dem Behandlungszentrum aber experimentelle Medikamente zur Verfügung, die in ersten Untersuchungen wirksam gewesen seien.

Es handelt sich um den dritten Ebola-Patienten aus der Krisenregion, der in Deutschland behandelt wird. Ein Patient in Hamburg hat die Klinik nach fünf Wochen geheilt verlassen. Der Zustand eines Patienten in Frankfurt ist nicht bekannt. Dem bislang schwersten Ebola-Ausbruch sind nach Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation fast 4000 Menschen zum Opfer gefallen.

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