WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Ebola-Virus Ebola-Verdachtsfall auf Madrider Flughafen

Seite 2/2

Liberias Ebola-Helfer erhalten Gefahrenzulage

Der Leichnam des in Leipzig gestorbenen Ebola-Patienten wurde inzwischen eingeäschert. Der Tote wurde in der Nacht zu Mittwoch in einem Krematorium verbrannt, wie ein Sprecher der Stadtverwaltung mitteilte. „Wir werden jetzt in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt und der UN einen Weg finden, die sterblichen Überreste seiner Familie zu übergeben.“

Der 56 Jahre alte UN-Mitarbeiter war nach fünftägiger Behandlung in der Sonderisolierstation des Klinikums Sankt Georg gestorben. Er war aus Liberia nach Leipzig geflogen worden. Der UN-Mitarbeiter war Muslim. Der Islam sieht eine Feuerbestattung nicht vor - im Ebola-Fall gehe aber die Sicherheit vor, wurde entschieden.

Tausende Menschen in Westafrika, die Ebola überlebt und jetzt gegen das Virus immun sind, sollen im Kampf gegen die Seuche helfen. Entsprechende Pläne werden bei der ersten Konferenz von Ebola-Überlebenden erörtert, die an diesem Donnerstag und Freitag mit Unterstützung des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (Unicef) in Sierra Leone stattfindet. Unicef geht davon aus, dass in den nächsten sechs Monaten bis zu 2500 Überlebende für Aufgaben zur Bekämpfung der Seuche ausgebildet werden könnten.

Das ist das Ebola-Virus

Liberias Gesundheitshelfer im Ebola-Einsatz haben unterdessen einen am Montag begonnenen Streik für höhere Gefahrenzulagen beendet. Im gesamten Land seien sie wieder im Einsatz, teilte die Gewerkschaft der Gesundheitshelfer mit.

US-Präsident Barack Obama rief die Welt erneut auf, im Kampf gegen Ebola mehr zu tun. Es gebe eine Reihe von Staaten, die sich noch nicht engagiert hätten, obwohl sie über die nötigen Kapazitäten verfügten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte zuvor eine neue Prognose veröffentlicht. Sie erwartet bis Dezember pro Woche zwischen 5000 und 10.000 neue Ebola-Fälle in Westafrika.

Forschung



Prominente Unterstützung im Kampf gegen Ebola kommt aus dem Sport: FIFA-Präsident Joseph Blatter lobte den Einsatz des früheren Fußballstars David Beckham. Der Chef des Fußball-Weltverbandes schrieb via Twitter: „Schöner Zug, David Beckham, an der Unicef-Kampagne gegen Ebola teilzunehmen.“ Der ehemalige englische Nationalspieler ist als Botschafter das Gesicht des Projekts der Kinderhilfsorganisation. In einer Video-Botschaft erklärt der 39-Jährige die Wichtigkeit von Hygiene. Außerdem besuchte Beckham Sierra Leone und spielte mit Kindern Fußball.

Hochrangige Vertreter der EU-Staaten wollen am Donnerstag in Brüssel über bessere Abstimmungen bei Vorkehrungen gegen Ebola beraten. Die italienische Ratspräsidentschaft und EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg hatten dazu eingeladen.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Zur Startseite
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%