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Elon Musk Der Wettlauf von SpaceX mit der Nasa ist gefährlich

Das neue Duell im All lautet Elon Musk gegen die Nasa. Beide wollen vor 2020 zum Mond. Der Gewinner steht schon fest: Donald Trump.

SpaceX im Duell mit der NASA Quelle: imago

Es ist Heiligabend 1968, als sich vor William Anders an Bord der Raumfähre Apollo 8 ein atemberaubendes Panaroma aufbaut: Unter ihm erstreckt sich majestätisch die graue Kraterlandschaft des Mondes. Und am Horizont taucht sie plötzlich auf: die blaue Kugel, Planet Erde. „Oh mein Gott“, ruft Anders seinen Kollegen zu, „schaut euch das Bild da drüben an!“ Dann greift er zur Kamera und schießt das Foto vom Erdaufgang, das nach seiner Heimkehr berühmt werden wird.

Die Elon-Musk-Biografie

Fast 50 Jahre ist das her, und seitdem ist es lange Zeit still geworden um den Mond. Bis vergangenen Montag. Da kündigte Raumfahrtunternehmer Elon Musk via Blogeintrag eine erstaunliche Mission an: Schon nächstes Jahr wolle sein Unternehmen SpaceX zwei Weltraumtouristen zu einem Trip um den Mond schicken. Die beiden anonymen Multimillionäre hätten schon eine Anzahlung geleistet, Ende des Jahres sollen sie mit dem Training beginnen.

Musks Mondoffensive ist nicht die einzige Überraschung der vergangenen Tage. Erst Mitte Februar hatte Robert Lightfoot, Übergangsmanager der Nasa, seinen Mitarbeitern in einem Brief einen Plan verraten: Im Auftrag des neuen US-Präsidenten Donald Trump untersucht die Nasa, ob auch sie schon 2019 Astronauten auf eine Mondreise schicken kann. Eine solche Mission war frühestens für 2021 geplant – nach einem unbemannten Testflug.

Die wichtigsten Startups von Elon Musk

Nun könnte schon der erste Flug Menschen an Bord haben. Mit einem Mal gibt es also wieder ein Wettrennen zum Mond, fast wie im Kalten Krieg. Nur dass sich diesmal nicht zwei Supermächte gegenüberstehen, sondern die Regierung mit dem größten Weltraumprogramm der Welt und der Weltraumunternehmer mit dem größten Ego. Kurioser wird das Duell noch dadurch, dass Musk im Wirtschaftsrat des neuen Präsidenten sitzt. Und nun fragen sich Beobachter, was da los ist mit Trump und Musk und dem Mond.

Ein Flug durch das Sonnensystem

Ein Flug dahin ist schließlich nichts, was man üblicherweise mal eben in eineinhalb Jahren vorbereitet. Es ist die weiteste Reise, die Menschen je unternommen haben. Man stelle sich vor, die Erde wäre so groß wie ein Basketball. Der Mond hätte dann das Format eines Tennisballs und wäre mehr als sieben Meter weit entfernt.

Um diese kleine Kugel zu erreichen, muss ein Raumschiff extrem genau navigieren. Ein Grad falsch ausgerichtet, und schon verfehlt das Raumschiff sein Ziel um knapp 7000 Kilometer – und die Besatzung treibt in die ewige Nacht.

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