ESA beschließt "Mission Plato" Forscher suchen nach Zwillingen der Erde

Wie entstehen Planeten? Ist Leben auf ihnen möglich? Mit einem jahrelangen Projekt wollen Astronomen im Weltraum nach Planeten suchen, die der Erde ähnlich sind.

Starke Sprüche aus dem All
Die erste Mondlandung war auch ein Ereignis der großen Gesten und pathetischen Worte. Neil Armstrongs erster Satz beim Verlassen der Landefähre ist längst Legende. Dass es auch ein paar Nummern kleiner geht, belegt die folgende Auswahl von Sprüchen aus dem All. Quelle: AP
"Hat man eine Erde gesehen, hat man alle gesehen."Harrison Schmitt (Apollo 17) über den Anblick der Erde aus dem All. Quelle: NASA
"Oh Gott, was ist das für ein Ding!" Vorschlag von Michael Collins, Apollo 11, für die ersten Worte eines Menschen auf dem Mond. Quelle: NASA
"Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Schritt für die Menschheit."Neil Armstrongs (Apollo 11) Worte beim Verlassen der Mondlandefähre belegen, dass Collins' Vorschlag letztlich nicht angenommen wurde. Quelle: NASA
"Für Neil mag es ein kleiner Schritt gewesen sein, für mich ist es ein großer."Charles Conrad (Apollo 12), dritter Mensch auf dem Mond, beim Verlassen der Landefähre. Conrad war der kleinste aller Apollo-Astronauten, die den Mond betraten. Quelle: NASA
"Wir sind hier die Nummer 1 auf der Rollbahn."Edwin Aldrin (Apollo 11), nachdem er vom Kontrollzentrum der Nasa die Freigabe für den Start von der Mondoberfläche erhalten hatte. Quelle: NASA
"Houston, den Weihnachtsmann gibt es wirklich."James Lovell (Apollo 8) nach einer Mondumrundung, bei der die Apollo-8-Astronauten als erste Menschen die Rückseite des Mondes gesehen hatten. Quelle: NASA
"Meistens sitzt Isaac Newton am Steuer."William Anders (Apollo 8) auf die Frage aus, wer die Raumkapsel vom Mond zurück zur Erde steuert. Quelle: NASA
"Miles and miles and miles."Alan Shepard (Apollo 14) über den Golfball, den er mit einem selbstgebauten Schläger über die Mondoberfläche gejagt hatte. Quelle: NASA
"Apollo 13 wünscht eine angenehme Nacht."James Lovell (Apollo 13) neun Minuten vor der Explosion, die seine Mission an den Rand einer Katastrophe brachte. Quelle: NASA

Mit einer neuen Raumsonde namens „Plato“ will die europäische Weltraumagentur (Esa) nach Zwillingen der Erde suchen. „"Plato" wird Planeten wie die Erde entdecken, die die notwendigen Voraussetzungen für Leben bieten“, meinte Prof. Laurent Gizon, Direktor am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS), am Mittwochabend in Göttingen. Die Sonde soll dazu spätestens 2024 von Europas Raumflughafen in Kourou an Bord einer Sojus aufbrechen. Das MPS arbeitet an der zunächst für sechs Jahre geplanten Mission mit.

„Plato“ soll mit Hilfe von 34 Teleskopen und Kameras bei etwa einer Million Sternen Ausschau nach Planeten halten. Die Daten sollen ermöglichen, Masse und Radius von Planeten zu berechnen. Damit wollen die Forscher Rückschlüsse auf deren Zusammensetzung ziehen. „"Platos" Entdeckungen werden dazu beitragen, den Aufbau unseres Sonnensystems mit anderen Planetensystemen zu vergleichen“, sagte Alvaro Giménez, Esa-Direktor für Wissenschaft und robotische Exploration.

In Arbeit
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Geleitet wird die Mission vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR/Köln). Prof. Heike Rauer vom DLR-Institut für Planetenforschung fügte hinzu: „Wir werden Planeten finden, die ihren sonnenähnlichen Stern in der lebensfreundlichen, der habitablen Zone umkreisen: Planeten, auf deren Oberfläche Wasser vorhanden sein könnte und auf denen dann vielleicht sogar die Entwicklung von Leben, wie wir es kennen, möglich wäre.“

Das MPS in Göttingen will die Daten in einem Datenzentrum am Boden auswerten. Der Name der Mission, ebenfalls Plato, steht für „Planetare Transite und Oszillationen von Sternen“. Sie gehört zum Programm Kosmische Vision 2015 bis 2025. Plato folgt auf die Missionen CoRoT und Kepler, die zahlreiche Exoplaneten entdeckten und im Sommer 2013 beendet wurden.

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