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Full-HD für die Ohren Ein neuer Audiostandard ändert das Hörerlebnis

30 Jahre nach Entwicklung der CD soll ein neues Audioformat Musikfans ein bislang unerhörtes Klangerlebnis bieten. Die WirtschaftsWoche hat scharf hingehört und erklärt, was der Super-Sound leistet.

Die besten Geräte für den mobilen Sound
Fiio X3Auffallend viele chinesische Herstellers tummeln sich auf dem Markt für Highend-Produkte. So auch Fiio aus Guangzhou City. Der X3 gehört zu den preiswertesten Modellen auf dem Markt, ist aber bereits für die Wiedergabe von Musik mit 24 Bit/192 kHz gerüstet. Neben MP3 gibt er auch die verlustfreien Formate wie WAV, WMA oder FLAC wieder. Preis: circa 220 Euro Quelle: Presse
Fiio X5Der X5 des chinesischen Herstellers arbeitet mit einem schnellen Dual-Core-Prozessor und kann daher noch mehr verlustfreie Formate verarbeiten als der kleine Bruder X3. Neben MP3 gibt er auch natürlich auch WAV, WMA oder FLAC wieder. Zwei Speicherkarten-Steckplätze mit jeweils 128 Gigabyte sorgen für ausreichend Speicherplatz. Bei Bedarf dient er als Digital-Analog-Wandler an Notebook und PC. Preis: circa 400 Euro Quelle: Presse
PonoDer Musikplayer Pono ist noch gar nicht im Handel, hat aber bereits eine Menge Aufsehen erregt, denn hinter dem hochauflösenden Player steckt Neil Young. Der kanadische Rockmusiker ist kein Freund von MP3. Er will deshalb nicht nur einen gut klingende Musikspieler auf den Markt bringen, sondern auch ein Web-Portal mit hochauflösender Musik starten. Finanziert wird das Projekt per Crowdfunding. Die Finanzierung ist bereits gesichert, der Player soll ab Dezember erhältlich sein. Preis: noch nicht bekannt Quelle: Presse
Colorfly HiFi-Player C4 ProDer C4 Pro nutzt wie andere hochwertige Modelle auch Digital-Analog-Wandler von Cirrus Logic. Musikdateien mit einer Auflösung von maximal 24 Bit/192 kHz werden unterstützt. Bei Kopfhörern ist der Colorfly nicht zimperlich, er beschallt auch große Hörer mit einem Eingangswiderstand von mehr als 300 Ohm. Für die großen Kopfhörer gibt es auch einen 6,3-Millimeter-Klinkeneingang. Die Lautstärke wird über einen nostalgischen Schieberegler gesteuert. Die Rückseite des Players ist aus Walnussholz. Auf welche Weise das dem Klang zugute kommt, ist nicht klar, einen edlen Look bekommt das Gerät aber auf jeden Fall. Auch wenn der C4 Pro so aussieht, als sei er in den Südstaaten der USA von knorrigen Handwerkern in einer Whisky-Destillerie zusammengebaut worden, die Firma Colorfly hat ihren Sitz in China. Preis: circa 580 Euro Quelle: Presse
Hifi Man HM-901Das chinesische Unternehmen Hifi Man ist in den letzten Jahren durch seine elektrostatischen Kopfhörer bekannt geworden. Mindestens ebenso interessant sind die Musikplayer der Firma. Der HM-901 ist das Flaggschiff der Reihe. Eine Besonderheit des HM-901 sind die austauschbaren Verstärkerkarten. So können sowohl die typischen Mobilkopfhörer mit 32 Ohm Eingangswiderstand angeschlossen werden als auch größere und elektrisch anspruchsvolle Hörer, die sonst an der großen Stereoanlage hängen. Das technische Highlight des Geräts sind die Digital-Analog-Wandler ESS 9018 Sabre des US-amerikanischen Herstellers ESS Technology. Unterstützt werden alle gebräuchlichen Dateiformate, neben MP3 und WAV auch das bei hochauflösenden Musikportalen häufige FLAC und Auflösungen bis 24 Bit/192 kHz. Gespeichert wird die Musik auf SD- oder SDXC-Karten. So lassen sich Karten mit bis zu 256 Gigabyte Kapazität einsetzen. Preis: 999 Euro (mit Standard-Verstärker-Modul) Quelle: Presse
Hifi Man HM-802Auch bei diesem Player kann der Käufer zwischen verschiedenen Verstärkermodulen wählen. Das serienmäßig eingebaute Modul ist für die Nutzung mit 32-Ohm-Hörern optimiert. Für das Klangbild entscheidend ist der verwendete DA-Wandler (DAC, Digital to Analog Converter). Hifi Man setzt hier auf zwei DACs von Wolfson, die bei Highend-Kennern für hochgezogene Augenbrauen sorgen. Musikwiedergabe ist bis zu 24 Bit/192 kHz möglich. Alle gebräuchlichen Formate werden unterstützt, darunter AAC, MP3, WAV, FLAC und WMA (24 Bit/bis 192 kHz) Preis: 699 Euro (mit Standard-Verstärkermodul) Quelle: Presse
Astell & Kern AK240Festhalten bitte, der Musikplayer AK240 von Astell & Kern kostet 2499 Euro. Dafür bekommt man den wohl besten mobilen Player auf dem Markt. Das martialisch-kantige Design, das Gehäuse aus Flugzeug-Aluminium und die Rückseite aus Carbon unterstreichen den Anspruch des Geräts. Der AK240 verarbeitet Musikdateien aller gängigen Formate, darunter WAV, WAV, WMA, AAC, DSD, FLAC – und natürlich das unverwüstliche MP3. Er verarbeitet Auflösungen bis zu 24 Bit/192 kHz. Der interne Speicher ist 256 Gigabyte groß, erweitern lässt sich der Speicher durch Micro-SD-Karten, die jeweils bis zu 128 Gigabyte fassen. Ein doppelt bestückter Digital-Analog-Wandler von Cirrus Logic (2 x Mono) soll dem Player in höchste Highend-Sphären heben. Die Lautstärke wird über ein solides Drehrad geregelt. Daneben erfolgt die Bedienung über das Touchdisplay. Die Musik wird entweder über WiFi auf den AK240 übertragen oder auch über ein USB-Kabel vom PC kopiert. Bluetooth hat er auch. Preis: 2.499 Euro Quelle: Presse

Lange Zeit galt die Audio-CD als das Maß der Dinge für bestmögliche digitale Klangqualität. Tatsächlich aber war die in den Achtzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts entwickelte Audiotechnik nur eine recht unvollkommene Annäherung der digitalen Musikspeicherung an die analoge Vorlage. Sie war der Kompromiss aus möglichst hoher Klangqualität und begrenztem Speicherplatz auf dem digitalen Medium.

Die CD

CDs nutzen eine Abtastrate von 44,1 Kilohertz. Das heißt, die analogen Schwingungen der Musik werden bei der Produktion gut 44 Mal pro Sekunde digital erfasst. Das ermöglicht es, den vom Menschen hörbaren Frequenzbereich bis 20.000 Hertz wiederzugeben. Allerdings fallen dabei Überlagerungen mit Obertönen aus dem (prinzipiell für Menschen unhörbaren) Bereich über 20.000 Hertz weg, die nach Ansicht vieler Sound-Enthusiasten im Zusammenspiel mit den hörbaren Frequenzen sehr wohl die Gesamtwahrnehmung der Musik beeinflussen.

Noch deutlicher – und in diesem Fall tatsächlich hörbar – ist die Begrenzung auf gut 65.000 speicherbare Klangnuancen durch die CD-Bit-Tiefe von 16 Bit. Das sorgt dafür, dass gerade bei leisen Tönen Details wegfallen und der Musik bei der Wiedergabe mitunter die Fülle fehlt. Dennoch liefert die CD, wie dieser von highresaudio.com zur Verfügung gestellte Ausschnitt der Aufnahme „Homage to Q“ aus dem Album Fragile des Musikers Robert Len zeigt, einen insgesamt sehr anständigen Sound.

Soundbeispiel in CD-Qualität *

Die MP3-Datei

Deutlich drastischer ist dagegen der Qualitätsverlust bei MP3-Dateien. Sie waren sowohl die Antwort auf teuren und knappen Speicherplatz im Musik-Player als auch auf langsame Online-Verbindungen, die den Download von Musikdateien in CD-Qualität aus dem Netz extrem in die Länge zogen.

Die psycho-akustische Datendiät - durch die dank MP3 mögliche Kompression auf bis zu einem Zehntel der Ursprungsgröße - hat den Sound-Files allerdings hörbar zugesetzt. Etwa bei der lange Zeit üblichen mittleren Kompression mit einer Datenrate von 128 Kilobit/Sekunde.

Zwar sind inzwischen auch MP3-Datenraten von bis zu 320 Kilobit/Sekunde üblich. Dann allerdings wachsen auch wieder die Dateigrößen. In der Musterdatei von „Homage to Q“, aufgenommen mit 128 Kilobit/Sekunde, klingen die Höhen stumpf, und auch die Feinheiten der einzelnen Instrumente verschwimmen im Soundbrei.

Soundbeispiel MP3-Qualität *

Der HiRes-Audiostandard

Dagegen kommt der neue, hochauflösende HiRes-Audiostandard – das steht für High-Resolution – dem analogen Originalklang so nahe wie kein digitales Audioformat für den Massenmarkt zuvor. Hochwertige Dateien haben eine Abtastrate von 96 Kilohertz. Das heißt, sie erfassen Musik mit mehr als doppelt so vielen Abtastpunkten wie CDs.

Zudem kann der Super-Sound dank seiner Bittiefe von 24 Bit mehr als 16 Millionen Ton-Nuancen wiedergeben. Das liefert beim Abspielen wesentlich mehr akustische Feinheiten, leise Tondetails und ein räumlicheres Klangempfinden.

Soundbeispiel High-Res-Qualität *


Der Innovationsschub

Rein technisch betrachtet ähnelt der Leistungssprung beim Sound damit dem Innovationsschub, den die Videowelt beim Übergang vom Röhrenfernsehen zum HD-TV durchlaufen hat. Denn so wie hochauflösende Fernsehaufnahmen nun viermal mehr Bildpunkte darstellen können, enthalten HiRes-Audiodateien nun mehr als 3,5-mal mehr Sound-Informationen als der Datenstrom von der CD. Und je nach Kompression bis zu 40-mal mehr Klang-Bits wie eine MP3-Datei.

In Arbeit
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Um die Opulenz des HiRes-Klanges wahrnehmen zu können, empfiehlt es sich allerdings, die Musterdatei über hochwertige Kopfhörer oder ein gutes Soundsystem abzuspielen. Die mitgelieferten Kopfhörer von Smartphones oder MP3-Spielern sind dagegen oft für die Wiedergabe komprimierter Musikstücke angepasst.

* Nicht jeder Musikplayer auf PC oder Mac kann Audio-Files im Format 24 Bit/96 Kilohertz wiedergeben. In dem Fall empfiehlt sich die Installation des kostenfreien VLC-Players, den Sie hier finden.

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