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IG Nobelpreise Nobelpreise für Jesus-Toast und Bananenschalen

Papierflieger, gesungene Dankesreden und echte Nobelpreisträger als Zuschauer: Bei einer schrillen Gala an der US-Eliteuni Harvard wurden die Ig-Nobelpreise für kuriose Forschungen verliehen.

IG Nobelpreise gehen an pinkelnde Hunde und Jesus-Toast
Master of Ceremonies Marc Abrahams zeigt den Ig Nobel Preis 2014. Zum 24. Mal sind in der Nacht zum 19.09.2014 an der amerikanischen Elite-Universität Harvard in Cambridge die Ig-Nobelpreise verliehen worden. Sie sollen laut Veranstaltern "das Ungewöhnliche feiern und das Fantasievolle ehren". Belohnt wird Forschung, die "erst zum Lachen und dann zum Denken anregt". Quelle: dpa
Die Trophäen bestehen in diesem Jahr aus einem Mensa-Tablett mit Besteck und Geschirr aus Plastik, dazu gibt es eine Urkunde und eine Banknote über zehn Billionen simbabwische Dollar. Unter den Preisträgern ist übrigens auch eine Deutsche, die Biologin Sabine Begall von der Universität Duisburg-Essen. Gemeinsam mit einem Team von Forschern fand sie heraus, dass Hunde, die ihr Geschäft verrichten, ihre Position am Magnetfeld der Erde ausrichten. Nach der Dankesrede verteilte sie Plastiktüten für Hundekot im Publikum. Quelle: AP
Ein Team aus Japan bekommt einen Preis für eine Studie über die Gleitfähigkeit von Bananenschalen. Quelle: AP
Eine Gruppe von Forschern aus den USA und Indien wird ausgezeichnet, weil sie getestet hatte, wie starkes Nasenbluten mit Streifen aus gepökeltem Schweinefleisch unter Kontrolle gebracht werden kann. „Und dabei bin ich doch Vegetarierin“, sagt die Forscherin Sonal Saraiya in einer Ansprache - und bedankt sich überschwänglich für den Preis. „Da soll noch mal jemand sagen, dass Wissenschaft keinen Spaß macht.“ Quelle: REUTERS
Ein weiterer Preis ging an spanische Wissenschaftler, die die Nutzung von Darmbakterien von Babys bei der Herstellung fermentierter Würstchen untersuchten. Quelle: REUTERS
Außerdem preisgekrönt: Eine Forschungsarbeit zum Thema: Wie reagieren Rentiere auf als Eisbären verkleidete Menschen? Ist es für den Verstand gefährlich, eine Katze zu besitzen? Und was geht im Gehirn von Menschen vor, die das Gesicht von Jesus auf einem Stück Toast sehen? Auch wenn diese Fragen noch so abwegig erscheinen mögen, sie alle sind von angesehenen Wissenschaftlern untersucht worden. Quelle: REUTERS
Zwischendurch fliegen bei der so ganz anderen Gala Papierflieger auf die Bühne und es werden Dankesreden gesungen. Wenn die zu lang ausfallen, kommt ein kleines Mädchen auf die Bühne und schimpft: „Bitte hör' auf, mir ist langweilig.“ Im Publikum sitzen echte Nobelpreisträger, die die Papierflieger nach dem Ende der auch live im Internet übertragenen Show wieder zusammenkehren müssen. Dazwischen werden bizarre Kurz-Opern aufgeführt und Treffen mit den echten Nobelpreisträgern verlost. Quelle: REUTERS

Jesus-Toast, Schweinefleisch gegen Nasenbluten und pinkelnde Hunde: Zehn Forschungsarbeiten, die „erst zum Lachen und dann zum Denken anregen“, sind an der US-Eliteuniversität Harvard in der Nacht zum Freitag mit den Ig-Nobelpreisen ausgezeichnet worden. Zu der traditionell schrillen Gala mit mehr als 1000 Zuschauern, die zum 24. Mal stattfand, reisten auch echte Nobelpreisträger an.

Unter den Preisträgern war in diesem Jahr auch die deutsche Biologin Sabine Begall von der Universität Duisburg-Essen. Gemeinsam mit einem Team von Forschern fand sie heraus, dass Hunde, die ihr Geschäft verrichten, ihre Position am Magnetfeld der Erde ausrichten.

Das sind die ig-Nobelpreisträger 2014

Ein Team aus Japan wurde für eine Studie über die Gleitfähigkeit von Bananenschalen ausgezeichnet. Wissenschaftler aus China und Kanada bekamen einen Ig-Nobelpreis (ignoble bedeutet auf Deutsch unwürdig), weil sie erforschten, was in den Gehirnen von Menschen vorgeht, die das Gesicht von Jesus auf einem Stück Toast sehen.

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Eine Gruppe von Forschern aus den USA und Indien wurde ausgezeichnet, weil sie getestet hatten, wie starkes Nasenbluten mit Streifen aus gepökeltem Schweinefleisch unter Kontrolle gebracht werden kann. „Und dabei bin ich doch Vegetarierin“, sagte die Forscherin Sonal Saraiya in ihrer Dankesrede. Zwei Norweger wurden geehrt, weil sie erforscht hatten, wie Rentiere auf als Eisbären verkleidete Menschen reagieren.

Insgesamt wurden bei der rund zweistündigen Gala zehn Ig-Nobelpreise verliehen. Die Trophäen bestanden in diesem Jahr aus einem Mensa-Tablett mit Besteck und Geschirr aus Plastik, dazu gab es eine Urkunde und eine Banknote über zehn Billionen simbabwische Dollar. Seit 2009 gibt es diese Währung faktisch nicht mehr. Mit ihr ist eine der höchsten Inflationsraten der Geschichte verknüpft.

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