WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Innere Uhr Medizinnobelpreis geht an US-Forscher

Der Nobelpreis für Medizin geht in diesem Jahr an die Amerikaner Jeffrey Hall, Michael Rosbash und Michael Young, für Arbeiten zur Funktion und Kontrolle der Inneren Uhr.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
Mit der Bekanntgabe des Medizin-Nobelpreisträgers wurde der diesjährige Nobelreigen eingeläutet. Quelle: dpa

Stockholm Weil sie herausgefunden haben, wie Pflanzen, Tiere und auch Menschen ihren biologischen Rhythmus an die ständigen Veränderungen und Entwicklungen der Erde anpassen, also die Funktionen und Kontrolle der so genannten Inneren Uhr, geht der Medizinnobelpreis in diesem Jahr an drei US-Amerikaner: Jeffrey Hall, Michael Rosbash und Michael Young. Das teilte das Karolinska-Institut am Montag in Stockholm mit.

Im vergangenen Jahr erhielt der Japaner Yoshinori Ohsumi den Medizinnobelpreis. Er wurde für seine Entdeckung des lebenswichtigen Recyclingsprozesses in den Körperzellen ausgezeichnet. Der Zellbiologe entdeckte bereits 1988, wie Proteine in Hefebakterien abgebaut und die einzelnen Bestandteile wieder erneuert werden. Ein ähnlicher Prozess findet auch im menschlichen Organismus statt. Wird dieser als Autophagie bezeichnete Prozess gestört, können Krankheiten wie Parkinson, Krebs und Diabetes Typ 2 ausgelöst werden.

Mit der Bekanntgabe des Medizin-Nobelpreisträgers wurde der diesjährige Nobelreigen eingeläutet. Am Dienstag gibt die Wissenschaftsakademie in Stockholm den oder die Physik-Nobelpreisträger bekannt, am Mittwoch folgt die Bekanntgabe des Chemie-Nobelpreisträgers. Am Donnerstag gibt die Schwedische Akademie den diesjährigen Literaturnobelpreisträger bekannt. Der diesjährige Friedensnobelpreisträger wird am Freitag in der norwegischen Hauptstadt Oslo präsentiert.  Der Preisträger des Wirtschaftspreises wird am kommenden Montag verkündet.

Der Medizinnobelpreis wird seit 1901 verliehen. Gleich der erste Preisträger war der deutsche Bakteriologe Emil Adolf von Behring. Er hatte die Serumtherapie gegen Dophterie entdeckt. Die Nobelpreise sind in diesem Jahr mit jeweils neun Millionen Kronen (933.000 Euro) dotiert. Sie werden am 10. Dezember, dem Todestag ihres Stifters Alfred Nobel, in Stockholm und Oslo überreicht.                                             

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%