Innovationen Welche Projekte auf den Innovationspreis hoffen

Der richtige Mix aus Kreativität und Genialität bringt Unternehmen Vorsprung im Markt. Diese Ideen haben es beim Deutschen Innovationspreis in die letzte Runde geschafft.

CeBITs Technik-Trends von morgen
Rechenzentrum von der Stange Quelle: Presse
Roboterdame Aila Quelle: DFKI
3D-Drucker für den Hausgebrauch Quelle: Presse
Mobiler Eyetracker Quelle: DFKI
Smartwatch Cookoo Quelle: Presse
Bankkarte erkennt Besitzer Quelle: Fraunhofer
Intelligenter Fußboden Quelle: Presse

Sparsamere und leisere Jet-Triebwerke, Sensoren die Handys Gefühl verleihen, oder Bildschirme, die ohne Spezialbrille knackscharf 3-D-Bilder anzeigen. Smarte Ideen gab es in diesem Jahr unter den Einreichungen zum renommierten Deutschen Innovationspreis - präsentiert von der WirtschaftsWoche, Accenture, EnBW und Evonik - wieder zuhauf.

Die Produkte und Dienstleistungen, die es in die Schlussrunde geschafft haben, stellen wir Ihnen auf den Folgeseiten vor, ehe am Abend die Sieger in München gekürt werden. Wenn Sie über die nächste Ausschreibung informiert werden wollen, registrieren Sie sich bitte unter www.der-deutsche-innovationspreis.de.

Exakt und supersanft ätzen

Wasserstoffperoxid macht nicht nur Haare blond. Sehr viel konzentrierter als beim Friseur wird die Chemikalie auch zum Ätzen sogenannter Leiterplatten für Computer oder Smartphones eingesetzt. 15 Millionen Liter des Bleichmittels verbraucht die Elektronikindustrie jedes Jahr weltweit in der Halbleiterfertigung. Bisher jedenfalls. Denn nun hat das schwäbische Startup Akon aus Westhausen bei Aalen ein alternatives Verfahren namens Oxijet entwickelt, das mit Ozon statt mit dem explosiven und hautätzenden Wasserstoffperoxid arbeitet. Die neue Technik schützt zum einen die Mitarbeiter und spart Kosten, weil die aufwendige Lagerung des Gefahrstoffs entfällt. Zudem sind die mit Oxijet geätzten Leiterbahnen viel akkurater – und machen damit zehnfach kleinere Strukturen auf den Chips möglich.

Die Jury des Innovationspreises 2013

Sparsam auf der Straße segeln

Jeder Autofahrer kann durch seine Fahrweise enorm Sprit sparen. BMW hat daher sein Spritsparpaket Efficient Dynamics um ein intelligentes Energiemanagement erweitert: Aktiviert der Fahrer den Eco Pro genannten Modus, erhält er beim Fahren auf dem Bildschirm des Bordcomputers Tipps, wie frühes Schalten oder kraftstoffsparendes Gasgeben den Verbrauch senkt. Die Bonusreichweitenanzeige animiert zusätzlich zum Sparen. Sie zeigt, wie viele Extrakilometer der Fahrer bereits herausgefahren hat. Und der Vorausschauassistent, meldet vorab, wenn eine Tempobeschränkung kommt. Dann kann der Fahrer den Wagen mit der Leerlaufsegeln genannten Funktion gleiten lassen. Nur von Roll- und Luftwiderstand gebremst, liegt der Verbrauch dann bei 0,5 bis 1,0 Liter pro Stunde. Alles zusammen ermögliche bis 20 Prozent Kraftstoffersparnis, verspricht BMW.

Technik mit Gefühl

Sensoren sollen zum sechsten Sinn der Menschen werden. Jedenfalls wenn es nach dem Bosch-Sensortec-Geschäftsführer Stefan Finkbeiner und seinem Technikchef Udo-Martin Goméz geht. Lange baute Bosch die nur stecknadelkopfgroßen Messgeräte nur für Autos; heute stecken sie auch in Telefonen, Laptops und Spielkonsolen. Inzwischen arbeite laut Finkbeiner jedes zweite Smartphone weltweit mit Bosch-Sensoren. Die registrieren etwa, wie der Nutzer gerade sein Telefon hält, um Inhalte auf dem Display richtig darzustellen. Dafür messen die Fühler unter anderem das Erdmagnetfeld oder den Luftdruck. Bosch hat es in den vergangenen Jahren geschafft, die Baugröße der Sensoren um den Faktor 50 zu reduzieren. Ihr Stromverbrauch sank seit 2005 auf ein Hundertstel.

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