Innovationspreis Die spannendsten Innovationen des Jahres geehrt

Sparsame Flüsterturbinen, Gesundheitsvorsorge via Tablet-Rechner und neue 3-D-Bild-Technologien – die Sieger und Finalisten des Deutschen Innovationspreises zeigen, mit welchen Themen die deutsche Industrie in den nächsten Jahren punkten will: Effizienz, intelligente Vernetzung und saubere Mobilität.

Die besten Bilder der Preisverleihung 2013
Außenansicht Bayerischer Hof Quelle: Nicole Richter
Empfang zur Verleihung des Innovationspreises 2013 Quelle: Nicole Richter
Sabine Neumann und Christoph Großmann Quelle: Nicole Richter
Roland Tichy und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler Quelle: Nicole Richter
Jonglage-Künstler Till Pöhlmann Quelle: Nicole Richter
Tom Buhrow Quelle: Nicole Richter
Die Preisträger des Deutschen Innovationspreises 2013 Quelle: Nicole Richter
Günter Raidt, Kyra Raidt, Harald Visser und Andrea Visser Quelle: Nicole Richter
Die Finalisten in der Kategorie Großunternehmen Quelle: Nicole Richter
Egon Behle (Vorstandsvorsitzender MTU) und Laudator Frank Riemensperger Quelle: Nicole Richter
Roland Tichy und Sabine Engel Quelle: Nicole Richter
Die Finalisten der Kategorie Mittelständische Unternehmen Quelle: Nicole Richter
Michael Scherf und Robert Downes Quelle: Nicole Richter
Die nominierten in der Kategorie kleinere Unternehmen und Startups Quelle: Nicole Richter
Evonik-Chef Klaus Engel Quelle: Nicole Richter
Sabine Neumann und Christoph Großmann Quelle: Nicole Richter
Klaus Engel und Tom Buhrow Quelle: Nicole Richter
Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler, Evonik-Chef Klaus Engel, WirtschaftsWoche-Chefredakteur Roland Tichy und EnBW-Chef Frank Mastiaux Quelle: Nicole Richter
Petra Göckel, Roland Chalons-Browne Quelle: Nicole Richter
Heinrich Haasis und Ingrid Haasis-Blank Quelle: Nicole Richter

Die Reihe der Erfolgsmeldungen nimmt kein Ende. Laut dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) geben deutsche Unternehmen so viel für Forschung und Innovationen aus wie nie zuvor: Einen Rekordwert von knapp 140 Milliarden Euro steckten sie nach ersten Schätzungen 2012 in Innovationsaktivitäten. Das hat Folgen. In einem EU-weiten Ranking landet Deutschland hinter Schweden auf dem zweiten Platz der innovativsten Länder Europas. Der Grund für das gute Abschneiden: 80 Prozent der deutschen Betriebe entwickeln neue Produkte und Ideen. In Spanien etwa tun dies laut der EU-Studie nur 40 Prozent.

Folgerichtig gilt die deutsche Industrie europaweit als Vorbild und Hoffnungsträger zugleich. Vor allem auf klassischen Feldern wie dem Maschinenbau oder der Autoproduktion hat sie Weltrang.

Doch daneben gibt es eine andere, schmerzhafte Realität. Mit der Solarbranche erleben wir den Abstieg einer einstigen Hoffnungsindustrie; deutsche Schiffsbauer betteln um Staatshilfe; bei konsumentenorientierten Internet-Innovationen haben wir bis heute nicht einen einzigen Champion hervorgebracht – und selbst die viel gelobte Autoindustrie zeigt Zeichen der Schwäche: Sie startet ziemlich zögerlich in das Zeitalter der Elektromobilität.

Dieses Auseinanderdriften zeigt: Wir sind gut darin, Dinge zu verbessern und zu verfeinern, die wir schon können. Der Sprung in neue Felder dagegen fällt uns schwer. Womöglich weil es Mut und Weitblick erfordert, alte Pfade zu verlassen?

Die Jury des Innovationspreises 2013
Roland Tichy, Chefredakteur WirtschaftsWoche Quelle: PR
Prof. Dr. Gerd Binnig, Gründer der Definiens AG Quelle: M. Heynen
Prof. Dr. Hubertus Christ, Ehemaliger Vorsitzender Deutscher Verband technisch-wissenschaftlicher Vereine DVT Quelle: dpa
Dr. Klaus Engel, Vorsitzender des Vorstandes Evonik Industries AG:"Das Wort Innovation hat im öffentlichen Raum nur Freunde. Aber so viel Erfolg ist auch ein Fluch. Denn wo sich alles als innovativ anpreist, schwindet das Verständnis dafür, was das eigentlich ist – eine Innovation. Sagen wir es so: Eine Innovation ist mehr als eine Optimierung bestehender Produkte und Prozesse, sie ist ein Sprung, der einen qualitativ neuen Raum erschließt. Das Bewusstsein für diesen Zusammenhang zu schärfen, ist nicht das geringste Verdienst des Deutschen Innovationspreises." Quelle: dpa
Prof. Dr. Matthias Kleiner, Präsident (2007-2012), Deutsche Forschungsgemeinschaft"Der Transfer von Forschungsergebnissen in Wirtschaft und Gesellschaft lebt von Synergie. Ein gelungener Erkenntnistransfer ist keine Einbahnstraße, sondern initiiert neue wissenschaftliche Fragestellungen, neue Forschung und Innovationen. Dafür müssen Wissenschaft, Unternehmen und Institutionen vertrauensvoll kooperieren. Die DFG verfügt mit ihren Gutachterinnen und Gutachtern, ihren Gremien und der Geschäftsstelle über ein deutschlandweit einzigartiges Potenzial an Informationen über wissenschaftliche Erkenntnisse für die frühe Phase des Innovationsprozesses. Dieses Wissen lässt sich für den Brückenschlag zur Wirtschaft und Gesellschaft durch Erkenntnistransfer intensiv nutzen." Quelle: PR
Dr. Frank Mastiaux, Vorsitzender des Vorstandes EnBW Energie Baden-Württemberg AG:„Die Energie der Zukunft braucht Innovationen, nicht nur technologisch sondern auch systemisch und in neuen Formen der Zusammenarbeit. Dies wird auch zu erweiterten Marktchancen führen. Daher gilt es Innovation zu fördern und zu nutzen: - kreativ im Ansatz und konsequent in der Umsetzung." Quelle: dpa
Frank Riemensperger, Vorsitzender der Accenture-Ländergruppe Deutschland, Österreich, Schweiz
Cornelia Rudloff-Schäffer, Präsidentin Deutsches Patent- und Markenamt Quelle: PR
Andreas Schmitz, Sprecher des Vorstands HSBC Trinkaus & Burkhardt AG und Präsident, Bundesverband deutscher Banken e.V.:"Innovationen sind die Triebfeder gesellschaftlicher Entwicklung. Insbesondere vor dem Hintergrund einer schrumpfenden Gesellschaft, der damit verbundenen Verknappung der Arbeitskräfte und der grundsätzlichen Rohstoffknappheit Deutschlands sind Innovationen für die Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft von entscheidender Bedeutung. Die Intensität des globalen Innovationswettbewerbs hat in der jüngeren Vergangenheit deutlich zugenommen, wodurch es einerseits schwieriger geworden ist, erfolgreiche Innovationen zu entwickeln und andererseits erfolgreiche Innovationen durch tendenziell kürzere Lebenszyklen gekennzeichnet sind. Der deutsche Innovationspreis trägt dazu bei, die Quelle des deutschen Wohlstands zu fördern und damit Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern." Quelle: dpa
Prof. Dr. Günther Schuh, Prorektor, Lehrstuhl für Produktionssystematik, RWTH Aachen: Quelle: PR
Dr.-Ing. E.h. Manfred Wittenstei, Vorsitzender des Vorstandes WITTENSTEIN AG und 2007-2010 Präsident VDMA

Auf Dauer kann Deutschland seine starke Position auf den Weltmärkten nur behaupten, wenn wir Neues wagen. Dieses Querdenken zu fördern ist Ziel des Deutschen Innovationspreises, den die WirtschaftsWoche jedes Jahr mit der Unternehmensberatung Accenture, dem Chemiekonzern Evonik und dem Energieversorger EnBW auslobt.

Der Preis soll die mutigen Ideenschmieden bekannt machen, die unsere Wirtschaft und unser Leben mit ihren Innovationen verändern. Wir prämieren dabei aber nicht nur die großen Konzerne. Der Deutsche Innovationspreis würdigt auch die besten Ideen von Mittelständlern und Startups, die – oft unbemerkt von der Öffentlichkeit – in einer Nische den Weltmarkt erobern.

Zeit der Veränderungen

Denn ob groß oder klein: Die Wirtschaft steht vor enormen Veränderungen. Neue, spezialisierte Elektrosportwagenhersteller wie Tesla aus den USA drängen ins angestammte Geschäft der etablierten Anbieter. Sparsame Maschinen, Transportmittel und Fabriken werden im Zeitalter steigender Rohstoffpreise zur Überlebensfrage – und damit zu einer gigantischen Umsatzquelle für Technologieunternehmen. Zugleich wird durch die Vernetzung von Autos, Uhren und ja: Brillen das Internet die letzten Winkel unseres Alltags erobern und ebenso die Fertigungswelt verändern. Etwa in Gestalt der 3-D-Druck-Technologie: Sie hat das Potenzial, die Industrie komplett zu revolutionieren.

Was Unternehmenslenker und Vordenker fasziniert
Baba Brinkman, Rap-Künstler und Bühnenautor Quelle: Nicole Richter
John Geroza, Direktor Google Germany Quelle: Nicole Richter
Frank Riemensperger, Vorsitzender der Geschäftsführung der Accenture Ländergruppe Deutschland, Österreich, Schweiz Quelle: Nicole Richter
Limor Schweitzer, CEO, RoboSavvy: Quelle: Nicole Richter
Ray Kurzweil, Visionär, Erfinder Quelle: Nicole Richter
Klaus Engel, CEO Evonik Industries Quelle: Nicole Richter
Jack Ramsay, Accenture Geschäftsführer Technology für Deutschland Quelle: Nicole Richter

In fast allen diesen Feldern sind die Sieger und Finalisten des Deutschen Innovationspreises aktiv. MTU hat eine supereffiziente Flugzeugturbine entwickelt. Bosch Sensortec liefert Sensoren, die wie ein Computer rechnen können. Und ein Stromspeicher des Mittelständlers Michael Koch senkt drastisch den Energieverbrauch von Maschinen.

Die Preisträger zeigen, dass die Industrie Antworten auf die großen Zukunftsfragen hat. Mit welchen Innovationen die Ideenschmieden die Wirtschaft und unser Leben verändern wollen und von welchen Innovatoren wir noch hören werden, lesen Sie auf den nächsten Seiten.

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