Internationale Raumstation Raumfahrer beginnen neuen Einsatz

Die US-Astronautin Rubins verstärkt das Team auf der ISS. Zusammen mit einem Japaner und einem Russen schwebt sie durch die Luke und besichtigt den Ort, der für die kommenden vier Monate ihr Zuhause sein soll.

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Das Magnetfeld der Sonne Quelle: NASA, SDO, AIA, LMSAL
Der Zwergplanet Ceres Quelle: dpa
Ceres ist ein gescheiterter Planet, der bei der Entstehung des Sonnensystems übriggeblieben ist. Quelle: dpa
EarthArt von Nasa-Astronaut Scott Kelly Quelle: Nasa
Der Mond von hinten Quelle: REUTERS
Nasa hat im Juli 2015 einen erdähnlichen Planeten entdeckt Quelle: AP
Die Erde voll im Blick Quelle: Nasa

Nach einem zweitägigen Flug mit einer modernisierten Sojus-Kapsel haben drei Raumfahrer ihren Einsatz auf der Internationalen Raumstation ISS begonnen. Einige Minuten vor der geplanten Zeit dockte die Kapsel vom Typ Sojus-MS am Samstag mit der US-Astronautin Kathleen Rubins, dem Japaner Takuya Onishi und dem Russen Anatoli Iwanischin am Außenposten der Menschheit 400 Kilometer über der Erde an, wie die Flugleitzentrale bei Moskau mitteilte. Auf Bildern der US-Raumfahrtagentur Nasa im Internet war zu sehen, wie die 37-jährige Rubins durch die Luke in die ISS schwebte und ihre neuen Kollegen umarmte. „Nun leben und arbeiten sechs Menschen auf der Raumstation“, twitterte die Nasa.

Rubins, Onishi und Iwanischin verstärken die bisherige Besatzung, der ein US-Astronaut und zwei russische Kosmonauten angehören. Für die kommenden vier Monate haben die Neuankömmlinge nach Nasa-Angaben mehr als 250 Aufgaben auf ihrer Agenda. Die promovierte Molekularbiologion Rubins soll erstmals im All menschliches Erbgut entschlüsseln. Überdies sollen die Raumfahrer einen Adapter für Andockmanöver montieren. Dieser soll neuen Raumschifftypen das Festmachen an der ISS erleichtern. Iwanischin sagte der Agentur Interfax zufolge, einige Experimente sollten helfen, die Arbeit der Raumfahrer sicherer zu machen.

Die Rakete war am Donnerstag vom russischen Kosmodrom Baikonur in der Ex-Sowjetrepublik Kasachstan gestartet. Der Flug zur ISS war diesmal auf zwei Tage statt auf sechs Stunden angesetzt, damit die Raumfahrer bei 34 Erdumrundungen die erneuerte Sojus-MS testen konnten.

Auf der Erde sorgte die ungewisse Zukunft des Weltraumbahnhofs in der zentralasiatischen Steppe für Diskussionsstoff zwischen Russland und Kasachstan. Die Regierung in Astana stelle sich darauf ein, dass Russland Baikonur ab 2025 nicht mehr benötige, sagte Vizeregierungschef Bakytschan Sagintajew nach einem Treffen mit seinem russischen Kollegen Dmitri Rogosin. Es sei möglich, künftig Teile von Baikonur an andere Staaten zu vermieten, sagte Sagintajew.

Russland hatte im April erstmals erfolgreich eine unbemannte Rakete von seinem neuen Weltraumbahnhof Wostotschny im Fernen Osten Sibiriens ins All geschossen. In einigen Jahren will Russland auch Menschen von dort aus starten lassen. Mit Wostotschny macht sich die Raumfahrtnation unabhängiger von Baikonur.

Nasa veröffentlicht bislang schärfste Fotos vom Pluto
06. Dezember 2015„Diese Nahaufnahmen, die die Vielfalt des Terrains auf Pluto zeigen, demonstrieren die Fähigkeiten unserer Sonden, faszinierende Daten zu Wissenschaftlern auf der Erde zu senden“, sagte Nasa-Manager John Grunsfeld. „Die wissenschaftliche Forschung, die wir mit diesen Bildern anstellen können, ist einfach unglaublich“, ergänzte sein Kollege Alan Stern. Nach mehr als neun Jahren und fünf Milliarden Kilometern war „New Horizons“ Mitte Juli als erster irdischer Flugkörper am Pluto vorbeigeflogen und hatte ihn mit sieben wissenschaftlichen Instrumenten untersucht. Nach und nach schickt die Sonde nun ihre Daten zur Erde. Bis alle beim Vorbeiflug aufgenommenen Daten und Fotos angekommen sind, wird es noch mindestens zehn Monate dauern. Quelle: dpa
Pluto Quelle: dpa
Charon Quelle: dpa
Hydra und Nix Quelle: dpa
18. September 2015Auch auf Pluto ändert sich das Wetter täglich - wie auf der Erde. Das zeigt eine spektakuläre Gegenlichtaufnahme der Nasa-Raumsonde „New Horizons“: Auf dem von der US-Raumfahrtbehörde veröffentlichten Bild sind spitze Eisberge, ausgedehnte Ebenen und große Gletscher im Sonnenuntergang zu sehen - und Stickstoff-Nebel. Außerdem enthüllt das Foto die dünne Stickstoffatmosphäre des Eiszwergs. Die mehr als zwölf verschiedenen Schichten reichen demnach bis zu 100 Kilometer hoch. „Abgesehen davon, dass es optisch atemberaubend ist, sind diese tief liegenden Dunstschleier ein Hinweis darauf, dass sich das Wetter auf dem Pluto von Tag zu Tag ändert - wie auf der Erde“, erläuterte „New Horizons“-Forscher Will Grundy vom Lowell-Observatorium in einer Nasa-Mitteilung. Quelle: dpa
Pluto von Nasa-Sonde New Horizons fotografiert Quelle: AP
Pluto von Nasa-Sonde New Horizons fotografiert Quelle: AP

„Wir werden alles tun, damit die Arbeit Baikonur weitergeht“, bekräftigte der Chef der Raumfahrtbehörde Roskosmos, Igor Komarow. Es werde darüber verhandelt, wie das Gelände und die vorhandenen Gebäude künftig optimal genutzt werden können, sagte er dem TV-Sender Rossija 24. Doch müsse sich Russland auch Gedanken machen, wie es Wostotschny optimal nutzen könne. Dafür solle unter anderem zahlreichen Experten aus Baikonur eine Stelle in Wostotschny angeboten werden, sagte er.

Zugleich bekräftigte Rogosin, künftig an dem Weltraumbahnhof festhalten zu wollen. „Baikonur wird für uns sehr wichtig bleiben“, sagte der für Raumfahrt zuständige Vizeregierungschef. Auf lange Sicht sollen früheren Aussagen zufolge von dort aus weiterhin unbemannte Proton-Raketen starten. Bis Jahresende solle ein Plan für die langfristige Nutzung von Baikonur stehen, kündigt Rogosin an.

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