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Jungfernflug der „Falcon Heavy“ Start von Elon Musks Riesenrakete sorgt für Hype im Netz

Elon Musk rührt kräftig die Werbetrommel für den Start seiner „Falcon Heavy“. Für den Tech-Milliardär steht dabei viel auf dem Spiel.

Am heutigen Dienstag startet auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida die „Falcon Heavy“ ihren Jungfernflug. Quelle: dpa

DüsseldorfEine gigantische Rakete fliegt, samt Elektro-Sportwagen im Wert von knapp 100.000 Euro und Astronauten Dummy, in den Weltraum. In sieben Jahren soll genau diese Rakete die ersten Menschen zum Mars befördern. Der Traum von Tech-Milliardär Elon Musk klingt wie das Skript zum nächsten Science-Fiction Blockbuster.

Doch Musk meint es ernst: Am heutigen Dienstag um 19.30 Uhr deutscher Zeit startet auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida die „Falcon Heavy“ ihren Jungfernflug. Und zwar von der selben Abschussrampe aus wie die Mond-Mission Apollo und die Flüge der Space-Shuttles. Zumindest wenn alles nach Plan läuft – Musk hat bereits angekündigt, dass der Flug auch schiefgehen kann.

Schon seit Tagen wirbt Musk in den sozialen Netzwerken für den Start seiner Rakete. Fast stündlich postet der Milliardär mittlerweile Updates auf Twitter und Instagram zum ersten Schritt Richtung Marsmission. Zuletzt meldete er : „Alle Systeme auf Grün für den Start.“

Die Falcon Heavy kann laut SpaceX, dem privaten Raumfahrtunternehmen von Musk, rund 60 Tonnen Fracht transportieren. Das ist doppelt so viele, wie die leistungsfähigste Lastenrakete, die aktuell im Einsatz ist.

Die „Falcon Heavy“ besteht aus drei kleineren Raketen, mit jeweils neun Antrieben – insgesamt schickt also die Kraft von 27 Antrieben die Riesenrakete in den Weltraum. Ist der Jungfernflug heute erfolgreich, wird die Rakete in Zukunft schwere Satelliten in die Umlaufbahn und Menschen ins Weltall schicken.

Beim heutigen Testflug soll die Falcon Heavy „nur“ einen kirschroten Tesla Roadster mit einem Dummy im Raumanzug – Musk hat ihn „Starman“ getauft – auf dem Fahrersitz in den Orbit schießen. Zum Start soll „Space Oddity“ von David Bowie erklingen. Ziel ist, das Auto in der Sonnenumlaufbahn bis zum Mars zu bringen. Dabei gibt es laut Musk einige Risiken: Der für die Zündung der entscheidenden Schubdüse auf dem Weg zum Mars nötige Treibstoff könnte einfrieren oder der Sauerstoff verdampfen. Zudem ist der Sportwagen Radioaktivität ausgesetzt. Sobald der Tesla im All schwebt, sollen die wiederverwendbaren Teile der Falcon Heavy zur Erde zurückkehren.

Es sind bereits weitere Flüge für die Rakete geplant: Noch in der ersten Jahreshälfte soll die Falcon Heavy einen großen Kommunikations-Satelliten für den saudischen Sender Arabsat transportieren. Im Juni ist ein erster Test zum Transport von Nutzlasten für die US Air Force geplant. Dazu gehören ebenfalls Satelliten sowie der Raumfahrzeugs-Dummy „Lightsail“ der Organisation „Planetary Society“. Auch für das britische Mobilfunkunternehmen Inmarsat und Viasat, die Satellitenplattform des schwedischen Medienkonzerns Modern Times, soll die Rakete in den Weltraum fliegen.

Musk hat schon Pläne für eine noch größere Rakete, die nicht nur Fracht, sondern auch Astronauten und Infrastruktur für ein Lager auf dem Mond transportieren kann. Sein Ziel ist, auf dem Mars eine Stadt zu bauen.

Gefährlich wird es, wenn die Falcon Heavy den Abflug nicht schafft und noch auf dem Boden explodiert. Dadurch würde neben der Rakete auch die Abschussrampe stark beschädigt werden. Zuletzt passierte das 2016, bei Start einer Falcon 9: Die Rampe konnte für fast ein Jahr nicht mehr genutzt werden.

Doch auch eine Explosion in der Mitte des Aufstiegs wäre fatal für SpaceX: Zwar für die Rakete keine weiteren Schäden anrichten. Aber die Glaubwürdigkeit der Gesellschaft wäre angeschlagen. Außerdem wäre das Aus für die Probeflüge in der näheren Zukunft.

Den Start der Falcon Heavy streamt SpaceX live auf ihrer Website und auf YouTube.

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