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Lebensmittel Coca-Cola und Co. wagen sich an Zuckeralternative

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Eine Stevia-Offensive von Coke würde eine Kettenreaktion auslösen

Die größten Ernährungsmythen
Verlängern Chili-Schoten das Leben? Quelle: REUTERS
Schokolade Quelle: dpa
Je mehr Vitamine desto besser Quelle: dpa
Brot macht dick und ist ungesundGerade für die Verfechter kohlehydratarmer Nahrung steckt der Teufel im Brot: Es mache dick und trage sogar Mitschuld an Diabetes. Das ist so allerdings nicht richtig: Gerade Vollkornbrot (echtes Vollkornbrot, kein mit Malz eingefärbtes Weißbrot) hat sehr viel Ballaststoffe. Die sind gesund und machen satt. Außerdem liefert es verschiedene Vitamine sowie Iod, Flur, Magnesium und Zink. Quelle: dpa
"Light", "Leicht" oder "Fettarm" - das ist gut für die schlanke LinieDie Lebensmittelindustrie hat den Trend zu bewusster Ernährung entdeckt und nutzt ihn mit Fitness- und Wellness-Begriffen gezielt aus. Doch die Verbraucherorganisation Foodwatch warnt: Oft werden so Lebensmittel beworben, die alles andere als kalorienarm sind. Der Verein hat das Nährwertprofil von sogenannten Fitness-Müslis, Wellness-Wasser oder Joghurt-Drinks überprüft und kam zu dem Ergebnis, dass die scheinbar "gesunden" Lebensmittel Softdrinks oder Fast-Food-Snacks beim Zucker-, Salz- oder Fettgehalt oftmals in nichts nachstehen. Bei fettarmen Produkten wird der Geschmacksmangel häufig durch zahlreiche andere Inhaltsstoffe, etwa Stärke und Zucker, ausgeglichen - der Kaloriengehalt unterscheidet sich kaum, ist manchmal durch den hohen Zuckergehalt sogar höher - und gesund ist das Light-Produkt noch lange nicht. Quelle: dpa
Kartoffeln machen dick Quelle: dpa
Öko-Lebensmittel sind gesünder Quelle: dpa

Wenn die Stevia-Pepsi bei den Käufern ankommt, wächst der Druck auf Coca-Cola. "Ich rechne damit, dass die Stevia-Sprite 2013 auch in Deutschland auf den Markt kommt", sagt Meyer. Eine Stevia-Offensive von Coke dürfte eine Kettenreaktion auslösen: Branchenkenner beobachten, dass einige große Hersteller mit ihren Produkten auf den Start von Coca-Cola warten.

Meyers Arbeitgeber NP Sweet beliefert verschiedene Nahrungsmittelhersteller mit Stevia. Zudem hat NP Sweet für Nordzucker ein Produkt entwickelt, das den anderen Nachteil der Pflanze beheben soll: die Dosierung. Da Stevia so extrem süß ist, benötigt man nur kleinste Mengen – beim Backen fehlt dann aber das Volumen. Viele Süßstoffhersteller mischen Stevia daher mit Füllstoffen wie Maltodextrin. NP Sweet besprüht Zucker mit einer flüssigen Stevia-Lösung. Auch der Eigengeschmack wird so gedämpft. Das Stevia-Zucker-Gemisch hat halb so viel Kalorien wie normaler Zucker und ist seit einigen Wochen erhältlich.

Das Konsistenzproblem kennt auch Berentzen. Er hat mit Fruchtgummis experimentiert, "doch das Bissverhalten stimmte nicht". So konzentriert er sich auf Getränke für Kinder und bringt nun Trinkpäckchen auf den Markt. Vom WDR hat Berentzen dafür die Maus lizenziert, doch trotz der beliebten Figur aus der "Sendung mit der Maus" waren die Verkaufszahlen dürftig.

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Das Selbstvertrauen des Unternehmers erschüttert das nicht. Als Jobs nach seinem Apple-Comeback 2000 den würfelförmigen Rechner Mac Cube vorstellte, war der trotz Designpreisen auch ein Flop, sagt Berentzen: „Er war damit zu innovativ, das Gleiche erleben wir jetzt auch.“ In einem Punkt weicht er von seinem Vorbild ab: "Wir waren zu teuer", räumt Berentzen ein. Statt wie Apple auf Hochpreispolitik zu setzen, verkauft er seine Säfte nun günstiger.

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