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Massenveranstaltungen Drängeln für die Wissenschaft

Forscher untersuchen 1.000 Fußgänger auf engem Raum, um Massenevents sicherer machen zu können. Dabei wird der Weg jedes Einzelnen mit einer speziellen Videotechnik aufgezeichnet.

Drängeln für die Sicherheit

Das Forschungszentrum Jülich führt ein weltweit einzigartiges Projekt durch. In der Messe Düsseldorf werden die Bewegungen von bis zu 1.000 Fußgängern täglich aufgezeichnet. Das Ziel: die Eigendynamik großer Menschenmassen besser verstehen und so die Sicherheit von Großveranstaltungen erhöhen.

Die größte Gefahr für Besucher von Fußballspielen oder Konzerten geht nicht von Brandstiftung oder Gewalt aus, sondern von Gedränge. Regelmäßig kommt es auf Großveranstaltungen zu Unfällen, weil die Menschenmassen außer Kontrolle geraten – so wie auf der Loveparade in Duisburg, wo 21 Menschen zu Tode gedrückt wurden.

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Um in Zukunft solche Massenevents besser unter Kontrolle zu haben, führen Wissenschaftler des Jülicher Supercomputer Centre (JSC) Experimente in der Messe Düsseldorf durch. Bis zu 1.000 Fußgänger werden sich dort auf engem Raum bewegen, während die Forscher den Laufweg jedes Einzelnen mit einer speziell entwickelten Videotechnik aufzeichnen.

Die Probanden werden verschiedene Wege abgehen und typische Szenarien nachstellen, wie das Gedränge an den Zu- und Ausgängen. Die Wissenschaftler wollen mit den Experimenten unter anderem herausfinden, wie ein Fußgängerstau entsteht, wann dieser in ein Gedränge umschlägt und wie man die Ströme sicherer lenken kann, etwa durch gezielte Anweisungen, Geländer oder Absperrungen.

In Arbeit
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Unterstützt werden die Forscher vom Institut für Medienforschung der Uni Siegen, da auch die Kommunikation in der Menschenmenge bei den Untersuchungen berücksichtigt werden soll.

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