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Medizintechnik Kleiner Taktgeber für kranke Herzen

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Es liegt an den Ärzten

In Europa ist der elektrodenlose Schrittmacher bereits zugelassen, ebenso wie ein ähnliches System der Firma Medtronic. In den USA wird die nun veröffentlichte Studie vermutlich der zuständigen Behörde, der FDA, vorgelegt, die über die Zulassung entscheidet.

Experten schätzen, dass sich die neue Technologie für etwa 30 Prozent der Patienten eignet, die einen Schrittmacher benötigen. José Ramon, Präsident der Spanischen Kardiologie-Gesellschaft, berichtet, in seinem Krankenhaus sei der Mini-Schrittmacher im vergangenen Jahre nur etwa einem Dutzend Patienten implantiert worden, fast 500 hätten einen herkömmlichen Schrittmacher erhalten.

Das liegt sicherlich auch daran, dass der neuen Technologie Funktionen fehlen, die bei den bewährten Systemen zum Standard gehören. „Man kann Patienten nicht per Telemonitoring überwachen“, sagt Jagmeet Singh vom American College of Cardiology. „Das bedeutet, sie müssen zur Untersuchung ins Krankenhaus.“

Vivek Reddy, leitender Prüfarzt der Studie, ist dennoch davon überzeugt, dass die FDA den elektrodenlosen Geräten der Firma St. Jude Medical in den USA die Zulassung erteilen wird. Die Nachfrage sei da, prophezeit der Chefarzt der Elektrophysiologie am Mount Sinai Hospital in New York: „Es liegt an den Ärzten, mit ihren Patienten darüber zu sprechen, aber die Patienten werden den kleineren Schrittmacher wollen, wenn sie von ihm erfahren.“

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