Messe für Erfindungen Erfinder wollen den großen Coup

Leonardo da Vinci oder Daniel Düsentrieb? Auf der Erfindermesse in Genf tummelt sich alle Arten von Kreativen. Was die meisten eint, ist der Traum von einem Verkaufsschlager.

Errungenschaften, die uns das Leben leichter machen
Die Erfindung des Telefons geht auf mehrere Personen zurück, wobei bis heute nicht eindeutig feststeht, wer den entscheidenden Schritt gemacht hat, dass Sprache über längere Strecken übertragen werden kann. Aber alles das wäre wohl nicht möglich gewesen ohne den Morsetelegraphen, der von Samuel Morse konstruiert wurde. Von der Telefonvermittlungsstelle... Quelle: Minnesota Historical Society CORBIS
... bis hin zum ISDN. Seit den 1970er Jahren gibt es diese Technologie. Mittlerweile besitzt jedes Land in der EU diese Telekommunikationsstrukturen. Quelle: Corbis
Ursprünglich wurde das Sichtbarmachen von Schall zu militärischen Zwecken entwickelt und dann auch für diesen Bereich weiterentwickelt. Von Ultraschall-Experimenten ... Quelle: Corbis
... zur modernen Sonographie. Heute wird der Ultraschall auch in der Medizin angewendet, wie hier während einer Schwangerschaft, aber auch zur Erkennung von Tumoren. Quelle: sudok 1
Ein deutscher Uhrmacher, Richard Lange, lies sich 1931 das Patent für die
... zur Unruhspirale. Sie ist heute Bestandteil eines Uhrwerkes - ein aus Metall gefertigtes Schwungrad. Dieses wurde durch einen Vorschlag von Jean de Hautefeuille von Christaan Huygens entwickelt. Quelle: A. Lange & Söhne
Der deutsche Konrad Zuse baute den ersten funktionsfähigen Computer der Welt. Bis heute gibt es im Übrigen kein Patent, Zuse scheiterte mehrfach mit seinem Anspruch. Von 1.000 Kilogramm schweren Rechnern ... Quelle: Udo Bojahr

Er war genial und ungeheuer kreativ. Doch warum gilt Leonardo da Vinci dann nicht uneingeschränkt als Vorbild für die Tüftler von heute: „Weil er zwar nahezu alles erfunden, aber nichts davon auf dem Markt gebracht hat“, sagt Jean-Luc Vincent, Gründer und Präsident der Internationalen Messe für Erfindungen. Denn genau darauf kommt es an, wenn Innovative aus aller Welt bei ihren Gipfeltreffen in den Genfer Messehallen tolle Ideen präsentieren - sie sollen möglichst zu Verkaufsschlagern werden.

Darauf hoffen auch bei der 42. Genfer Erfindermesse die meisten der 790 Aussteller aus 45 Ländern mit mehr als 1000 Exponaten, die uns das Leben erleichtern oder es wenigstens bunter machen sollen. Sie stehen in der Tradition der legendären Disney-Figur Daniel Düsentrieb. Der war bekanntlich stets am Grübeln über praxistaugliche Helferprodukte - nach dem Motto „Dem Ingeniör ist nichts zu schwör“.

Zehn Dinge, die Frauen erfunden haben
Fallschirmspringer Quelle: AP
Brillengestelle Quelle: dpa
Ein Bauer fährt mit seinem Traktor und schaut durch die Windschutzscheibe, über die ein Scheibenwischer läuft Quelle: dpa/dpaweb
Champagner Quelle: dpa
Camembert Quelle: ZBSP
Zusammenstellung eines Fotos von Melitta Bentz und dem von ihr erfundenen Kaffee-Filter Quelle: dpa
Korrektur durch Korrekturflüssigkeit Quelle: Bill

Ähnlich wie bei Düsentrieb ist der Auslöser für neue Schöpfungen oft schlichter Alltagsfrust, wie der Belgier Tanguy van de Walle zu berichten weiß. „Haben Sie schon mal erlebt, wie furchtbar es ist, Koffer mit den typischen kleinen Rädern Treppen hinaufzuziehen?“

De Walles Antwort heißt „Rolbag“ und ist einfach: Er nahm Räder in der Größe des Koffers und brachte sie seitlich statt unten an. Seine Riesenrad-Koffer sind bequem über jede Treppe zu ziehen. „Obendrein kann man die Räder als Werbeflächen vermieten“, schlägt er vor. „Sie sind ein echter Hingucker.“

Das Hingucken spielte auch bei Alexander Kaufmanns Erfindung eine Rolle - eine Art PC im Picasso: Der Stuttgarter nahm einen Computer auseinander und platzierte Festplatte, Kühlventilator und sämtliche weiteren Einzelteile in einem abstrakten Gemälde. Das hängt man sich an die Wand, auf dem Tisch blieben nur Monitor, Maus und Tastatur.

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