Nachschub für Raumstation ISS Russischer Raumfrachter gestartet

Kommt dieses Mal die Nahrung bei den Astronauten der Raumstation ISS an? Zuletzt waren zwei Versorgungsschiffe beim Start verlorengegangen. Jetzt unternimmt Russland einen neuen Anlauf.

Die atemberaubenden Twitterbilder der ISS-Astronauten
Ein aktiver Vulkan auf einer Insel – Astronaut Parmitano sieht am 1. Juni bei einem Rundflug um die Erde gleich zwei davon. Er verrät nicht, wo die Aufnahme entstanden ist. Lesen Sie >>hier, wie die Bilder entstanden sind. Quelle: NASA/ESA
Rauch strömt aus der Spitze des Ätna. Der „sizilianische Gigant“, wie Parmitano den Vulkan in Süditalien nennt, ist immer wieder aktiv. Quelle: NASA/ESA
Sonne und Mond gehen gleichzeitig auf – auch für die Astronauten ein besonderer Anblick. Quelle: NASA
Flüsse des brasilianischen Regenwaldes fließen in den Atlantik, in dem sich die untergehende Sonne spiegelt. Quelle: NASA/ESA
Der große Wagen steht am Firmament – was sich bewegt, ist die Erde. Quelle: NASA
Der Nil und sein Delta. Das von Unruhen geplagte Ägypten – von Bord der ISS sieht es nachts ganz friedlich aus. Quelle: NASA/ESA
Detroit, Cleveland und Toronto leuchten hell bis ins All. Rechts deutet sich der Sonnenaufgang an – in Europa ist es schon hell. Quelle: NASA

Geglückter Start: Fast fünf Tage nach dem Absturz des US-Raumfrachters „Dragon“ bringt Russland mit einem neuen Versorgungsflug dringend benötigten Nachschub zur Internationalen Raumstation (ISS). Der unbemannte Frachter „Progress“ mit zweieinhalb Tonnen Fracht hob um 6.55 Uhr MESZ vom Weltraumbahnhof in Baikonur (Kasachstan) ab, wie russische Agenturen am Freitag meldeten.

Das Andocken ist an diesem Sonntag um 9.13 Uhr MESZ geplant. An Bord der „Progress“ sind auch Nahrungsmittel für die drei Raumfahrer. Der Start mit einer Sojus-Rakete war mit Spannung erwartet worden, nachdem bereits im April auch ein russischer „Progress“-Frachter abgestürzt war.

Acht Minuten nach dem Start befand sich das Raumschiff auf sicherer Umlaufbahn im Weltall, wie das Flugleitzentrum bei Moskau der Agentur Interfax zufolge mitteilte. Die Raumfahrtexperten hatten diesmal einen traditionellen Zweitageflug zur ISS gewählt statt einer möglichen Sechs-Stunden-Mission.

Trotz der jüngsten Pannen hatte es mit der Ernährung der ISS-Besatzung nach russischen und amerikanischen Angaben keine Probleme gegeben. Der Außenposten der Menschheit in rund 400 Kilometern Höhe über der Erde verfügt über größere Vorräte.

An Bord hat die „Progress“ unter anderem Fleisch- und Fischkonserven, frische Äpfel, Tomaten, Apfelsinen, Zwiebeln und Knoblauch sowie süßes Gebäck. Auch Sauerstoff, Wasser und Treibstoff sowie wissenschaftliche Ausrüstungsgegenstände gehören zur Ladung. Am vergangenen Sonntag waren bei dem „Dragon“-Absturz rund zwei Tonnen Nachschub und wissenschaftliche Geräte verloren gegangen.

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