Nasa Forschungssonde Juno fliegt nah an Jupiter

Die Forschungssonde „Juno“ ist ganz nah an den Planeten Jupiter geflogen. Wie die Nasa mitteilte, gelangte die Sonde bis auf eine Entfernung von 4200 Kilometer an den Planeten heran.

So rotiert der Super-Jupiter
Hubble-Aufnahme von Planet 2M1207b - ein Super-Jupiter Quelle: NASA, ESA und G. Bacon/STScI
Super-Jupiter rotiert Quelle: NASA, ESA, Y. Zhou (University of Arizona), and P. Jeffries (STScI)
Weltraumteleskop Hubble über der Erde Quelle: dpa
Hubble Affenkopfnebel Quelle: dpa
Whirlpool Galaxie Messier 51 Quelle: dpa
Spiralgalaxie NGC 1433 Quelle: dpa
Hubble: Galaxie NGC 1566 Quelle: dpa

Die Sonde „Juno“ hat ein weiteres Rendezvous mit dem Jupiter. Auf bis zu 4200 Kilometer hat sich die Sonde dem Planeten genähertn, teilte die Weltraumbehörde Nasa mit. Das sei so nah wie seit der Ankunft Anfang Juli nicht mehr. Bis zum Ende der Mission im Februar 2018 sind noch 35 weitere Rendezvous geplant - allerdings keines mehr, bei dem „Juno“ dem Jupiter so nah kommen soll wie dieses Mal.

Anders als bei der Ankunft sind diesmal alle Kameras und wissenschaftlichen Instrumente an Bord von „Juno“ angeschaltet. „Damals haben wir alle Instrumente ausgeschaltet, um uns auf den Raketenantrieb zu konzentrieren, der „Juno“ in die Umlaufbahn um den Jupiter gebracht hat“, sagt Nasa-Manager Scott Bolton.

„Seitdem haben wir „Juno“ komplett durchgecheckt. Wir haben noch mehr Tests vor uns, aber wir sind zuversichtlich, dass alles gut funktioniert und bei diesem Vorbeiflug die Ohren und Augen aller Instrumente offen sind.“

Curiosity kommt in die Jahre
März 2017Curiosity hat inzwischen deutliche Abnutzungsspuren. Ein Routine-Check der Reifen im März zeigt, dass es am linken mittleren Reifen zwei Brüche der sogenannten Stege im Profil gibt. Der Rover hat während seiner Reise über den Roten Planeten inzwischen etwa 16 Kilometer zurückgelegt. Curiosity-Projektmanager Jim Erickson sagte, alle sechs Reifen hätten trotz der sichtbaren Schäden noch genug Lebenszeit, um den Rover zu allen geplanten Orten zu bringen. Die regelmäßige Überwachung der Reifen wurde eingeführt, nachdem die Forscher im Jahr 2013 deutlich mehr Dellen und Löcher in den Rädern entdeckt hatten, als erwartet worden war. Tests auf der Erde hatten gezeigt, dass der Bruch von drei Stegen zeigt, dass etwa 60 Prozent der Lebenserwartung des Reifens erreicht sind. Curiosity hat aber bereits deutlich mehr als diesen Anteil an der geplanten Strecke zurückgelegt. Quelle: NASA/JPL-Caltech/MSSS
US-Präsident Barack Obama verlässt das Weiße Haus - und auch Curiosity verabschiedet sich. Quelle: Screenshot
Mars: Curiosity untersucht Meteoriten Quelle: NASA, JPL-Caltech, LANL, CNES, IRAP, LPGNantes, CNRS, IAS, MSSS
September 2016Die Kuppen und herausstehenden Felsen aus Schichtgestein am Mount Sharp entstanden wohl aus von Wind abgelagertem Sand. Sie erinnern stark an Wüstenlandschaften auf der Erde, etwa im Grand Canyon oder dem Monument Valley. Quelle: NASA
September 2016Der Rover sendet neue Fotos vom Mars: Im Hintergrund der Aufnahme ist der Rand des Gale-Kraters zu sehen, in dem Curiosity seit 2012 aktiv ist. Geologisch ist die Region besonders interessant, da sie die Untersuchung zahlreicher Gesteinsschichten ermöglicht. Der etwa fünf Kilometer hohe Mount Sharp liegt in der Mitte des Gale-Kraters. Quelle: NASA
Juli 2016Curiosity kann jetzt seine eigenen Ziele für die Laser-Analyse auswählen. Bisher wurden diese von der Erde aus anhand von Fotos ausgewählt. Die Wissenschaftler auf der Erde werden dadurch aber nicht ersetzt: Die neue Funktion soll vor allem dann zum Einsatz kommen, wenn die Nasa-Forscher anderweitig beschäftigt sind. Curiosity sendet auch nicht ständig Bilder, sondern am Ende seiner Wegstrecken. Bisher könnten wichtige Objekte auf Fahrten daher übersehen worden sein. Quelle: NASA
Curiosity: Mars hatte wahrscheinlich einst eine sauerstoffreiche Atmosphäre Quelle: dpa

Einige Tage nach dem Rendezvous sollen die Daten zur Erde gefunkt und dann ausgewertet werden. „Juno“ hatte den Jupiter Anfang Juli nach fünf Jahren Flug erreicht. Die unbemannte und hauptsächlich solarbetriebene Sonde, die etwa 3500 Kilogramm wiegt, soll den Planeten bis Februar 2018 umkreisen und ihn mit ihren zahlreichen wissenschaftlichen Instrumenten untersuchen. Von der rund eine Milliarde Euro teuren Mission erhoffen sich die Forscher Erkenntnisse über die Entstehung unseres Sonnensystems.

Ein Produkt aus Deutschland schützt das Kameraauge der Sonde. Spezialgläser der Schott AG sollen dafür sorgen, dass das Objektiv der kosmischen Strahlung möglichst lange widersteht und brillante Bilder liefern kann, teilte das Unternehmen am Freitag in Mainz mit.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%