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Nasa-Raumschiff Orion zum ersten Testflug ins All gestartet

Die Nasa testet zum ersten Mal ihre Raumkapsel "Orion". Nachdem der Start ins All nach mehreren Anläufen verschoben worden war, konnte der neue US-Raumtransporter am Freitag endlich seinen Jungfernflug starten.

Raumkapsel Orion Quelle: AP

Die USA haben ein neues Kapitel ihrer Raumfahrtgeschichte aufgeschlagen: Das für Langstreckenmissionen entwickelte Raumschiff „Orion“ ist am Freitag mit eintägiger Verzögerung im Weltraumbahnhof Cape Canaveral zu einem viereinhalbstündigen, unbemannten Testflug gestartet. Bei dem Jungfernflug soll das Raumschiff rund 5800 Kilometer Richtung Weltall fliegen.

Einen Tag nach seinem ursprünglich geplanten Start ist der für Mars-Missionen ausgelegte US-Raumtransporter zum ersten Testflug ins All unterwegs. Die Raumkapsel hob am Freitag mit Hilfe einer Rakete vom Typ Delta IV in Florida ab, wie die Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte.

Die unbemannte Kapsel soll auf 5800 Kilometer Höhe gebracht werden, zweimal die Erde umkreisen und nach rund viereinhalb Stunden im Pazifik landen. Der erste Anlauf war am Donnerstag unter anderem wegen technischer Probleme und der Wetterverhältnisse verschoben worden.

Die fliegende Untertasse der Nasa
Mars, wir kommen: Die Nasa testet ein neues Forschungsgerät. Der "Low Density Supersonic Decelerator", kurz LDSD, erinnert stark an ein UFO aus einem Science-Fiction-Streifen. Quelle: AP
Bei dem Gerät handelt es sich um eine Art Riesen-Fallschirm, der eine Landung auf dem Mars ermöglichen soll. Quelle: AP
Die Fliegende Untertasse soll mit einer Rakete angetrieben werden und am 14. Juni zu einem ersten Test von Hawaii aus starten. Mit dem Gerät sollen größere Lasten auf den Roten Planeten transportiert werden können. Quelle: AP
Hier wird der LDSD verladen. Eigentlich sollte der Test schon am 11. Juni starten, er musste aber wegen schlechten Wetters verschoben werden. Quelle: AP
Die Fliegende Untertasse hängt an einem Kran. Das Testgebiet ist die Erdatmosphäre. Ein Ballon soll den Super-Fallschirm zunächst 37 Kilometer über den Pazifik befördern. Auf der Höhe angekommen wird er abgekoppelt, eingebaute Raketendüsen sollen ihn dann mit einer Geschwindigkeit von Mach 4 auf eine Höhe von 55 Kilometern über der Erde tragen. Dies entspricht etwa den Umständen in der dünnen Marsatmosphäre. Quelle: AP
Wenn das Gerät anschließend zur Erde herabfällt, soll der 33,5 Meter breite Fallschirm aufgehen, den Fall bremsen und eine weiche Landung im Pazifik ermöglichen. Bislang nutzt die Nasa kleinere Fallschirme für ihre Landemanöver von Fluggeräten auf dem Mars. Doch für eine sichere Landung von Menschen oder schweren Geräten ist ein deutlich größerer Schirm notwendig. Quelle: AP

Mit dem „Orion“-Projekt haben sich die USA und die Weltraumbehörde Nasa hohe Ziele gesteckt: Das Raumschiff soll schließlich Menschen zum Mars fliegen.
Zum Ende des Testflugs soll „Orion“ mit einer Geschwindigkeit von mehr als 32.000 Kilometern pro Stunde den Plänen der Nasa zufolge wieder auf die Erde zurasen und fast 1000 Kilometer südwestlich von San Diego in den Pazifik stürzen.

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