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Neue Behandlungsmethoden Tuberkulose ist weltweit auf dem Rückzug

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Ohne Stiftungen geht es nicht

Zehn häufige Reisekrankheiten
Medizin Zehn häufige Erkrankungen auf Reisen Quelle: Fotolia
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Mit der PDP ist quasi ein Partner entstanden, der den Überblick behält. "Das operative Geschäft bestimmen wir komplett eigenständig, aber natürlich wollen unsere Geldgeber auch wissen, wie wir ihre Mittel einsetzen", sagt Greeley. Und da ist wahres Projektmanagement gefragt. Die philanthropische Arbeit erhält ein unternehmerisches Gesicht.

Einer der wichtigsten Finanziers ist die Bill and Melinda Gates Stiftung, die bereits mehr als 180.000 Millionen Dollar beigesteuert hat. Auch andere Stiftungen und Gesundheits- und Forschungsministerien aus aller Welt unterstützen die PDP. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden insgesamt 4,8 Milliarden US-Dollar benötigt, um den Wettlauf gegen die Tuberkulose-Bakterien innerhalb der kommenden drei Jahre gewinnen zu können. Dafür sind Organisationen wie die TB Alliance in 118 Ländern tätig, in denen die Krankheit grassiert. Doch noch fehlen der WHO, 1,6 Milliarden Dollar, um das gesteckte Ziel zu erreichen.

Problem-Keime in Krankenhäusern

Trotz der nach wie vor benötigten Gelder, kann vor allem die TB Alliance 13 Jahre nach Gründung erste Früchte ernten: Aktuell haben erstmals seit über vierzig Jahren Pharmaunternehmen wieder neue Antibiotika bei der EMA (European Medicines Agency) in London zur Freigabe eingereicht. "Wir haben die Chance, in den nächsten Jahren bahnbrechende Therapiemöglichkeiten herauszubringen – was die Behandlung kürzer, einfacher und verträglicher machen dürfte", hofft Greeley.

Die Tuberkulose in den Griff zu bekommen, sollte seiner Meinung nach auch ein deutsches Interesse sein. Zwar ist die Zahl der Erkrankungen hierzulande zurückgegangen – derzeit sind etwa 4000 Menschen in Deutschland an der TB erkrankt – allerdings wird die Krankheit aufgrund der neuen Resistenzen aber immer schwieriger zu behandeln.

Weltweit sind von diesen hartnäckigen Erregern 630.000 Menschen betroffen. Neuen Schwung hat die TB hierzulande durch die europäische Öffnung gen Osteuropa erhalten. Vor allem aus Russland, Weißrussland und den baltischen Ländern kommt die Krankheit in die Bundesrepublik. Und gerade hier – so wie in Zentralasien – sind die Zahlen der resistenten Bakterien um ein zehnfaches höher als in anderen Regionen der Welt. Gründe dafür sind, laut einer Analyse der Weltbank aus dem Jahr 2007, ökonomische Faktoren, wie der Anstieg von Arbeitslosigkeit und der Abbau des öffentlichen Gesundheitssystems.

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