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Ökomythen Die schlimmsten grünen Irrtümer

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Gerade beim Bestreben, die Welt zu retten, gilt das ökonomische Grundgesetz: Setze die verfügbaren Mittel so ein, dass sie den größten Nutzen stiften. Soll heißen: Verschwende das Geld nicht mit sinnlosen Aktionen. Gut gemeint, ist nicht schon gut gemacht.

Für den dänischen Wissenschaftler Björn Lomborg lässt sich Hunger mit einer bestimmten Summe Geld weit wirkungsvoller eindämmen, als würde dieser Betrag in die Bekämpfung des Klimawandels gesteckt. Jeder dort investierte Euro verhindert nach seiner Berechnung nur 20 Cent an Schaden. Würde der gleiche Euro jedoch ausgegeben, um unterernährte Menschen mit Zink, Vitaminen und Eisen zu versorgen, entstünde ein Nutzen von 22 Euro: Es würden Leben gerettet und Gesundheitsausgaben eingespart.

Mehr Schaden als Nutzen

Ähnlich groß ist die Diskrepanz in der Frage, welche grüne Energiequelle den CO2-Ausstoß am effizientesten bremst. Die Münchner Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) kommt zu einem klaren Resultat: Bei der Fotovoltaik fallen durchschnittliche Vermeidungskosten von 846 Euro je Tonne CO2 an, bei Windanlagen sind es lediglich 124 Euro.

Wohin Forscher auch schauen, entpuppen sich vermeintliche Gewissheiten als regelrechte Ökomythen: Biorinder, die auf gerodeten Urwaldflächen in Brasilien grasen, schaden der Umwelt weit mehr als Tiere, die im deutschen Stall gemästet werden. Der Grund: Der Regenwald ist ein wichtiger CO2-Speicher.

Strom und Sprit aus Biomasse, so zeigen Studien, führen unter Umständen zu noch mehr Raubbau als die Ausbeutung des Erdöls. Für die jährlich 550.000 Tonnen Palmöl, die Deutschland heute schon für Biosprit-Projekte einkauft, roden Subunternehmer in Ländern wie Indonesien kilometergroße Flächen Regenwald: Die meterdicken Bäume müssen schnell wachsenden Palmölplantagen weichen.

Es ist nicht alles grün, was Öko heißt. Das gilt vor allem für Bioplastik. Er wird von der Plastiktüte aus Erdöl in puncto Umweltverträglichkeit um Längen übertroffen, so eine US-Studie der Universität in Pittsburgh. Das Resümee: „Die Verarbeitung des Bioplastiks und der Anbau der Pflanzen verschlingen ebenfalls viel Energie und benötigen Unmengen an Dünge- und Pflanzenschutzmitteln.“

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