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Österreich Google-Chef Larry Page für Big Brother Award nominiert

Mit den Big Brother Awards zeichnet die Datenschutz-Organisation Privacy International jedes Jahr Unternehmen, Organisationen und Personen aus, die in Sachen Datenschutz negativ aufgefallen sind. Die Negativauszeichnung wurde schon zwölf mal in Deutschland verliehen. Aktuell laufen die Nominierungen in Österreich. Die Nominierten sowie die bekanntesten Preisträger der vergangenen Jahre im Überblick.

Mit der Zusammenlegung der Richtlinien für Google-Dienste ist es möglich geworden, Nutzerprofile über die verschiedenen Dienste hinweg anzulegen. Google-CEO Larry Page wurde deshalb in Österreich für den Big Brother Award nominiert. Weitere Kandidaten für den Preis sind Michael Spindelegger (ÖVP) und die EU-Kommissarin Cecilia Malmström. Quelle: REUTERS
DaimlerDer Stuttgarter Autobauer erhielt die zweifelhafte Würdigung 2011 in der Kategorie „Arbeitswelt“ weil er alle Produktionsmitarbeiter verpflichten wollte, regelmäßig Bluttests abzugeben. Ursprünglich wollte man auch die Verwaltungsmitarbeiter testen lassen; der Plan wurde allerdings wieder auf Eis gelegt. Quelle: REUTERS
FacebookDer Award in der Kategorie „Kommunikation“ ging im Jahr 2011 an Facebook. Die Jury verlieh den Preis für die „gezielte Ausforschung von Menschen und ihrer persönlichen Beziehungen hinter der Fassade eines vorgeblichen geheimen Gratisangebots“. Der Konzern verdiene mit systematischen Datenschutzverstößen Milliarden, meinen die Juroren. Quelle: dpa
AppleEin weiterer Preis ging an Apple für die „Geiselnahme ihrer Kunden mittels teurer Hardware und die darauf folgende Erpressung, den firmeneigenen zweifelhaften Datenschutzbestimmungen zuzustimmen“. Auch den Umgang mit Apple-Kundendaten sieht Privacy International kritisch. Die Datenschützer werfen dem Konzern vor, die Daten an verbundene Unternehmen weiterzuleiten und sie für gezielte Werbung zu verwenden. Quelle: dapd
Ursula von der LeyenAuch Politiker trifft es immer wieder. Im Jahr 2009 erhielt Ursula von der Leyen -damals Familienministerin- den Preis für ihre Pläne, das Internet zu kontrollieren. Mit ihrem Gesetz gegen Kinderpornographie habe sie ein System zur Inhaltskontrolle im Netz vorangetrieben und „das Leid sexuell missbrauchter Kinder“ für ihren Wahlkampf genutzt. Quelle: dpa
Wolfgang SchäubleWolfgang Schäuble wurde sogar für sein Lebenswerk „geehrt“. Er erhielt den Award in der Kategorie „Lifetime“ für den „Umbau des BKA zu einem zentralem FBI“, den er als Innenminister vorangetrieben habe. Die Legalisierung der Online-Durchsuchung von Computern, die Errichtung einer gemeinsamen Anti-Terror-Datei sowie eine gemeinsame Abhörzentrale für Sicherheitsbehörden hält die Jury für preiswürdig. Quelle: dpa
Deutsche TelekomDie Deutsche Telekom bekam die Auszeichnung 2008 in der Kategorie „Arbeitswelt und Kommunikation“, nachdem der Konzern Telefonverbindungsdaten illegal genutzt hatte um Telekom-Aufsichtsräte und Journalisten zu bespitzeln. Die deutsche Telekom gehörte zu den wenigen Preisträgern, die die Ehrung persönlich entgegennahm. Der Datenschutzbeauftragte des Konzerns kam zur Preisverleihung. Quelle: dapd
Deutsche BahnDie Deutsche Bahn erhielt den Big Brother Award 2007 für ihr „systematisches Aushebeln des anonymen Reisens“, wie es in der Laudatio hieß. Ob beim Antrag für die Bahncard, bei der Platzreservierung oder bei der Buchung im Netz - überall müssten persönliche Daten hinterlassen werden, urteilen die Juroren. Quelle: dpa
Peer SteinbrückAls Finanzminister erhielt Peer Steinbrück den Preis 2007 in der Katrogorie „Politik“ für die Einführung der persönlichen Steueridentifikationsnummer (Steuer-ID). Die Juroren sehen darin eine verfassungswidriges Instrument um Personen zu kennzeichnen. Quelle: dapd
Bundesagentur für ArbeitWegen ihrer „inquisitorischen Fragebögen“ im Zusammenhang mit Hartz IV-Anträgen bekam die Bundesagentur für Arbeit 2004 den Award in der Kategorie „Behörden und Verwaltung“. In dem sechzehnseitigen Antragsformular würden hochsensible Daten unzulässig abgefragt, meinte die Jury. Quelle: dpa
LidlDer Vorwurf gegen Lidl wog besonders schwer. Die Discounter-Kette erhielt den Award 2004 für ihren „nahezu sklavenhalterischen Umgang mit Mitarbeitern“, wie die Jury mitteilte. Aus einer Filiale in Tschechien war bekannt geworden, dass den Mitarbeitern verboten worden war, während der Arbeitszeit auf die Toilette zu gehen. In Deutschland stand der Konzern wegen unbezahlter Überstunden, fragwürdiger Kündigungsgründe und geheimer Überwachungskameras in der Kritik. Quelle: dpa-dpaweb
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