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Per Ballon ins Weltall Was die Raumfahrt 2013 plant

Live-Satellitenvideos der Erde, Touristenflüge in die Schwerelosigkeit, Sonden zum Mars: Das Raumfahrt-Jahr 2013 wird spannender denn je.

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50 Jahre Weltraumforschung
La Silla ObservatoriumDie Sterne rotieren während einer Nacht um den südlichen Himmelspol am La Silla-Observatorium der ESO im Norden Chiles. Die diffusen Bereiche auf der rechten Seite des Bildes sind die Magellanschen Wolken, zwei kleinen Begleitgalaxien unserer Milchstraße. Die im Vordergrund sichtbare Kuppel beherbergt das 3,6-Meter-Teleskop mit dem HARPS-Instrument, dass dem zur Zeit erfolgreichsten Exoplanetenjäger der Welt. Das kastenförmige Gebäude unten rechts beherbergt das 0,25-Meter-TAROT-Teleskop, das so konstruiert ist, dass es besonders schnell auf Gammastrahlenausbrüche reagieren kann. Weitere Teleskope auf La Silla sind das 2,2-Meter-MPG/ESO Teleskop und das 3,6-Meter-New Technology Telescope, das erste Teleskop an dem aktive Optik zum Einsatz kam und somit Vorläufer aller modernen Großteleskope. La Silla war das erste Observatorium der ESO und ist nach wie vor eines der führenden Observatorien auf der Südhalbkugel. Quelle: Pressebild
ALMADer ESO-Fotobotschafter Babak Tafreshi hat dieses bemerkenswerte Bild der Antennen des Atacama Large Millimeter/submillimeter Arrays (ALMA) vor der Kulisse der prächtigen Milchstraße aufgenommen. ALMA ist eine internationale Einrichtung, die gemeinsam von Europa, Nordamerika und Ostasien in Zusammenarbeit mit der Republik Chile getragen wird. Bei Entwicklung, Aufbau und Betrieb des Observatoriums ist die ESO zuständig für den europäischen Beitrag, das National Astronomical Observatory of Japan für Ostasien und das National Radio Astronomy Observatory für den nordamerikanischen Beitrag. Das Joint ALMA Observatory übernimmt die übergreifende Projektleitung für den Aufbau, die Inbetriebnahme und den Beobachtungsbetrieb von ALMA. Die Detailfülle in diesem Foto bestätigt die unübertroffenen Beobachtungsbedingungen für die Astronomie auf dem 5000 Meter hohen Chajnantor-Plateau in Chiles Atacama-Region. Die Aufnahme zeigt die Sternbilder Carina (der Schiffskiel) und Vela (das Segel). Die dunklen, schmalen Staubwolken der Milchstraße erstrecken sich von der Mitte links oben zur Mitte rechts unten. Der helle, orangefarbene Stern links oben ist Suhail im Sternbild Vela, der ähnlich orange gefärbte Stern in der oberen Bildmitte ist Avior im Sternbild Carina. Nahe dieser Sterne formen drei blaue Sterne ein „L“: die zwei linken davon gehören zum Segel, der rechte zum Schiffskiel. Genau in der Bildmitte zwischen diesen Sternen leuchtet der rosafarbene Carinanebel (eso1208). Quelle: Pressebild
Die MilchstraßeDie zentralen Bereiche unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße, beobachtet im nahen Infrarot mit dem NACO-Instrument am Very Large Telescope der ESO. Da sie seit mehr als 16 Jahren die Bewegungen der Sterne in unmittelbarer Umgebung verfolgen, konnten Astronomen die Masse des Schwarzen Lochs bestimmen, das sich dort verbirgt. Quelle: Pressebild
 Das Handout der Zeitschrift «NATURE» zeigt eine Illustration eines schwarzen Loches in einem Kugelsternhaufen. Quelle: dpa
PferdekopfnebelDieses Gebilde nennen die Astronomen den Pferdekopfnebel. Die Farbkomposition des Nebels und seiner unmittelbaren Umgebung basiert auf drei Einzelbelichtungen im sichtbaren Licht, die am 1. Februar 2000 mit dem FORS2-Instrument am 8,2-Meter Kueyen-Teleskop auf dem Paranal aufgenommen und dem wissenschaftlichen Archiv des VLTs entnommen wurden. Quelle: Pressebild
WeihnachtsbaumhaufenDiese Farbaufnahme zeigt eine Himmelsregion namens NGC 2264, die die leuchtend blauen Sterne des Weihnachtsbaumhaufens und den Konusnebel enthält. Aufgenommen wurde das Bild durch vier verschiedene Filter (B, V, R und H-alpha) mit dem Wide Field Imager am La Silla Observatorium der ESO in 2400 Metern Höhe. Der abgebildete Nebel hat einen Durchmesser von etwa 30 Lichtjahren. Quelle: Pressebild
OrionnebelAuch diese Großfeldansicht des Orionnebels (Messier 42) entstand in Chile. Das VISTA-Infrarotdurchmusterungsteleskop am Paranal-Observatorium der ESO zeichnete den Nebel auf, der sich in einer Entfernung von 1350 Lichtjahren von der Erde befindet. Mit dem riesigen Gesichtsfeld des neuen Teleskops lässt sich der gesamte Nebel zusammen mit seiner Umgebung in einer einzigen Aufnahme abbilden. Beobachtungen im Infraroten ermöglichen es, auch in die Bereiche des Nebels vorzudringen, die sonst von Staubwolken verdeckt sind, und machen die aktiven, jungen Sterne sichtbar, die sich darin verbergen. Quelle: Pressebild

Ab 2013 können wir uns alle wie Astronauten fühlen. Im Laufe des Jahres nämlich will das kanadische Startup Urthecast zwei Hightech-Webkameras an der Internationalen Raumstation ISS montieren – die dann Videobilder der Erde aus Satellitenperspektive ins Internet senden. Einem aktiven Vulkan auf Indonesien in den Schlund schauen oder dem Nachbarn in den Garten – bald alles kein Problem mehr.

Denn glaubt man den Ankündigungen des Startups, dann wird das neue Angebot so etwas wie ein Google Earth in Bewegtbildern: Auf einem Webportal können Nutzer neueste Videoaufnahmen von großen Teilen der Erde auf einer Karte anwählen und dann anschauen. Sogar Hineinzoomen soll möglich sein, so dass Objekte bis zu einem Meter Durchmesser sichtbar werden.

Zwar landen die Videos mit zwei bis drei Stunden Verzögerung im  Netz, weil die Aufnahmen immer erst zu einer von zehn Bodenstationen gefunkt werden müssen. Doch weltweit wichtige Ereignisse wie Sportevents oder Naturkatastrophen sollen als Video-Aufzeichnung schnell auffindbar sein und sich in sozialen Netzwerken teilen lassen. Und wer mal eben nahezu live über Paris fliegen möchte, kann das bald tun.

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    Die Geschichte der Mars-Missionen

    Uns erwartet ein spannendes Raumfahrtjahr

    Live-Videos aus dem All – das wird nicht die einzige spannende Neuerung aus der Raumfahrt sein, die das kommende Jahr bringt. Auf dem Fahrplan der staatlichen Raumfahrtagenturen und zahlreicher privater Raumfahrtunternehmen stehen dutzende neue Missionen und Testflüge: Sonden, die zum Mars aufbrechen, ein Rover auf dem Mond, Ballons, die Touristen an den Rand des Alls bringen und der Test der größten Rakete der Welt. Es wird ein außergewöhnlich spannendes Raumfahrtjahr.

    Die zwölf Männer auf dem Mond

    Am 15. Februar heißt es aber erst einmal tief Durchatmen, denn die Erde erhält besonderen Besuch aus dem All: Der Asteroid 2012 DA14 wird im Abstand von nur rund 24.000 Kilometern an unserem Planeten vorbeifliegen. Das ist bereits innerhalb des so genannten geostationären Orbits in 35.800 Kilometern Höhe, wo zum Beispiel die Fernsehsatelliten ihre Kreise ziehen. Mit einem Durchmesser von 44 Metern könnte der Brocken beim Aufschlag auf der Erde eine Explosionskraft von 2,4 Megatonnen TNT-Sprengstoff entfalten – rund 150 Mal so viel wie die Atombombe in Hiroshima. Doch Nasa-Wissenschaftler beruhigen: Die Einschlagwahrscheinlich liegt bei null.

    Darum schaut die europäische Raumfahrt 2013 ganz entspannt in die Sterne: Mit der Raumsonde Gaia, die vermutlich im September starten wird, will die Europäische Raumfahrtagentur Esa eine dreidimensionale Karte unserer Galaxie zeichnen. Eine Milliarde Sterne sollen die Instrumente der Sonde erfassen – immerhin ein Prozent der gesamten Sternenzahl in unserem Sternensystem. Es wird nichts weniger als der umfangreichste Zensus der Milchstraße. Zusätzlich kartiert Gaia hunderttausende Planetensysteme, Sterne und Quasare außerhalb unserer Galaxie. Die Daten sollen Aufschluss geben über die Entstehung unserer Galaxie und den Aufbau des Universums.

    Erforschung des Magnetfelds

    Mit drei Satelliten will die Esa mit der Mission

    In die ganz andere Richtung – auf die Erde nämlich – blickt die Esa-Mission Swarm. Drei identische Satelliten wollen die Europäer im April in verschiedene Erdumlaufbahnen aussetzen, von wo aus ihre Instrumente die Stärke, Orientierung und die Veränderung des irdischen Magnetfelds messen sollen, das uns wie ein unsichtbares Schutzschild vor der lebensgefährlichen Strahlung der Sonne abschirmt, dem so genannten Sonnenwind. Die Daten der Mission sollen Aufschluss darüber geben, wie das irdische Magnetfeld entsteht und warum es sich verändert.

    Die US-Weltraumbehörde Nasa wiederum erwartet spannende Neuigkeiten vom Mars, wo der Rover Curiosity sich langsam dem Berg Aeolis Mons in der Mitte des Gale-Kraters nähert. Bisher hat das Gefährt erst wenig mehr als 600 Meter zurückgelegt – der Großteil seiner voraussichtlich 5 bis 20 Kilometer langen Reise steht dem Marsauto also noch bevor. Die spannende Frage: Findet Curiosity Hinweise auf Leben auf dem Mars?

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      Eine ungewöhnlich Auszeit muss die Marsmission Mitte April nehmen: Dann steht der Mars für kurze Zeit von der Erde aus gesehen genau hinter der Sonne und die Funkverbindung ist gestört.

      Curiosity kommt in die Jahre
      März 2017Curiosity hat inzwischen deutliche Abnutzungsspuren. Ein Routine-Check der Reifen im März zeigt, dass es am linken mittleren Reifen zwei Brüche der sogenannten Stege im Profil gibt. Der Rover hat während seiner Reise über den Roten Planeten inzwischen etwa 16 Kilometer zurückgelegt. Curiosity-Projektmanager Jim Erickson sagte, alle sechs Reifen hätten trotz der sichtbaren Schäden noch genug Lebenszeit, um den Rover zu allen geplanten Orten zu bringen. Die regelmäßige Überwachung der Reifen wurde eingeführt, nachdem die Forscher im Jahr 2013 deutlich mehr Dellen und Löcher in den Rädern entdeckt hatten, als erwartet worden war. Tests auf der Erde hatten gezeigt, dass der Bruch von drei Stegen zeigt, dass etwa 60 Prozent der Lebenserwartung des Reifens erreicht sind. Curiosity hat aber bereits deutlich mehr als diesen Anteil an der geplanten Strecke zurückgelegt. Quelle: NASA/JPL-Caltech/MSSS
      US-Präsident Barack Obama verlässt das Weiße Haus - und auch Curiosity verabschiedet sich. Quelle: Screenshot
      Mars: Curiosity untersucht Meteoriten Quelle: NASA, JPL-Caltech, LANL, CNES, IRAP, LPGNantes, CNRS, IAS, MSSS
      September 2016Die Kuppen und herausstehenden Felsen aus Schichtgestein am Mount Sharp entstanden wohl aus von Wind abgelagertem Sand. Sie erinnern stark an Wüstenlandschaften auf der Erde, etwa im Grand Canyon oder dem Monument Valley. Quelle: NASA
      September 2016Der Rover sendet neue Fotos vom Mars: Im Hintergrund der Aufnahme ist der Rand des Gale-Kraters zu sehen, in dem Curiosity seit 2012 aktiv ist. Geologisch ist die Region besonders interessant, da sie die Untersuchung zahlreicher Gesteinsschichten ermöglicht. Der etwa fünf Kilometer hohe Mount Sharp liegt in der Mitte des Gale-Kraters. Quelle: NASA
      Juli 2016Curiosity kann jetzt seine eigenen Ziele für die Laser-Analyse auswählen. Bisher wurden diese von der Erde aus anhand von Fotos ausgewählt. Die Wissenschaftler auf der Erde werden dadurch aber nicht ersetzt: Die neue Funktion soll vor allem dann zum Einsatz kommen, wenn die Nasa-Forscher anderweitig beschäftigt sind. Curiosity sendet auch nicht ständig Bilder, sondern am Ende seiner Wegstrecken. Bisher könnten wichtige Objekte auf Fahrten daher übersehen worden sein. Quelle: NASA
      Curiosity: Mars hatte wahrscheinlich einst eine sauerstoffreiche Atmosphäre Quelle: dpa

      Bald darauf bekommt der Nasa-Rover Gesellschaft: Im November startet die indische Weltraum-Forschungsorganisation ISRO eine 500 Kilogramm schwere Sonde namens Mangalyaan, die den Mars im September 2014 erreichen und dort in eine Umlaufbahn einschwenken soll. Mit sieben verschiedenen Messinstrumenten, darunter einem Methansensor, wird der irdische Späher den Mars und seine Atmosphäre analysieren und vermessen.

      Asiens Aufbruch ins All

      Es soll der Auftakt eines asiatischen Aufbruchs in Alls sein. Allein Indien plant im nächsten Jahr zehn Missionen, vor allem Kommunikations- und Erdbeobachtungssatelliten. China wiederum will nicht nur 20 Satelliten in den Erdorbit katapultieren, sondern in der zweiten Jahreshälfte sogar einen Rover auf den Mond schicken: Mit der Mission Chang’e-3 soll erstmals seit 1976 wieder ein Raumschiff sanft auf der Oberfläche des Erdtrabanten landen.

      In einer Ausbuchtung  der Tiefebene Mare Imbrium mit dem romantischen Namen Regenbogenbucht soll ein Roboterfahrzeug Bodenproben nehmen, sie vor Ort analysieren und Live-Videobilder zur Erde senden. Wenn alles gut läuft, fährt das Mini-Fahrzeug mit einer Nutzlast von 20 Kilogramm drei Monate lang durch den lunaren Basalt. Es ist der Start einer chinesischen Mondoffensive: Irgendwann nach 2025 will China sogar Astronauten auf den Erdtrabanten bringen.

      Besonders markant beim Ausblick auf das kommende Jahr: Der Boom der privaten Raumfahrt. Immer mehr Privatunternehmen drängen mit Großprojekten ins All – allen voran SpaceX, das kalifornische Raumfahrtstartup von Paypal- und Tesla-Gründer Elon Musk. Derzeit sind die Amerikaner das einzige private Unternehmen, das ein Raumschiff ins All fliegen und sicher wieder auf der Erde landen kann. Den ersten kommerziellen Flug bewältige SpaceX im Mai mit seiner Dragon-Kapsel, die 520 Kilogramm Fracht zur Raumstation ISS brachte.

      Im kommenden Jahr wollen die Amerikaner zwei weitere Versorgungsflüge zur ISS starten. Spannender aber wird der Test der neuen Trägerrakete Falcon Heavy. Diese Fortentwicklung der Rakete Falcon 9, die Space X derzeit zum Flug ins All benutzt, soll 53 Tonnen Last in den Erdorbit transportieren können – fast doppelt so viel, wie die inzwischen eingemotteten Space-Shuttles in den Erdorbit schleppten. Damit wäre die 70 Meter hohe Falcon Heavy die stärkste Rakete der Welt. 2013 soll sie vom US-Luftwaffenstützpunkt Vandenberg aus zu ihrem Jungfernflug  aufbrechen.

      Weltraum-Tourismus

      Reise ins All für Jedermann - Das Startup Zero 2 Infinity will Ballonflüge in die Stratosphäre anbieten Quelle: Presse

      Auch Weltraumtouristen können schon mal die Koffer packen – wenn sie genug Geld haben. Denn das spanische Startup Zero 2 Infinity will demnächst Ballonflüge in die Stratosphäre anbieten. Das ganze Vorhaben ähnelt dem jüngsten Rekordflug von Felix Baumgartner, soll aber bei weitem nicht so lebensgefährlich sein: In einer runden, vier Meter breiten Kapsel, die an einem riesigen Heliumballon baumelt, steigen vier Passagiere, begleitet von zwei Piloten, mehrere Stunden lang immer weiter in die Höhe, bis sie 36 Kilometer über der Erde schweben – fast genauso hoch wie Felix Baumgartner bei seinem Rekordsprung mit dem Fallschirm.

      Offiziell beginnt der Weltraum zwar erst bei 100 Kilometern, doch die Aussicht dürfte auch aus dem Ballon schon einzigartig sein: Durch ein riesiges Fenster schauen die Passagiere auf die Erde hinab, sehen das dünne blaue Band der Atmosphäre und den gebogenen Horizont. Zwei Stunden lang fahren die Touristen mit dem Ballon durch die Stratosphäre und überblicken ein Gebiet, das 1400 Kilometer weit ist – das entspricht der Distanz von Paris nach Rom.

      Dann beginnt der Abstieg – und der ist nicht minder spektakulär als der Aufstieg: Die gesamte Kapsel koppelt sich vom Ballon ab und fällt frei hinab. Bis zu 25 Sekunden lang schweben die Passagiere schwerelos durch die Kapsel. Dann öffnet sich ein riesiger Fallschirm, und die Stratosphären-Fähre segelt langsam hinab. Nach einer halbe Stunde erreicht sie den Erdboden, Airbags unter der Kapsel dämpfen die Landung ab.

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        Raumfahrt für jedermann
        All-Tours Quelle: PR
        SXC Quelle: PR
        Virgin Galactic Quelle: PR
        Orbital Technologies Quelle: PR
        Armadillo Aerospace Quelle: PR
        Bigelow Aerospace Quelle: PR
        Blue Origin Quelle: PR

        Einmal Richtung Weltall, bitte

        Im November stieg ein Prototyp schon auf 32 Kilometer Höhe. Ende 2013 will Zero 2 Infinity den ersten Menschen in die Stratosphäre steigen lassen. Dann wird sich zeigen, wie komfortabel der überirdische Ballonflug sein wird. Im Jahr 2014 sollen die ersten Touristen mitfliegen. Flugpreis pro Person:  110.000 Euro, Reservierungen werden bereits angenommen.

        Auch Virgin Galactic, das private Raumfahrtstartup des Unternehmers Richard Branson, will die ersten Touristen im Jahr 2014 hoch hinaus bringen, und zwar sogar auf 120 Kilometer Höhe. Sein Raumgleiter SpaceShipTwo wird dazu in 2013 weitere Tests durchführen. Mehr als 500 Interessenten haben einen Platz reserviert. Geplanter Ticketpreis: Mehr als 100.000 Dollar.

        Forschung



        Wer preiswerter in die Schwerelosigkeit will, sollte nach Bordeaux in Frankreich reisen: Das Nationale Zentrum für Weltraumstudien CNES bietet dort im kommenden Jahr drei Mal jeweils 40 Interessierten die Gelegenheit, mit einem A300 an einem Parabelflug teilzunehmen. Dabei steigt der Flieger zuerst steil in die Luft, um dann ebenso steil hinab zu fliegen – wobei die Passagiere schwerelos sind wie Astronauten im All. Für 5.980 Euro pro Kopf können die Teilnehmer 15 Parabelflüge hintereinander absolvieren und insgesamt 5 Minuten in der Schwerelosigkeit verbringen.

        Es war wirklich nie leichter, sich als Astronaut zu fühlen, als im Jahr 2013. Sofern der Magen das mitmacht.

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