Perseiden Supermond verdirbt Aussicht auf Sternschnuppen-Regen

Am Wochenende brachte der Supermond viele Menschen zum Staunen, in der Nacht zum Mittwoch ist mit zahlreichen Sternschnuppen zu rechnen. Was gerade am Himmel los ist.

Ein Bild vom 11. August zeigt eindrucksvoll den Supermond auf Teneriffa - fast scheint er auf die Erde zu stürzen. Quelle: dpa

Am vergangenen Wochenende war der Mond der Erde besonders nah und beeindruckte als sogenannter „Supermond“. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch werden unzählige Sternschnuppen am Himmel zu sehen sein. Warum erscheinen die Himmelphänomene gerade jetzt und wo liegen ihre Ursachen?

In diesem Jahr wird der Mond der Erde dreimal in seiner elliptischen Laufbahn besonders nahe kommen, dieses Phänomen nennt sich Perigäum. Der Abstand zwischen Mond und Erde schwankt zwischen 356.000 und 406.000 Kilometern. Während der Supermond normalerweise nur alle 13 Monate auftritt, sind es in diesem Jahr gleich drei Termine: am 12. Juli, 10. August und 9. September. Der Mond wirkt bis zu 16 Prozent größer und 30 Prozent heller, wenn er sich im Perigäum befindet.

Perseiden-Meteore sind am 28. Juli am Himmel über Spanien zu sehen. Quelle: AP

Die sogenannten Perseiden, ein jedes Jahr im August wiederkehrender Meteorstrom, werden in der Nacht auf Mittwoch für ein deutliches Maximum an Sternschnuppen sorgen. In diesem Jahr wird der Supermond diesem eindrucksvollen Schauspiel leider einen Dämpfer verpassen: Die Helligkeit des Mondes sorgt dafür, dass nur die hellsten Sternschnuppen mit dem bloßen Auge erkennbar sind. „Die Perseiden werden nicht in voller Schönheit zu sehen sein“, sagt Sabine Frank vom Sternenpark Rhön.

Der sommerliche Schwarm von Meteoren hat seinen Namen vom Sternbild Perseus, dort liegt der Ausgangspunkt der Perseiden-Meteore. Die Teilchen wurden vom Kometen Swift-Tuttle auf seiner Bahn durch das All hinterlassen. Die Erde kreuzt diese Bahn jedes Jahr aufs Neue. Dann dringen Teilchen davon in die Atmosphäre ein und verglühen als mehr oder weniger helle Meteore. Bei guter Sicht können bis zu 100 Meteore in der Stunde beobachtet werden, in diesem Jahr werden es deutlich weniger sein.

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Die Sternschnuppen heißen im Volksmund auch „Laurentiustränen“, weil sie um den Gedenktag des Heiligen am 10. August besonders oft zu sehen sind. Die kleinen Lichtblitze galten als die Tränen des Himmels über das Martyrium des Laurentius. Er soll am 10. August 258 auf Befehl des römischen Kaisers Valerian auf glühendem Rost zu Tode gefoltert worden sein.

Der beste Beobachtungszeitraum liegt in der Nacht zu Mittwoch zwischen zwei und vier Uhr. In diesem Jahr wird das Maximum am 13. August gegen 3:37 Uhr erwartet. Wer sichergehen will, dass er möglichst viele Sternschnuppen zu sehen bekommt, der sollte sich einen Beobachtungspunkt mit möglichst wenig Umgebungslicht aussuchen: Künstliches Licht erschwert die Sichtung des Himmelsphänomens.

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