WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Private Raumfahrt sucht ihren Weg Sponsoren für den Markt mit dem Mond gesucht

Seite 3/4

Das Potential auf dem Mond

Raumfahrt für jedermann
All-Tours Quelle: PR
SXC Quelle: PR
Virgin Galactic Quelle: PR
Orbital Technologies Quelle: PR
Armadillo Aerospace Quelle: PR
Bigelow Aerospace Quelle: PR
Blue Origin Quelle: PR

Einerseits ließe sich der Mond, da er mit über 356.000 Kilometern verhältnismäßig nah an der Erde liegt, als Basisstation für weitere Expeditionen ins All nutzen. Andererseits könnte sich das All als interessante Forschungsregion für biochemische Unternehmen entpuppen. Denn um die Struktur von biologischen Makromolekülen wie Proteinen oder Nukleinsäuren mittels Röntgenstrahlen zu analysieren, benötigt man große und möglichst perfekt gewachsene Kristalle dieser Substanzen. Die Schwerkraft verhindert Wachstum solcher Kristalle. Experimente in Schwerelosigkeit sind daher ein probates Mittel, um besonders reine und große Kristalle zu züchten. Würden die Kosten für die Kosten für den Transport im All sinken, könnte sich der Flug zum Mond für Unternehmen also lohnen. Bisher liegen die Kosten pro Kilogramm bei etwa 10.000 US-Dollar.

Wettlauf um Rohstoffe
Neue Fusionswelle
Eisen: 1.475.000.000 Tonnen/Jahr
Aluminium: 22.500.000 Tonnen
Kupfer: 14.850.000 Tonnen
Zink: 10.250.000 Tonnen
Nickel: 1.470.000 Tonnen
Gold: 2470 Tonnen

Desweiteren testet die Nasa bereits das Internet im All über das sogenannte DTN-Netz, ein unterbrechungstolerantes Netzwerk. Der Ausbau der Netzknoten ermöglicht eine völlig neue Weltraumkommunikation. Ein Interplanetarisches Internet nannte es bereits 2008 der Nasa-Netzarchitekt Adrian Hooke. An dem Netzausbau beteiligt zu sein, ist letztlich für alle großen Player der Kommunikationsbranche interessant. Immerhin war es ausgerechnet der Internetkonzern Google, der den Lunar X-Wettbewerb ausgeschrieben und damit der Raumfahrt neuen Innovationsschwung verliehen hat.

Rohstoffabbau im All
Auch Überlegungen über den möglichen Abbau von Rohstoffen wie Aluminium, Eisen und Seltene auf dem Mond werden regelmäßig laut - wie zuletzt auf dem Mitglieder-Treffen der Internationalen Raumstation. Insbesondere private Initiativen werden hier seitens der Wissenschaft aufgerufen sich an einer Minenproduktion auf dem Mond zu beteiligen. Vor allem die Wissenschaft hofft auf die Ressource Helium-3, die eine bemannte Mars-Mission möglich machen könnte.

Die Technik des Marsrovers "Curiosity"

Im Rahmen des Treffens wurde betont, dass der Anstoß für einen zukünftigen Ressourcen-Abbau auf dem Mond aus der Privatindustrie kommen müsse. Den meisten Staatsregierungen seien im Zuge der Finanzkrise die Hände gebunden. In den drittgrößten Finanzmarkt der Welt fließen seitens der Staaten keine weiteren Gelder. Im Gegenteil, allein die NASA hat in den vergangenen Jahren unter harten Sparmaßnahmen und Jobreduzierungen gelitten.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%