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Private Raumfahrt sucht ihren Weg Sponsoren für den Markt mit dem Mond gesucht

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Private Raumfahrt ist flexibler

Diesen Roboter wollen die Part-Time Scientists auf den Mond schicken. Quelle: Presse


Bei der Entwicklung des Roboters haben die Wissenschaftler auf andere Technik gesetzt, als sie zum Beispiel bei den Mars-Rovern “Curiosity”, “Opportunity” und “Spirit” zum Einsatz kommt. Die bestehenden Missionen setzen auf für das Militär beziehungsweise das Weltall gehärtete CPU-Chips, Böhme und sein Team verwenden neuartige FPGA-Chips. “Der FPGA-Chip kann vielseitiger eingesetzt werden”, erklärt Böhme. “Er kann auf dem Mond Aufgaben erledigen, die sonst von der Erde aus übernommen werden müssen.”

Schneller unterwegs

Konkret lässt sich der Chip so programmieren, dass nach der Landung lediglich Zielpunkte auf einem Kamerabild angegeben werden müssen, der Roboter sucht sich dann selbständig seinen sicheren Weg durch komplett unbekanntes Gelände. Diese Technik zur Umgebungswahrnehmung ist nötig, weil eine direkte Fernsteuerung von Robotern aufgrund der langen Signallaufzeiten von 1,7 Sekunden vom Mond zur Erde nicht nur umständlich und kostspielig, sondern auch sehr langsam ist. Die Gefahr für den Rover stecken zu bleiben, ist zu hoch.

Astronomen entdecken aktives schwarzes Loch
erwachendes Schwarzes Loch in der Polarring-Galaxie NGC 660 Quelle: dpa
Bereits Ende Februar 2015 hatten Astronomen ein monströses Schwarzes Loch mit der Masse von zwölf Milliarden Sonnen entdeckt. Das Massemonster sitzt im Herz einer aktiven Galaxie, die so hell leuchtet wie 420 Billionen (420.000.000.000.000) Sonnen. Dieser sogenannte Quasar strahlt quer durch fast das gesamte sichtbare Universum zu uns, wie das internationale Team um Xue-Bing Wu von der Universität Peking im britischen Fachblatt "Nature" berichtet. Der Quasar ist nach den Messungen 12,8 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt - sein Licht war also 12,8 Milliarden Jahre zu uns unterwegs. Damit sehen die Astronomen dieses Himmelsobjekt in einer fernen Vergangenheit, als das Universum erst 900 Millionen Jahre alt war. Damals endete in etwa das sogenannte Dunkle Zeitalter mit dem Aufflammen der ersten Sterne. Unklar ist, wie in der vergleichsweise kurzen Zeit vom Urknall bis zu dieser kosmischen Dämmerung ein so massereiches Schwarzes Loch entstehen konnte. Quelle: dpa
 Das Handout der Zeitschrift «NATURE» zeigt eine Illustration eines schwarzen Loches in einem Kugelsternhaufen. Quelle: dpa
Ein vom US-Weltraumteleskop «Wise» zusammengesetzes Bild des Himmels zeigt neu entdeckte Galaxen markiert als lila Punkte. Quelle: dpa
Eine Illustration zeigt die Vorstellung eines Künstlers vom Quasar 3C 279 Quelle: dpa
Shown above is an artist's concept of matter swirling into a supermassive black hole. Quelle: REUTERS
A supermassive black hole at the heart of the Milky Way Quelle: REUTERS

“Der FPGA-Chip ist besonders robust. Er verfügt trotz der 500 Mal stärkeren Strahlung auf dem Mond über eine deutlich höhere Rechenleistung und damit viel schnellere Reaktionen des Fahrzeuges”, erklärt Robert Böhme. Dass dieser Chip von der Nasa noch nicht eingesetzt werden konnte, erklären die Wissenschaftler so: Die staatliche Raumfahrt setzt gewisse Sicherheitsstandards fest, die gleichermaßen für Mensch und Maschine gelten. Dadurch entstehen hohe Kosten und Beschränkungen im Einsatz von Material. Auch Eventualitäten wie eine längere Missionsdauer müssen mit eingeplant werden.

Über 50 Partner beteiligen sich
“Wir sind nicht weniger vorsichtig, aber in unserer Gestaltung freier. So können wir deutlich kostengünstiger entwickeln”, sagt Mario Kulczynski, der bei Part Time Scientist für rechtliche Fragen und Finanzen zuständig ist. Dabei profitiere man gleichzeitig von jeder Menge Fachwissen. Einrichtungen wie die Technische Universität Hamburg-Harburg, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und die Technische Universität Berlin sind nur drei der insgesamt 50 Partner, die an der privaten Mond-Expedition beteiligt sind.

“Wir werden vor allem mit Know-How und Materialien unterstützt”, sagt Robert Böhme. Hinzu käme die Kompetenz etlicher Ingenieure aus der freien Wirtschaft. “Viele Ingenieure haben nach dem Ende des Space-Shuttle-Programms einen neuen Job in der Industrie gefunden und ihr Wissen dort eingebracht. Aus diesen Erkenntnissen können wir eine Menge herausziehen”, so Kulczynski.

Die Reise zum Mond ist nicht nur für Google-Fotos interessant. Inzwischen gibt es diverse Ideen, wie der Mond wirtschaftlich genutzt werden könnte.

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