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Bezahlbare Einsteigerdrucker für Privatkunden

Kunst am Bauch

All das spricht sich herum. Und so summiert sich das weltweite Geschäft mit 3-D-Druckern, Verbrauchsmaterial und Dienstleistungen im vergangenen Jahr auf rund 1,3 Milliarden Dollar. „Das ist ein Plus von knapp 25 Prozent im Jahresvergleich“, sagt Terry Wohlers, Chef des auf additive Fertigung spezialisierten US-Marktforschers Wohlers Associates. 2020 soll das Marktvolumen bereits 5,2 Milliarden Dollar erreichen.

Und das ist noch zurückhaltend geschätzt. Zumal die Profidrucker immer leistungsstärker werden.

Drucker für zu Hause

Unternehmen etwa können mit ihren High-End-Maschinen dank neuer Hochleistungslaser immer größere und komplexere Bauteile schneller fertigen. Zudem übertreffen „per Laserstrahl in Form geschmolzene Metallwerkstücke in Härte und Robustheit vielfach schon Teile, die traditionell gegossen und gefräst wurden“, sagt Claus Emmelmann. Der Spezialist für Laser- und Anlagensystemtechnik an der Technischen Universität Hamburg-Harburg leitet zugleich das Laser Zentrum Nord in Hamburg.

Gleichzeitig werden Einsteigerdrucker erstmals auf breiter Front für Selbstständige oder Privatkunden bezahlbar. Die Geräte bauen mit einer Druckdüse schichtweise Gegenstände aus geschmolzenem Kunststoff auf. Der Designjet 3D von Hewlett-Packard etwa kostet nur noch knapp 15 000 Euro. Das semiprofessionelle Gerät druckt von der Buchstütze über Obstschalen bis zum Türgriff alle Arten von Gegenständen, die nicht größer sind als ein Schuhkarton.

Für Hobbydesigner

Noch billiger sind die Geräte von Anbietern wie MakerBot Industries oder Bits from Bytes: Ihre Kunststoffdrucker für den Hausgebrauch sind bereits ab 1000 Euro zu haben. Der neue Printrbot soll sogar nur noch rund 500 Euro kosten, wenn er im Februar auf den Markt kommt.

Und selbst die Designsoftware für Einsteiger ist inzwischen kaum mehr schwerer zu bedienen als ein besseres Bildbearbeitungsprogramm. Damit können auch technische Laien Ohrringe, Kerzenständer oder einen Nachbau des abgebrochenen Kleiderhakens entwerfen und als Plastikbauteil selbst ausdrucken.

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