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Raumfahrt-Manager Reiter Europäer landen vor 2030 auf dem Mond

Exklusiv
Thomas Reiter bei seinem Außeneinsatz an der ISS am 07. August 2006. Quelle: NASA

In den nächsten zehn Jahren werden Astronauten aus Europa zum Mond fliegen. Davon geht Thomas Reiter von der Europäischen Weltraumorganisation Esa aus, die den Antrieb für das Nasa-Raumschiff Orion liefert.

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50 Jahre nach der Apollo-11-Mission rechnen sich führende europäische Raumfahrtmanager gute Chancen aus, dass bald auch Europäer zum Mond fliegen. „Ich bin überzeugt, dass in der zweiten Hälfte der 2020er Jahre eine europäische Astronautin oder ein Astronaut den Mond betritt“, sagte Thomas Reiter, Koordinator internationale Agenturen und Berater des Generaldirektors bei der Europäischen Weltraumorganisation Esa, der WirtschaftsWoche. Die Europäer könnten dazu in einem Raumschiff der USA mitfliegen, die für 2024 erstmals wieder eine bemannte Mondlandung vorbereiten. „Bei der ersten Nasa-Mondmission werden wir wahrscheinlich nicht dabei sein“, sagte Reiter, „aber vielleicht bei einer der folgenden.“

Die Esa ist am Nasa-Mondprogramm Artemis beteiligt: Sie baut das Antriebs- und Versorgungsmodul für das Raumschiff Orion, mit dem die US-Astronauten ins All fliegen sollen. „Ich wüsste keinen anderen Fall, in dem die Nasa sich so stark auf einen nicht-amerikanischen Partner verlassen hat“, sagte Reiter. Der Bau eines solchen Systems sei eine wichtige Erfahrung. „Und schließlich geht es auch darum, auf diese Weise Mitfluggelegenheiten zum Mond für europäische Astronauten und Astronautinnen sicherzustellen.“

Auch für das Lunar Gateway, einer geplanten Raumstation in der Nähe des Mondes, will die Esa Komponenten liefern.

Auf dem Mond sollen Astronauten künftig unter anderem nach Ressourcen wie Wasser suchen, das sich in Raketentreibstoff verwandeln lässt. „Ich hätte in meiner Zeit als Astronaut einiges dafür gegeben, eine solche Mission zu unternehmen“, sagte Reiter, der zur russischen Raumstation Mir und zur Internationalen Raumstation ISS geflogen ist. „Ich war elf, als ich die erste Mondlandung im Fernsehen sah. Seitdem fasziniert mich der Gedanke, mit eigenen Füßen auf der Oberfläche eines anderen Himmelskörpers zu stehen. Wenn ich mir das vorstelle, bekomme ich heute noch Gänsehaut.“

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