Raumkapsel Orion soll 2017 in Richtung Mond aufbrechen

Erst vor kurzem haben die USA bekanntgegeben, wieder Astronauten ins All schicken zu wollen. Bis zum Mars soll die Raumkapsel Orion eines Tages fliegen – mit europäischer Unterstützung?

Die Raumkapsel

Die Raumkapsel Orion der US-Raumfahrtbehörde Nasa soll in den Jahren 2017 und 2018 unbemannt um den Mond und zurück fliegen. Ein wesentliches Bauteil für Orion wird bis dahin in Europa entwickelt, wie das Deutsche Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR) am Montag mitteilte.

Die Europäische Weltraumorganisation (Esa) hat das Raumfahrtunternehmen Airbus Defence & Space beauftragt ein sogenanntes Service-Modul zu entwickeln und zu bauen.

Das Mehrzweck-Modul soll Orion unter anderem antreiben und mit etwa Sauerstoff, Wasser und Energie versorgen. Der Vertrag über 390 Millionen Euro ist am Montag in Berlin unterzeichnet worden.

Auf dem Mars wiegen wir nur die Hälfte
Viele Menschen werden sich freuen: Auf dem Mars reduziert sich das Gewicht - wiegt also jemand 75 Kilo auf der Erde, so ist er auf dem Mars mit 28 Kilo ein Fliegengewicht. Quelle: Reuters
Aufgrund seiner Beschaffenheit würde der Saturn auf dem Wasser schwimmen. Er ist ein Gasplanet und besteht zu 96 Prozent aus Wasserstoff, deshalb weist er auch die geringste mittlere Dichte auf. Der Saturn war schon vor der Erfindung des Fernrohrs bekannt, weil er als äußerster Planet mit dem Auge problemlos zu erkennen ist. Quelle:
Die Mondlandung war ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer für die Menschheit: Insgesamt waren Astronauten bislang 300 Stunden auf dem Mond. Quelle: dpa
Der höchste Berg auf der Erde ist zweifelsohne der Mount Everest mit 8848 Metern. Er wird allerdings vom Olympus Mons auf dem Mars überragt, der 26 Kilometer zählt. Quelle: dapd
Angeblich soll es mehr Sterne geben als Sandkörner auf der Erde: Ein australischer Astronom geht davon aus, dass es etwa 70 Tausend Millionen Millionen Millionen Sterne gibt - und da sind nur die "gezählt", die mit modernen Teleskopen erkennbar sind. Quelle: dpa/dpaweb
Bis auf Merkur und Mars haben alle Planeten in unserem Sonnensystem Monde: Mit 67 Monden hat der Jupiter die meisten. Es folgt der Saturn mit 62 Monden. Quelle: REUTERS
Die Entfernung zwischen Mond und Erde beträgt 384.400 km: Das wird allerdings jedes Jahr ein bisschen mehr. Durchschnittlich in 27 Tagen und sieben Stunden umkreist der Mond die Erde. Quelle: dpa
Während Stürme auf der Erde nur wenige Tage in der Atmosphäre überleben, existieren sie auf Jupiter über Jahrzehnte. Quelle: dpa Report
Weil ein voll ausgestatteter Raumanzug laut der US-Weltraumbehörde Nasa immer auch ein "Ein-Personen-Raumschiff" ist, sind die Kosten dementsprechend hoch: Bis zu elf Millionen Dollar soll die voller Technik steckende Kleidung kosten. Quelle: dpa/dpaweb
Eine Jahreszeit auf dem Uranus dauert 20 Jahre - Veränderungen gehen also nur ganz langsam vor sich. Dementsprechend lange halten sich beispielsweise auch Stürme. Quelle: dpa

Orion gilt als Prestigeobjekt der US-Raumfahrtbehörde Nasa: Bemannte Missionen zum Mond, zu Asteroiden und bis zum Mars sind vorgesehen. Diese sollen den Angaben zufolge jedoch nicht vor 2020 stattfinden.

Zum ersten Mal würden die USA damit systemkritische Elemente eines Raumschiffes aus Europa beziehen, betonte die Koordinatorin der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt, Brigitte Zypries. Es sei nun nicht mehr die Frage, ob der Mensch den Mars betreten wird, sondern wann, sagte Esa-Programmdirektor Rolf Densing vom DLR.

Zwei Unfälle in nur wenigen Tagen

„Mein Wunsch wäre ein europäischer Astronaut an Bord von Orion“, sagte der Esa-Direktor für bemannte Raumfahrt und Missionsbetrieb, Thomas Reiter. Mit dem Bau des Moduls wolle man die Weichen stellen. Eine Zusammenarbeit von Nasa und Esa im Rahmen der Internationalen Raumstation ISS wurde 2012 beschlossen, sie läuft vorerst bis 2020.

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Das Orion-Modul wird auf Grundlage der ISS-Versorgungsfahrzeuge entwickelt. Dafür gibt es laut Ritter einen „ambitionierten Zeitplan“. Die Raumkapsel selbst wird nach Angaben von Airbus Defence & Space von dem US-Unternehmen Lockheed Martin Space Systems für vier oder mehr Astronauten entwickelt.

Die USA hatten vor kurzem angekündigt, wieder selbst Astronauten ins All zu schießen. Ihre eigenes Shuttle-Flotte wurde 2011 unter anderem wegen der Kosten stillgelegt, US-Astronauten nutzten stattdessen russische Sojus-Kapseln. Weitere Nasa-Vorhaben wurden privatisiert. Trotz zweier Unfälle innerhalb weniger Tage vertraut US-Präsident Barack Obama der unterstützenden privaten Raumfahrt, wie sein Sprecher Anfang November sagte.

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