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Robotertechnologie Japans Roboter verlassen die Labore

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Noch zu teuer für Privatanwender

Die Stars unter den Maschinenwesen
Der Sensible Quelle: Massachusetts Institute of Technology (MIT)
Mondspinne Quelle: dpa
Helfer fürs Heim Quelle: AP
Eiserne Hand Quelle: DLR
Genossin Frida
Nächste Stufe Quelle: Honda
Flinker Putzer Quelle: dapd


Das Resultat ist ein recht freundliches Wesen, das sich je nach Aufgabe ducken oder lang machen kann. Der Körper ist im kleinsten Zustand 83 Zentimeter hoch. Ausgefahren wächst der Roboter auf 133 Zentimeter. Mit ausgestrecktem Arm kann er mit seinem zweifingerigen Greifer sogar noch Gegenstände in ungefähr 160 Zentimeter Höhe erreichen.

Sein Griff ist kräftig genug, um bis zu 1,2 Kilogramm schwere Dinge zu heben. Unebenheiten dürfte das Wesen allerdings schwerlich überwinden können, bewegt er sich doch nicht auf Beinen, sondern Rollen. Befehligt wird er mit Sprachsteuerung oder Touchscreen-Bedienung.

Die Konzentration der japanischen Roboterhersteller auf Pflegeroboter ist kein Zufall. Die Unternehmen vermuten in der Krankenpflege für den Anfang des Roboterzeitalters noch das größte Marktpotenzial. Die hochtechnisierten Geschöpfe sind noch sehr spezialisiert und so teuer, dass sie Privatanwendern kaum genug Nutzen für den Kaufpreis liefern.

In Pflegeeinrichtungen hingegen, wo die Geräte rund um die Uhr zum Einsatz kommen können und die Roboter die Effizienz des Pflegepersonals erhöhen (sprich die Lohnkosten senken) können, lohnt sich der Einsatz teilweise schon heute.

Der Elektronikkonzern Panasonic beispielsweise verkauft schon seit Jahren Medizindosierroboter. Ab kommendem Jahr könnte sich das Portfolio allerdings drastisch erweitern. „Wir übertragen immer mehr Roboter vom Labor in die Konzernsparte für Pflegeprodukte“, erzählt Shoichi Kobayashi, Leiter der Roboterplanung bei Panasonic im Labor in Osaka.

Der Kommunikationsroboter Hospi wird seit diesem Sommer von der Fabrik zur Massenproduktionsreife entwickelt. Ein Roboterbett, das sich selbstständig in einen Rollstuhl verwandeln kann, um bettlägerigen Patienten mehr eigenständige Mobilität zu ermöglichen, folgt im Herbst.

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