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Rohstoffe Platin aus dem Weltraum

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Raumfahrt für jedermann
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Der Gedanke, die Bodenschätze der Asteroiden zu nutzen, nicht neu. Der Astronom und Asteroiden-Experte, Guy Consolmagno, ist von der außerirdischen Gewinnung von Erzen und Gold fest überzeugt. Bereits vor vier Jahren verwies er auf Vor- und Nachteile von Weltraumbergwerken. Einerseits verschwände die Industrie - und damit all ihre Schadstoffe - im wahrsten Sinne des Wortes von der Erdoberfläche. Andererseits sei Arbeitslosigkeit innerhalb des Bergbausektors die Folge. Auch andere Experten sind sich sicher, dass die Rohstoffzukunft im Weltall liegt. Auf unserem Planeten sind viele Bodenschätze nur noch schwer erreichbar, während sie im All nur von der Oberfläche der Asteroiden gekratzt werden müssen. Das beweisen unter anderem die Funde der japanischen Sonde Hayabusa, die im Jahr 2005 Proben vom Asteroiden Itokawa mit zur Erde brachte - dort fand sich Seltene Erden und verschiedene Erze direkt auf der Oberfläche.

Planetary Resources ist außerdem auf Wasser aus - um daraus Wasserstoff und Sauerstoff zu gewinnen als Treibstoff und Atemluft für lange Reisen tief ins All. „Ein Asteroid kann unglaublich wertvoll sein, wenn man den richtigen findet“, sagte Anderson. Was sich nach Science Fiction anhört, ist nach Angaben der Firma durchaus machbar. „Wir müssen die Kosten drastisch senken“, sagte Ex-Nasa-Mann Chris Lewicki, der das Projekt technisch leitet. Laut Studien der NASA könnten Asteroiden mit Roboter-Raumschiffen aus der Umlaufbahn der Sonne in die deutlich näher gelegene und deutlich kühlere Mond-Umlaufbahn befördert werden. Der interstellare Abschleppdienst kostet laut deren Berechnungen 2,6 Milliarden Dollar - also rund 2,2 Milliarden Euro. Lewicki war früher an einer Mars-Mission der NASA beteiligt und leitet nun bei Planetary Resources ein Team von zwei Dutzend Ingenieuren. Weitere sollen hinzukommen.

Während die staatlichen Weltraum-Programme in den USA und Russland mit Sparmaßnahmen klarkommen müssen, hatten in den vergangenen Jahren wohlhabende Unternehmer private Projekte vorangetrieben. Google-Verwaltungsratschef und Geldgeber Schmidt verglich nun Planetary Resources mit der Eroberung des Wilden Westens - und hob in einer Erklärung hervor, wie wichtig es sei, neue Rohstoffquellen zum Nutzen der Menschheit zu erschließen. „Es gibt eine gute Möglichkeit, dass wir scheitern“, warnte jedoch Mitgründer Anderson. „Klar hoffen wir darauf, Geld zu verdienen. Wenn das erfolgreich ist, verdienen wir viel Geld.“




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