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Roter Planet Forscher finden Super-Vulkane auf dem Mars

Weltraumforscher haben auf dem Mars uralte, gigantische Vulkane entdeckt. Sie könnten einst die Oberfläche unseres Nachbarplaneten geprägt haben.

Ein wenig fühlt man sich bei dieser Aufnahme der Mars-Oberfläche an den Grand Canyon erinnert. Es zeigt einen der Supervulkane. Quelle: dpa

Planetenforscher haben auf dem Mars mehrere erloschene Supervulkane aufgespürt. Die Entdeckung ändere das Bild von frühem Vulkanismus und der Klimaentwicklung auf dem Roten Planeten grundlegend, schreiben Joseph Michalski vom Londoner Natural History Museum und Jacob Bleacher von der US-Raumfahrtbehörde Nasa im britischen Fachjournal „Nature“.

Der damals noch junge Mars ist nach Annahmen der Wissenschaftler vor mehreren Milliarden Jahren von gewaltigen vulkanischen Explosionen erschüttert worden, die gigantische Mengen Gestein und Gas auf dem Roten Planeten verteilt haben. Damit ließen sich etwa die bislang rätselhaften Hochlandformationen in der Region Arabia Terra erklären, wo sich die Überreste der uralten Supervulkane befinden.

Curiosity kommt in die Jahre
März 2017Curiosity hat inzwischen deutliche Abnutzungsspuren. Ein Routine-Check der Reifen im März zeigt, dass es am linken mittleren Reifen zwei Brüche der sogenannten Stege im Profil gibt. Der Rover hat während seiner Reise über den Roten Planeten inzwischen etwa 16 Kilometer zurückgelegt. Curiosity-Projektmanager Jim Erickson sagte, alle sechs Reifen hätten trotz der sichtbaren Schäden noch genug Lebenszeit, um den Rover zu allen geplanten Orten zu bringen. Die regelmäßige Überwachung der Reifen wurde eingeführt, nachdem die Forscher im Jahr 2013 deutlich mehr Dellen und Löcher in den Rädern entdeckt hatten, als erwartet worden war. Tests auf der Erde hatten gezeigt, dass der Bruch von drei Stegen zeigt, dass etwa 60 Prozent der Lebenserwartung des Reifens erreicht sind. Curiosity hat aber bereits deutlich mehr als diesen Anteil an der geplanten Strecke zurückgelegt. Quelle: NASA/JPL-Caltech/MSSS
US-Präsident Barack Obama verlässt das Weiße Haus - und auch Curiosity verabschiedet sich. Quelle: Screenshot
Mars: Curiosity untersucht Meteoriten Quelle: NASA, JPL-Caltech, LANL, CNES, IRAP, LPGNantes, CNRS, IAS, MSSS
September 2016Die Kuppen und herausstehenden Felsen aus Schichtgestein am Mount Sharp entstanden wohl aus von Wind abgelagertem Sand. Sie erinnern stark an Wüstenlandschaften auf der Erde, etwa im Grand Canyon oder dem Monument Valley. Quelle: NASA
September 2016Der Rover sendet neue Fotos vom Mars: Im Hintergrund der Aufnahme ist der Rand des Gale-Kraters zu sehen, in dem Curiosity seit 2012 aktiv ist. Geologisch ist die Region besonders interessant, da sie die Untersuchung zahlreicher Gesteinsschichten ermöglicht. Der etwa fünf Kilometer hohe Mount Sharp liegt in der Mitte des Gale-Kraters. Quelle: NASA
Juli 2016Curiosity kann jetzt seine eigenen Ziele für die Laser-Analyse auswählen. Bisher wurden diese von der Erde aus anhand von Fotos ausgewählt. Die Wissenschaftler auf der Erde werden dadurch aber nicht ersetzt: Die neue Funktion soll vor allem dann zum Einsatz kommen, wenn die Nasa-Forscher anderweitig beschäftigt sind. Curiosity sendet auch nicht ständig Bilder, sondern am Ende seiner Wegstrecken. Bisher könnten wichtige Objekte auf Fahrten daher übersehen worden sein. Quelle: NASA
Curiosity: Mars hatte wahrscheinlich einst eine sauerstoffreiche Atmosphäre Quelle: dpa

Außerdem könnten diese Vulkane die Quelle feinkörniger Ablagerungen von bislang unbekannter Herkunft in den niederen Breiten des Roten Planeten sein. Die vulkanischen Gase hätten außerdem das Klima auf dem Mars verändert.

Als Supervulkane werden explosive, unterirdische Vulkane bezeichnet, wie die unter dem Yellowstone-Nationalpark in den westlichen USA. Sie bilden keinen typischen Vulkanberg um ihren Schlot aus und sind daher nicht so offensichtlich. Supervulkane schleudern üblicherweise mehr als 1000 Kubikkilometer Material in einer einzigen Eruption hinaus.

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