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Schwere Computerpanne Sojus-Kapsel kann nicht an ISS andocken

Zwei russische und ein amerikanischer Raumfahrer sind problemlos zur Internationalen Raumstation ISS gestartet - das Andockmanöver scheiterte jedoch. Nun müssen sie zwei Tage warten, bis ein neuer Versuch gestartet werden kann.

Steven Swanson und zwei weitere Mitglieder der ISS-Expedition müssen noch zwei Tage länger in der Sojus-Kapsel bleiben - das Andocken an die ISS scheiterte. Quelle: dpa

Wegen einer Computerpanne ist die Ankunft von drei Raumfahrern aus Russland und den USA an der Internationalen Raumstation ISS vorerst gescheitert. Grund seien Probleme mit dem Navigationssystem, teilte der Chef der russischen Raumfahrtbehörde, Oleg Ostapenko, am Mittwochmorgen nach Angaben der Agentur Interfax mit. Das Andockmanöver ist nun für 0.58 Uhr MEZ in der Nacht auf Freitag geplant. Die Männer hätten genug Trinkwasser und Nahrung für den nun zweitägigen Flug dabei, betonte das Flugleitzentrum bei Moskau. Experten sprachen von einer schweren technischen Panne.

Die atemberaubenden Twitterbilder der ISS-Astronauten
Ein aktiver Vulkan auf einer Insel – Astronaut Parmitano sieht am 1. Juni bei einem Rundflug um die Erde gleich zwei davon. Er verrät nicht, wo die Aufnahme entstanden ist. Lesen Sie >>hier, wie die Bilder entstanden sind. Quelle: NASA/ESA
Rauch strömt aus der Spitze des Ätna. Der „sizilianische Gigant“, wie Parmitano den Vulkan in Süditalien nennt, ist immer wieder aktiv. Quelle: NASA/ESA
Sonne und Mond gehen gleichzeitig auf – auch für die Astronauten ein besonderer Anblick. Quelle: NASA
Flüsse des brasilianischen Regenwaldes fließen in den Atlantik, in dem sich die untergehende Sonne spiegelt. Quelle: NASA/ESA
Der große Wagen steht am Firmament – was sich bewegt, ist die Erde. Quelle: NASA
Der Nil und sein Delta. Das von Unruhen geplagte Ägypten – von Bord der ISS sieht es nachts ganz friedlich aus. Quelle: NASA/ESA
Detroit, Cleveland und Toronto leuchten hell bis ins All. Rechts deutet sich der Sonnenaufgang an – in Europa ist es schon hell. Quelle: NASA

Die Russen Alexander Skworzow und Oleg Artemjew sowie der US-Amerikaner Steve Swanson waren am Dienstagabend pünktlich um 22.17 Uhr MEZ vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan abgehoben und sollten um 4.04 Uhr am Mittwoch an der ISS andocken. Während des Fluges tauchten dann aber technische Probleme auf. Auf dem Außenposten der Menschheit in mehr als 400 Kilometern Höhe wollen sie bis Mitte September zahlreiche Experimente erledigen. Dort arbeiten derzeit auch der Japaner Koichi Wakata, der Russe Michail Tjurin und der US-Amerikaner Rick Mastracchio.

Erst seit rund einem Jahr fliegen bemannte Sojus-Kapseln in weniger als sechs Stunden zur ISS. Bislang gab es vier solche Flüge. Zuvor waren stets zwei Tage nötig.

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