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Smarte Büromöbel Diese Innovationen halten Büroarbeiter fit

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Der fordernde, intelligente Schreibtisch


Noch etwas mehr als die richtige oder falsche Sitzhaltung meldet der deutsche Bürohocker der Firma ONGO an seinen Nutzer. Zum einen motiviert die gewölbte Standfläche von vornerein dazu „bewusster“ auf dem Hocker Platz zu nehmen. Zusammen mit der im Fuß integrierten Kugelbahn mit akustischer Rückmeldung animiert das zu mehr Bewegung und soll Rücken- und Haltemuskulatur kräftigen.

Zum anderen gibt es durch eine kostenlose App die Möglichkeit sich mit dem Apple Health zu verbinden und so Bewegungen zu tracken, Spiele zu spielen oder Kalorien zu zählen. „Jemand, der eine kleine Motivationsstütze oder eine kleine Erinnerung braucht, für den sind derartige Tracking-Ansätze durchaus sinnvoll“, sagt Lambertz. Und: „Das Spielerische ist wichtig, um erst einmal einen Anreiz zu bieten sich mehr zu bewegen“

Der smarte Hocker des Stuttgarter Büromöbelherstellers ONGO informiert den Nutzer über Bewegungsablauf und Kalorienverbrauch. Quelle: PR ONGO

Den Hocker aus Stuttgart gibt es auch im Vergleich zu den smarten Bürostühlen noch relativ „günstig“ – bedenkt man die inkludierte Hightech: Er ist in der „Classic“-Version ab 315 Euro zu haben.

Wer lieber auf seinem „normalen“ Schreibtischstuhl lümmelt und stattdessen eher mal aufstehen würde, für den haben Technik-Experten den schlauen Schreibtisch entwickelt. Dass man die Arbeitsfläche samt Computer hochfahren kann, ist mittlerweile ein alter Hut. Dass der Tisch einem aber sagt, wann man das machen sollte oder es sogar von ganz alleine tut, ist noch ziemlich revolutionär.

So hat das Start-up Tome zusammen mit dem US-amerikanischen Büromöbelhersteller Humanscale ein solches intelligentes Modell entwickelt. „OfficeIQ haben sie den schlauen Schreibtisch genannt, der ebenfalls mit Sensoren und dazugehöriger Software erkennt, wie oft und lange der Schreibtischnutzer sitzt oder steht.

Per App bekommt der Nutzer so Informationen zu seinem Bewegungsstatus und seinem Kalorienverbrauch und wird irgendwann aufgefordert mal wieder in den Steh-Modus zu wechseln, wenn er zu lange gesessen hat. Noch ist der „OfficeIQ“ nicht auf dem Markt. Humanscale hat ihn aber für Juni dieses Jahres angekündigt.

Sitzen im digitalen Zeitalter
The DrawArbeiten mit Tablets Quelle: Presse
The Multi-DeviceMultitasking Quelle: Presse
The TextKurznachrichten schreiben Quelle: Presse
The CocoonSich zurückziehen Quelle: Presse
The SwipeTouchscreens bedienen Quelle: Presse
The Smart LeanPrivatsphäre suchen Quelle: Presse
The TranceKonzentration am Bildschirm Quelle: Presse

Und hoch mit dir!

Viel direkter ist der „Stir Kinetic“ – ein Schreibtisch der vom US-Start-up StirWorks entwickelt wurde. Der entscheidet nämlich komplett selbst, wann es so weit ist und fragt gar nicht erst. Wer sich für den Schreibtisch entscheidet bekommt Arbeitsplatte, Mechanik, Sensoren und Touchdisplay zum Bedienen geliefert. Alles für einen Preis von rund 3000 Euro – gutes Mittelfeld bei anspruchsvollen Büromöbeln.

Der Nutzer kann mit einem kleinen Tippen auf einen Tablet-Bildschirm den Schreibtisch von selbst hochfahren, aber wenn er das lange nicht tut, macht der Schreibtisch es von selbst – ohne Vorwarnung. Dafür wechselt er ganz gemächlich die Höhe – quasi um den Büroarbeiter in seiner Aktivität nicht zu stören, verspricht StirWorks. So hoch, bis man perfekt vor dem Bildschirm steht. Genau das Richtige für bewegungsmüde Menschen, findet auch die Sportwissenschaftlerin: „Das ist ideal, weil man hier die direkte Aufforderung hat zwischen Stehen und Sitzen zu wechseln. Das hätte ich auch gerne“, so Lambertz.

In Arbeit
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Grundsätzlich sollten Büroarbeiter – egal für welche intelligenten oder klassischen Büromöbel man sich auch entscheidet – vor allem eines beachten: „Es wäre natürlich wünschenswerter, wenn man grundsätzlich deutlich mehr Bewegung hätte“, sagt Lambertz. „Es ist aber auf jeden Fall schon gesundheitsförderlicher, wenn man einfach zwischendurch einmal aufsteht und immer wieder kleine Gänge macht, als wenn man dauerhaft sitzen bleibt.“

Ob es nun also Uhr, smarter Schreibtisch, mitdenkender Bürostuhl oder der schmerzende Rücken ist, der einen darauf hinweist - Bewegung in jeglicher Form ist am Ende das, was den Büroarbeiter fit hält. Eines sollte aber jeder Technik-Zweifler bedenken: Die moderne Technik könnte einen darauf hinweisen, bevor es der schmerzende Rücken tut.

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