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Spiele 2012 Mit Hightech zu olympischem Gold

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Hightech und Handwerk

Die deutschen Kanuten: Bei den Olympischen Spielen in London greifen die Athleten zumeist zum Hightech-Paddel des deutschen Kanubauers Lettmann. Quelle: dpa

Auf “Hightech meets Handarbeit” setzen die deutschen Kanuten. Die meisten Paddel, mit denen die Sportler den Sieg erringen wollen, stammen von einem Bootsbauer aus dem niederrheinischen Moers. Klaus Lettmanns Paddelsportunternehmen gehört zu den führenden der Welt. Bei ihm werden seit 40 Jahren Kajaks und Kanus gefertigt.

Für die Olympioniken wurden in der lettmannschen Werkstatt Kanus aus einem speziellen Kunststoffgewebe gefertigt, das in der Raumfahrt genutzt wird. Lehmanns Paddel gelten indes als die schnellsten der Welt. Eine Mischung aus Karbonfaser und einem speziellen Harz stecken in dem rekordverdächtigen Stück.

Laut Bootsbauer und Gründersohn Jochen Lettmann kann ein Kanute dank des Paddels eine halbe Sekunde Zeit gutgemachen, was letztendlich eine halbe Bootslänge ausmacht, und entscheiden könnte, wer auf dem Podest am Ende ganz oben steht.

Britische Forscher auf Sekundenjagd

Um die Athleten auch nur Tausendstelsekunden schneller zu machen, haben die Briten sämtliche Forschungslabore eingesetzt, um dank Hightech Methoden zu entwickeln, um das Wetteifern der Sportler zu optimieren. Dafür wurden die Schwimmer in den Strömungskanal geschickt, um mit HD-Technik und Superzeitlupe jede noch so kleine Bewegung analysieren zu können. Die Technik der Kanuten wurde in einem U-Boot-Testbecken verfeinert: Auf den 270 Metern sollte der Paddel-Einstich optimiert werden.

Neben britischen Universitäten, Erfindern und Ingenieuren arbeiteten BMW, sowie Experten und Vertragspartner des Verteidigungsministeriums und McLaren am Projekt Sportleroptimierung für Olympia. Letztere steuerten etwa ihr Expertenwissen aus der Formel 1 bei, um mithilfe von Laserscannern die individuellen Rundenzeiten der britischen Bahnradfahrer auch im Pulk messen und auswerten zu können.

Aber nicht nur für die eigene Nation haben die Briten aufgerüstet. Auch in Sachen Kontrollgeräte und Stadien-Ausstattung kann sich London 2012 sehen lassen.

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