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Spiele 2012 Mit Hightech zu olympischem Gold

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Triathleten in Hightech-Kluft

Oscar Pistorius hoch konzentriert: Der Südafrikaner trat im Juni beim 400 Rennen desDiamond League New York Grand Prix an. Quelle: REUTERS

Bei den Olympischen Spielen 2012 bekommen die deutschen Triathleten von ihrem Sponsor Asics ein Hightech-Outfit geliefert. Nach 20 monatiger Entwicklungszeit präsentierte der Sportbekleidungshersteller den "Stoff aus dem die Träume sind", bestehend aus einem Hightech-Material namens „Speed-dry-ultra+“, das 80 Prozent Polyamid und 20 Prozent Elasthan enthält.

In über zwei Jahren entwickelten Ingenieure den Stoff, von dem Asics verspricht, dass er sich optimal anpasse und verhindere, dass sich Wasser zwischen Anzug und Körper sammelt. Ingenieurskunst aus High-Quality-Faser für die Triathlon-Profis sozusagen.

Auch der „Blade Runner“ genannte behinderte Sportler Oscar Pistorius greift auf Ingenieurskunst der Königsklasse zurück und sorgt damit bei den Olympischen Spielen in London für eine Premiere: Als erster an beiden Beinen amputierter Läufer wird der Südafrikaner über 400 Meter an den Start gehen.

Erfolgreichste Olympioniken (international)

Mit Beinen aus Carbon

Dabei wird hart diskutiert, ob die Hightech-Prothesen ihn bevorteilen gegenüber den „normalen“ Läufern. Ist er dank der Carbon-Prothesen generell schneller als andere Athleten? Kritiker sind der Meinung, dass die Hightech-Prothesen die Beschleunigung erhöhen und dem 25-Jährigen dadurch einen Vorteil bringen.

2008 hatte der Leichtathlet-Weltverband IAAF auf Grundlage eines Gutachtens des deutschen Biomechanik-Professors Gert-Peter Brüggemann die Teilnahme von Pistorius an den Peking-Spielen 2008 verbieten wollen. Der von Pistorius angerufene Internationale Sportgerichtshof CAS hob den IAAF-Entscheid aber auf. Angetreten ist er damals aber nicht. Diesmal wird er aber dabei sein.

„Wenn die Prothesen einen solchen Vorteil bieten würden, warum hat noch kein anderer Paralympics-Läufer über 400 Meter die 50 Sekunden unterboten?“, fragt Pistorius. „Es gibt so viele Informationen und Wissenschaftler. Doch nur weil Leute einen Doktortitel haben oder Professor sind, heißt das nicht, sie auch das richtige Wissen haben.“ Ob Hightech im Fall von Pistorius den Lauf beflügeln kann, wird sich beim Wettkampf zeigen.

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