Suche nach Leben Forscher rätseln über Lavaströme auf dem Mars

Ernüchternde Erkenntnisse haben eine altbekannte Mars-Theorie in Frage gestellt. Die Tonvorkommen auf dem roten Planeten sind offenbar kein Erbe einstiger Meere, wie bisher angenommen. Geoforscher der Universität Poitiers gehen davon aus, dass Vulkane der Ursprung des Tons sind.

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Die Hypothese steht allem entgegen, was bisher vermutet wurde. Dass die Tonvorkommen auf dem Mars Hinweise darauf geben, dass auf dem Planeten einst ein feucht-warmes Klima herrschte, ist bisher die weitverbreitete Theorie der Forschung. Mit ihr verbunden ist die populäre Überlegung, ob auf dem Mars Leben möglich gewesen sein könnte. All das wird nun in Frage gestellt.

In einem Fachblatt schreibt das Forscherteam um Alain Meunier, dass sich die Tonmineralien auf dem Mars durch wasserreiche Lavaströme geformt haben. Indizien dafür haben die Wissenschaftler bei Untersuchungen im Mururoa-Atoll in Französisch-Polynesien entdeckt. Die dort gefundenen Tonmineralien sind vulkanischen Ursprungs, und sie gleichen den Eigenschaften, die auch die Raumsonde “Mars Reconnaissance Orbiter” auf dem Mars nachgewiesen hat. Auch die Zusammensetzung bekannter Marsmeteoriten stütze die These eines vulkanischen Ursprungs des Mars-Tons, schreiben die Forscher.

Curiosity kommt in die Jahre
März 2017Curiosity hat inzwischen deutliche Abnutzungsspuren. Ein Routine-Check der Reifen im März zeigt, dass es am linken mittleren Reifen zwei Brüche der sogenannten Stege im Profil gibt. Der Rover hat während seiner Reise über den Roten Planeten inzwischen etwa 16 Kilometer zurückgelegt. Curiosity-Projektmanager Jim Erickson sagte, alle sechs Reifen hätten trotz der sichtbaren Schäden noch genug Lebenszeit, um den Rover zu allen geplanten Orten zu bringen. Die regelmäßige Überwachung der Reifen wurde eingeführt, nachdem die Forscher im Jahr 2013 deutlich mehr Dellen und Löcher in den Rädern entdeckt hatten, als erwartet worden war. Tests auf der Erde hatten gezeigt, dass der Bruch von drei Stegen zeigt, dass etwa 60 Prozent der Lebenserwartung des Reifens erreicht sind. Curiosity hat aber bereits deutlich mehr als diesen Anteil an der geplanten Strecke zurückgelegt. Quelle: NASA/JPL-Caltech/MSSS
US-Präsident Barack Obama verlässt das Weiße Haus - und auch Curiosity verabschiedet sich. Quelle: Screenshot
Mars: Curiosity untersucht Meteoriten Quelle: NASA, JPL-Caltech, LANL, CNES, IRAP, LPGNantes, CNRS, IAS, MSSS
September 2016Die Kuppen und herausstehenden Felsen aus Schichtgestein am Mount Sharp entstanden wohl aus von Wind abgelagertem Sand. Sie erinnern stark an Wüstenlandschaften auf der Erde, etwa im Grand Canyon oder dem Monument Valley. Quelle: NASA
September 2016Der Rover sendet neue Fotos vom Mars: Im Hintergrund der Aufnahme ist der Rand des Gale-Kraters zu sehen, in dem Curiosity seit 2012 aktiv ist. Geologisch ist die Region besonders interessant, da sie die Untersuchung zahlreicher Gesteinsschichten ermöglicht. Der etwa fünf Kilometer hohe Mount Sharp liegt in der Mitte des Gale-Kraters. Quelle: NASA
Juli 2016Curiosity kann jetzt seine eigenen Ziele für die Laser-Analyse auswählen. Bisher wurden diese von der Erde aus anhand von Fotos ausgewählt. Die Wissenschaftler auf der Erde werden dadurch aber nicht ersetzt: Die neue Funktion soll vor allem dann zum Einsatz kommen, wenn die Nasa-Forscher anderweitig beschäftigt sind. Curiosity sendet auch nicht ständig Bilder, sondern am Ende seiner Wegstrecken. Bisher könnten wichtige Objekte auf Fahrten daher übersehen worden sein. Quelle: NASA
Curiosity: Mars hatte wahrscheinlich einst eine sauerstoffreiche Atmosphäre Quelle: dpa

Um die Theorie der Geoforscher zu untermauern, müssen nun genaue Messungen vor Ort vorgenommen werden. Ein Projekt, für das laut Expertenmeinung die beiden zur Zeit aktiven Marsrover “Opportunity” und “Curiosity” sicher bald Gelegenheit haben.

In Arbeit
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Vor allem der Rover “Curiosity” sorgte in den vergangenen Wochen für Schlagzeilen. Seit einem Monat ist die Sonde auf dem Mars unterwegs und hat bereits die ersten hundert Meter zürückgelegt. Derzeit sammelt der Roboter erste Gesteinsproben. Erste Bohrungen im Marsgestein sind dagegen erst in etwa einem Monat geplant, wenn “Curiosity“ an seinem ersten Zielort namens Glenelg eintreffen könnte. Dieser Ort ist wissenschaftlich besonders interessant, weil dort drei verschiedene geologische Formationen aufeinandertreffen.

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