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Technische Unabhängigkeit EU startet weitere Galileo-Satelliten

Europa soll bis 2020 unabhängig von fremder Technik werden. Der Aufbau des globalen europäischen Navigations- und Ortungssystems Galileo kommt voran. Es wurden zwei weitere Satelliten gestartet.

EU startet weitere Galileo-Satelliten. Quelle: dpa

Für das globale europäische Navigations- und Ortungssystem Galileo sind zwei weitere Satelliten gestartet. Eine mit den Hightech-Geräten beladene Sojus-Rakete hob am Freitag problemlos vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana ab. Die beiden in Bremen gebauten Satelliten sind Nummer 5 und 6 in der Galileo-Konstellation, die Europa bis 2020 unabhängig von fremder Technik machen soll.

Aktuell verfügen nur die USA sowie Russland über satellitengestützte Navigationssysteme. Beide werden nach Angaben der Europäischen Weltraumorganisation (Esa) vom Militär kontrolliert und können „bei Bedarf“ - zum Beispiel aus sicherheitspolitischen Gründen - verfälscht oder sogar abgeschaltet werden. Autofahrer, Rettungsdienste und andere zivile Nutzer von GPS-Geräten wären dann aufgeschmissen.

Raumfahrt-Bilder, die Geschichte schrieben
Das Weltraumteleskop „Hubble“ hat das bislang farbenprächtigste Porträt des Universums geliefert. Ein neues Panorama der US-Weltraumbehörde NASA schließt erstmals ultraviolettes Licht ein, das normalerweise für das menschliche Auge nicht sichtbar ist. Auf dem Panorama, das aus mehr als 800 Fotos von „Hubble“ erstellt wurde, ist es als helles blau mit drehenden Galaxien zu sehen, die fünf bis zehn Milliarden Jahre alt sind. Insgesamt zeigt das Panorama an die 10.000 mehrfarbige Galaxien. „Hubble“-Astronom Zolt Levay sagte, durch die Hinzufügung von Ultraviolett und Infrarot könne man jetzt das breite Farbenspektrum des Universums „und noch einiges mehr“ sehen. Quelle: Reuters
Im Oktober 2913 schaute die Welt gebannt auf den Österreicher Felix Baumgartner. Der Extremsportler sprang aus 39 Kilometern höhe aus der Stratosphäre zurück auf die Erde. Weitere Bilder und Informationen zum Rekord-Sprung. Quelle: dapd
Zweimal hatte das Raumschiff den Mond schon umkreist, da änderte Kommandant Frank Borman ein klein wenig dessen Ausrichtung - und traute seinen Augen nicht. „Oh Gott! Seht euch dieses Bild da an“, rief er den beiden anderen Astronauten der „Apollo 8“-Mission zu. „Hier geht die Erde auf. Mann, ist das schön!“ Kollege William Anders griff nach einer Kamera, schraubte das längste Objektiv drauf, was er finden konnte, legte einen Farbfilm ein und knipste los. „Ich habe einfach klick-klick-klick-klick-klick gemacht“, erinnerte sich Anders, der am 17. Oktober 80 Jahre alt wird, später. Heraus kam eines der wohl bekanntesten Fotos der Welt: „Earthrise“ (Erdaufgang). Quelle: dpa
Die Crew der Apollo 8 (l-r): James A. Lovell, William A. Anders und Frank Borman in Kap Kennedy (Florida) im November 1968. Es war die zweite bemannte Raumfahrt des amerikanischen Apolloprogramms und der erste bemannte Mond zum Mond. Quelle: dpa
Apollo 11 trat im Jahr 1969 die Reise zum Mond an. Es war die erste Mission die auf dem Erdtrabanten landete und von dort auch wieder zurück zur Erde flog. Neil Armstrong war der erste Mensch auf dem Mond. Quelle: AP
Die Mission hielt die Öffentlichkeit in Atem. Nach dem Abflug besuchte der damalige US-Präsident Richard Nixon die Astronauten Neil Armstrong, Michael Collins und Edwin Aldrin (von links). Die Astronauten befanden sich nach ihrer Rückkehr vom Mond für einige Tage in Quarantäne. Quelle: dpa
Bruce McCanndless war der erste Astronaut, der sich ohne Sicherheitsleine durch das Weltall bewegt hat. Dafür trug er bereits 1984 einen Raketentornister, mit dem er sich selbständig von der Raumstation wegbewegen konnte. Quelle: NASA

„Ein zuverlässiges Navigations- und Ortungssystem ist ein Schlüsselelement für die Vernetzung von Verkehrsträgern und die Schaffung eines integrierten Gesamtverkehrssystems“, kommentierte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt den Start am Freitag. Mit Galileo werde Europas Eigenständigkeit auf diesem Gebiet gesichert.

Ursprünglich sollte das milliardenschwere Prestigeprojekt mit geplanten 30 Satelliten bereits 2008 an den Start gehen. Wegen Streitigkeiten unter den Partnerländern gab es aber immer wieder Verzögerungen. Ein eingeschränkter Betrieb soll nun ab 2015 möglich sein.

Vom kommenden Jahr an sollen auch europäische Ariane-5-Trägerraketen für den Transport der Galileo-Satelliten eingesetzt werden. In dieser Woche wurde dafür ein 500-Millionen-Euro-Auftrag unterzeichnet.

In Arbeit
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Die Nutzung der russischen Sojus-Raketen gilt seit der Ukraine-Krise als politisch fragwürdig. Bislang wurden allerdings noch keine unmittelbar relevanten Auswirkungen auf die Kooperation bei Raumfahrt-Projekten bekannt. Die russische Sojus gilt als zuverlässiges Transportmittel, das mittelschwere Lasten kostengünstiger als die große europäische Ariane-Rakete ins All bringt.

Das am Freitag gestartete Modell hatte eigentlich bereits am Vortag in Richtung All fliegen sollen. Wegen ungünstiger Wetterbedingungen über dem Raumfahrtzentrum in Südamerika wurde der Countdown allerdings für 24 Stunden unterbrochen. Die neuen um die Erde kreisenden Satelliten heißen Doresa und Milena. Sie sind nach zwei Kindern benannt, die einen Malwettbewerb der EU-Kommission gewonnen hatten.

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