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Technologie der Zukunft Welche Technik bis 2025 entwickelt wird

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Grüner High-Tech für Stadt und Land
Schlafkapsel von Leap-Factory Quelle: PR
Prototyp eines wärmespeichernden Grills Quelle: PR
Mini-Windkraftwerk von MRT Wind Quelle: PR
Leuchtendes Kindle-Cover Quelle: PR
Selbstversorgende Insel in der Südsee Quelle: PR
Tomaten in einem Gewächshaus Quelle: dpa
Ein Schild mit der Aufschrift "Genfood" steckt in einer aufgeschnittenen Tomate neben einem Maiskolben Quelle: dpa/dpaweb

Auf den ersten Blick erinnert das Einfamilienhaus am Hafen von Tokyo an die Architektursprache des Bauhauses. Doch die Designanleihe im vorigen Jahrhundert täuscht: Das Musterhaus, das der japanische Technologiekonzern Panasonic errichtet hat, ist so etwas wie die Blaupause fürs umweltverträgliche Wohnen der Zukunft. Der 140-Quadratmeter-Bau vereint – von der Solaranlage auf dem Dach über den Batteriepuffer im Haus bis zur Brennstoffzelle im Garten – jede Menge High Tech. "Wir wollen den CO2-Ausstoß des Hauses ohne Komforteinbußen auf nahe null senken", sagt Panasonic-Europa-Chef Laurent Abadie. Zwei Drittel des Sparprojekts sind schon geschafft.

Vernetzt, intelligent, energieautark – so sollen Häuser künftig sein. Für dieses Ziel lassen sich Unternehmen und Forscher weltweit einiges einfallen. Zu den anspruchsvollsten Vorhaben gehört die Integration druckbarer Solarzellen aus Farbstoffen in Fenster und Fassaden, wo sie Strom produzieren. Das Dresdner Solar-Startup Heliatek und der US-Glashersteller Pilkington wollen solche Plastikzellen schon bald im großen Stil anbieten.

Wissenschaftler der Uni Bayreuth wiederum treiben ein EU-Projekt voran, das Mehrfachverglasungen ersetzen soll. Eine Einfachscheibe aus Kunststoff-Glas-Verbundmaterial soll ebenso gut isolieren. Zugleich soll sie einfallendes Sonnenlicht im Winter völlig absorbieren und so Räume wärmen. Im Sommer dagegen reflektiert sie das Licht und hält die Hitze draußen.

Die Innovationen enden nicht bei der Gebäudehülle. Der US-Glasspezialist Corning integriert Displays in Spiegel und Küchen-Arbeitsplatten. Die Bewohner können darüber ins Internet gehen oder die Rollos steuern. Haustechnikhersteller wie Bosch, Siemens und Miele arbeiten an Softwareprogrammen, die es ermöglichen, via Smartphone zu prüfen, ob der Herd ausgeschaltet ist, oder sich Live-Bilder vom Kühlschrankinhalt anzeigen zu lassen.

Dem US-Architekten Mitchell Joachim ist das alles nicht radikal genug. Seine Idee: ein Haus aus Bäumen und Pflanzen, die zu einem Gebäude verwachsen. Die Innenwände will er mit Lehm und Stroh verputzen. Es wäre das erste wahre Ökohaus.

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