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Technologie der Zukunft Welche Technik bis 2025 entwickelt wird

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Weizen mit Wasserhahn

Wo es Essen ohne Gentechnik gibt
Verbraucher wollen keine Gentechnik. Etwa 83 Prozent der deutschen Verbraucher lehnen nach einer Forsa-Umfrage (Juni 2012) gentechnisch veränderte Lebensmittel ab. Ein Grund, warum es hierzulande kaum Lebensmittelhersteller gibt, die Zutaten aus Gen-Pflanzen direkt verarbeiten. Nicht ganz so erfreulich schaut es hingegen bei tierischen Artikeln wie Fleisch, Eiern und Milch aus, denn 80 Prozent der Gen-Pflanzen landen am Ende im Tierfutter. Quelle: dpa
Die Umweltorganisation Greenpeace präsentiert in ihrer neuen Broschüre „Essen ohne Gentechnik“ die Ergebnisse einer spannenden Untersuchung. Die Experten haben getestet, ob Markenhersteller bei tierischen Produkten Gen-Pflanzen im Tierfutter einsetzen und zeigen, welche Supermarktketten auf Produkte ohne Gentechnik setzen. Quelle: dpa
Platz 1: AlnaturaDer südhessische Bio-Händler Alnatura schneidet am besten ab. Hier werden nur Produkte aus biologischer Produktion verkauft, die frei von Gentechnik sind. Die Naturkostkette vertreibt auch Bio-Lebensmittel unter einer eigenen Marke, die auch in Partnerschaft mit anderen Händlern wie dm, Tegut und Budni verkauft werden. In der ökologischen Landwirtschaft sind Gentechnik in Lebensmitteln oder im Tierfutter sowie chemisch-synthetische Spritzmittel tabu. Auch die Tierhaltung erfolgt nach strengeren Kriterien und Kontrollen. Quelle: dpa
Platz 1: DennreeDer Bio-Großhändler Dennree, der seinen Hauptsitz im Nordbayrischen Töpen hat, teilt sich den ersten Platz mit Alnatura und setzt ebenfalls keine Gen-Pflanzen ein; auch in der Tierfütterung nicht. Mit einem Umsatz von 420 Millionen Euro hat Dennree im vergangenen Jahr ein zweistelliges Wachstum von 12,8 Prozent erreicht. Das 1974 gegründete Unternehmen gilt als Bio-Pionierunternehmen und startete damals mit vier Bio-Milchprodukten in den Handel. Inzwischen sind täglich gut 200 firmeneigene Lkws unterwegs, um über 1.300 Naturkostfachgeschäfte in Deutschland, Österreich, Luxemburg und Südtirol/Italien mit inzwischen über 11.000 Artikeln zu beliefern. (Foto: Dennree GmbH) Quelle: PR
Platz 2: TegutDie deutsche Supermarktkette Tegut legt viel Wert auf Bio-Ware und Produkte ohne Gentechnik. Kunden, die in einem Tegut-Markt einkaufen, erkennen das an dem Logo auf den Produkten. Die Firma hat als erste Kette ihre Eigenmarken bei Milch, Sahne, Schmand und Joghurt mit dem „Ohne Gentechnik“-Siegel ausgezeichnet und betreibt sogar eine eigene Fleischerei für Schweineprodukte. Unter der Eigenmarke „LandPrimus“ garantiert Tegut eine gentechnikfreie Fütterung. Andere Eigenmarken, bei deren Herstellung auf Gentechnik verzichtet wird, sind „tegut...Bio“, „Herzberger Bäckerei“ und „Rhöngut“. Außerdem alle Eiermarken. Quelle: dpa
Platz 3: Aldi NordBio-Lebensmittel vom Discounter sind beliebt und müssen nicht mehr teuer sein. Inzwischen gibt es auch bei Aldi eine Menge Natur-Lebensmittel. Im Greenpeace-Ranking landet Aldi Nord auf dem dritten Platz, weil der Konzern seit zehn Jahren bei der Geflügelfütterung auf Gentechnik verzichtet. Nur bei Schweine- und Rindfleisch könnte das Engagement wohl noch etwas mehr sein. Mit „Gut Bio“ bietet Aldi Nord eine Eigenmarke an, bei deren Herstellung auf den Einsatz von Gentechnik verzichtet wird - das gilt auch für alle Eiermarken. Bei Hähnchen- und Putenfleisch sind es die Marken „Bauernglück“ und „Farmfreude“. Quelle: dpa
Platz 4: Aldi Süd Identisch sieht es bei dem Discounter Aldi Süd aus, der ebenfalls mit zusätzlichen Bio-Produkten mehr Kunden in seine Filialen locken will. Vor zehn Jahren hat sich das Unternehmen bei der Geflügelfütterung von Gentechnik verabschiedet. Nachholbedarf besteht jedoch noch bei Schweine- und Rindfleisch. Aldi Süd hat mit der Eigenmarke „bio“ ein garantiert gentechnikfreies Produkt im Regal. Außerdem sind alle Eiermarken gentechnikfrei. Quelle: dpa

Bisher sind Konsumenten in Europa wenig begeistert von gentechnisch veränderten Pflanzen und dem daraus hergestellten Genfood. Denn die Veränderungen sind nur für Landwirte von Interesse. Das soll bei neuen Gentech-Pflanzen, die in 10 bis 15 Jahren auf den Markt kommen, völlig anders werden: Sie sollen nachhaltig und damit für alle Menschen hilfreich sein – indem sie beispielsweise neue Produktionswege für knappe Ressourcen erschließen.

Beispiel Gentech-Raps: Das neuartige Gewächs produziert eine Art Lebertran und wirkt damit der Überfischung der Meere entgegen. BASF aus Ludwigshafen und der US-Konzern Cargill haben eine solche Rapspflanze geschaffen, die in ihrem Öl Omega-3-Fettsäuren herstellt. Diese steigern die Hirnleistung und beugen Herzinfarkten vor, sind aber bisher nur aus den Lebern von Fischen zu gewinnen.

Ein Umstand kam den Forschern zu Hilfe: Das Fisch-Gen für die Omega-3-Produktion stammt ursprünglich aus Meeresalgen, die mit Pflanzen sehr viel näher verwandt sind als mit Fischen. So transferierten die Forscher das Gen direkt von der Alge in den Raps – und hatten Erfolg.

Ein weiteres Zukunftsprojekt ist Weizen, der fit ist für den Klimawandel. "Mithilfe eines genetischen Tricks wollen wir diese für die Welternährung wichtige Kulturpflanze so robust machen, dass sie Trockenperioden besser übersteht und trotzdem höchste Erträge bringt", sagt Marcus Weidler, der bei Bayer CropScience für das Weizensaatgutgeschäft zuständig ist. Dazu haben Forscher des israelischen Kooperationspartners Evogene ein Gen aus der Tomate in den Weizen eingepflanzt. Denn die Tomate kann etwas, was Weizen bisher nicht schafft: Sie aktiviert bei Trockenheit ein Gen, das Eiweiße baut, die Aquaporine. Diese öffnen den Wasserspeicher, den jede Zelle – auch die Weizenzelle – besitzt. Sie kann ihn ohne diesen genetischen Wasserhahn nur bisher nicht anzapfen.

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