Telemedizin Digitaler Austausch unter Ärzten kann Leben retten

Viele Ärzte und Kliniken kommunizieren nur analog. Ein Firmenverbund aus dem Ruhrgebiet will nun die Medizinbranche digitalisieren, damit Gesundheitsdaten in Notfällen schneller verfügbar sind.

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Klingt unglaublich, ist in Deutschland aber immer noch traurige Realität: Kommt ein Patient etwa mit Verdacht auf einen Schlaganfall in eine Klinik, fragen die Ärzte ihn routinemäßig, ob Kollegen in letzter Zeit eine Aufnahme seines Kopfes mit einem Computertomografen (CT) gemacht haben – und schicken dann ein Taxi los, um eine CD mit den so entstandenen Bildern zu holen.

Nur dann können sie den Zustand des womöglich geschädigten Gehirns mit dem des noch gesunden vergleichen und die richtige Therapie einleiten.

Viel schneller, als ein Taxi über Land zu schicken, ginge es natürlich, CT-Bilder, EKGs und andere Gesundheitsdaten, die heute fast überall digital vorliegen, in Sekundenschnelle über das Internet auszutauschen.

Die hartnäckigsten Gesundheitsmythen
Eine junge Frau putzt sich mit einem Papiertaschentuch die Nase Quelle: dpa
Mann mit Rückenschmerzen sitzt im Büro Quelle: obs
In einer Zahnarztpraxis werden die Zähne eines Jungen untersucht Quelle: dpa
Ein Fieberthermometer liegt auf verschiedenen Arten und Formen von Tabletten Quelle: dpa
Ein Mann zieht an seinem Finger und erzeugt ein Knackgeräusch. Quelle: dpa
Angela Merkel hält ein Schnapsglas in der hand Quelle: AP
Ein Junge steht unter einer Dusche Quelle: dpa
Jemand springt in ein Schwimmbecken Quelle: dapd
Eine Frau trinkt aus einer Cola-Flasche Quelle: dpa
Ein Pärchen liegt unter einer gemeinsamen Bettdecke Quelle: dpa
Eine Kundin steht am 22.08.2007 an einer Obsttheke eines Supermarkts in Weinstadt. Quelle: dpa
Eine Frau steckt sich ein Stück Schokolade in den Mund Quelle: dpa/dpaweb
Ein Tropfen Milch fällt spritzend in eine Tasse mit Kaffee Quelle: dpa
Eine Frau pflückt Pflaumen Quelle: AP
Bei Temperaturen um 34 Grad Celsius erfrischt sich diese Sonnenanbeterin am Samstag (03.07.2010) vor dem Fernsehturm in Berlin mit einem kräftigen Schluck aus der Wasserflasche. Quelle: dpa
Eine Arbeiterin begutachtet geräucherte Makrelen Quelle: AP
Braune Hühnereier Quelle: dpa
Modell eines Herzens Quelle: dpa
Im Alter wächst Krebs langsamer„Hier trifft oft das Gegenteil zu, Krebs kann im Alter aggressiver und schneller wachsen“, erklärt Thomas Meier, Gastroenterologe am Diagnostik Zentrum Fleetinsel Hamburg. Der Grund: Bei vielen älteren Menschen sind die Abwehrkräfte bereits durch andere Erkrankungen geschwächt – der Körper hat den Krebszellen dadurch nicht mehr so viel entgegenzusetzen. Dabei spielt aber auch die Krebsart eine wichtige Rolle. Quelle: dpa
Salz auf einer Hand Quelle: AP

Bisher scheitert das meist an der schieren Größe der Bilddateien, die jede E-Mail sprengen würde, und auch an den vielen unterschiedlichen Formaten, in denen jede Praxis und jede Klinik ihre Daten abspeichert, je nach Gerätehersteller oder Software. Schnittstellenproblematik nennen Fachleute das.

Das 3,7 Millionen Euro schwere Projekt FalkoNRW soll das nun ändern. Gerade erhielt die MedEcon Telemedizin GmbH aus Bochum den Förderbescheid für das Drei-Jahres-Vorhaben: Die Hälfte finanzieren das Land Nordrhein-Westfalen und die EU, den Rest die 16 Konsortialpartner.

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