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Test am Samstag Nasa will mit Fliegender Untertasse auf den Mars

Beim Anblick des Low-Density Supersonic Decelerator wähnt man sich am Set eines Alien-Films. Doch die Fliegende Untertasse soll schon in wenigen Tagen zu einem ersten Test starten - und bei Erfolg große Lasten auf den Mars bringen können.

Die fliegende Untertasse der Nasa
Mars, wir kommen: Die Nasa testet ein neues Forschungsgerät. Der "Low Density Supersonic Decelerator", kurz LDSD, erinnert stark an ein UFO aus einem Science-Fiction-Streifen. Quelle: AP
Bei dem Gerät handelt es sich um eine Art Riesen-Fallschirm, der eine Landung auf dem Mars ermöglichen soll. Quelle: AP
Die Fliegende Untertasse soll mit einer Rakete angetrieben werden und am 14. Juni zu einem ersten Test von Hawaii aus starten. Mit dem Gerät sollen größere Lasten auf den Roten Planeten transportiert werden können. Quelle: AP
Hier wird der LDSD verladen. Eigentlich sollte der Test schon am 11. Juni starten, er musste aber wegen schlechten Wetters verschoben werden. Quelle: AP
Die Fliegende Untertasse hängt an einem Kran. Das Testgebiet ist die Erdatmosphäre. Ein Ballon soll den Super-Fallschirm zunächst 37 Kilometer über den Pazifik befördern. Auf der Höhe angekommen wird er abgekoppelt, eingebaute Raketendüsen sollen ihn dann mit einer Geschwindigkeit von Mach 4 auf eine Höhe von 55 Kilometern über der Erde tragen. Dies entspricht etwa den Umständen in der dünnen Marsatmosphäre. Quelle: AP
Wenn das Gerät anschließend zur Erde herabfällt, soll der 33,5 Meter breite Fallschirm aufgehen, den Fall bremsen und eine weiche Landung im Pazifik ermöglichen. Bislang nutzt die Nasa kleinere Fallschirme für ihre Landemanöver von Fluggeräten auf dem Mars. Doch für eine sichere Landung von Menschen oder schweren Geräten ist ein deutlich größerer Schirm notwendig. Quelle: AP

Während Verschwörungstheoretiker schon längst UFOs und Außerirdische auf der Erde vermuten, dreht die US-Weltraumbehörde den Spieß nun gewissermaßen um. Denn wer am Samstag über dem Pazifik bei Hawaii eine Fliegende Untertasse beobachtet, wird nicht etwa Zeuge einer außerirdischen Invasion. Die Nasa testet ihren neuen Super-Fallschirm Low-Density Supersonic Decelerator (LDSD) - und der sieht tatsächlich aus wie eine Fliegende Untertasse.

Der riesige Fallschirm soll später einmal Material oder Menschen auf den Mars bringen. Die neue Technologie dient der Abbremsung von Forschungssonden. Schon jetzt setzt die Nasa kleinere Fallschirme für ihre Landemanöver von Fluggeräten auf dem Mars ein. Doch für eine sichere Landung von Menschen oder schweren Geräten ist ein deutlich größerer Schirm notwendig.

Eigentlich wollte die Raumfahrtbehörde den LDSD schon am Mittwoch testen. Jedoch musste der Probelauf wegen schlechten Wetters abgesagt werden. Nun soll am 14. Juni ein zweiter Versuch stattfinden, teilte Nasa-Sprecherin Shannon Ridinger mit.

In Arbeit
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Das Testgebiet für den neuen Fallschirm ist die Erdatmosphäre. Zunächst soll ein riesiger Helium- Ballon das Gerät von einer Basis der US-Navy in Kauai, Hawaii, 37 Kilometer hoch in die Stratosphäre über den Pazifik befördern. Auf der Höhe angekommen wird es abgekoppelt. Eingebaute Raketendüsen sollen den LDSD dann auf eine Höhe von 55 Kilometern über der Erde tragen. Die Atmosphäre dort entspricht etwa den Umständen in der dünnen Marsatmosphäre. Wenn das Gerät anschließend zur Erde herabfällt, soll der 33,5 Meter breite Überschall-Fallschirm aufgehen und den Fall von etwa vierfacher Schallgeschwindigkeit abbremsen. So soll eine weiche Landung im Pazifik ermöglicht werden. Kameras sollen den Vorgang live im Internet übertragen.

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