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Virtuelle Realität, Energie, Gentechnik Diese Start-ups stehen vor dem großen Durchbruch

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Computergenerierte 3-D-Modelle und Mobilität mit Roboter-Elektroautos

IT: Magic Leap

Manche Technik ist so bahnbrechend, dass sie wie Magie wirkt, wer sie beherrscht, scheint zu zaubern. Die derzeit größten Chancen, zu so einem Magier aufzusteigen, hat Rony Abovitz. Der Chef des kalifornischen Start-ups Magic Leap will radikal verändern, wie wir die Welt betrachten. Er plant, alles, was wir sehen, in Echtzeit mit computergenerierten 3-D-Modellen zu überlagern.

Da springt etwa in einer Turnhalle ein virtueller Wal aus dem Boden, der täuschend echt wirkt, auch weil die Spielfiguren reale Gegenstände mit in die Simulation einbeziehen und den Gesetzen der Schwerkraft gehorchen. Wie das technisch geschieht, ist noch geheim.

Magic Leap geht viel weiter als heutige Augmented-Reality-Apps fürs Handy, die etwa Aufnahmen einer Sehenswürdigkeit mit Infos ergänzen. 827 Millionen Dollar wollen die Kalifornier noch einsammeln – und kämen dann auf 1,4 Milliarden Dollar Startkapital. Die Investoren hat Abovitz also schon überzeugt. Fasziniert er auch den Rest der Menschheit, könnte bald ein ganz neues Internet entstehen: Architekten beugen sich über virtuelle Modelle, Ärzte sehen bei der OP virtuelle Organe vor sich, Computerspieler zocken im Wohnzimmer gegen virtuelle Gegner. Die Welt wäre eine andere.

Auto: Faraday Future

Kurz vor Start der Elektronikmesse CES Anfang Januar in Las Vegas präsentiert dort das kalifornische Start-up Faraday Future ein Elektrovehikel, das die Zukunft der Mobilität symbolisieren und schon 2017 auf den Markt kommen soll. Noch ein Elektro-Start-up vom Schlage Tesla?

Bisher gibt es nur Spekulationen: Faraday Future wolle elektrisch angetriebene Roboterautos in Serie fertigen, die der Kunde nicht kaufen muss. Vielmehr versteht sich das Start-up als Mobilitätsanbieter: Wer will, bucht ein Kilometerkontingent und wählt dann den Kleinwagen für die Fahrt zur Arbeit, den SUV für den Wochenendausflug oder das Cabrio für die Spritztour zum Meer. Daher plant das Start-up angeblich, bis zu sieben verschiedene Modelle zu fertigen, die Produktionsstätte soll nahe Las Vegas für eine Milliarde Dollar entstehen.

Wahlweise steckt Apple als Geldgeber hinter dem Start-up oder der chinesische Milliardär Jia Yueting, Gründer des chinesischen Onlinevideodienstes Leshi Television, das als Netflix Chinas gilt.

Sicher ist: Es gibt eine Milliarde Dollar Startkapital. Und das Start-up zahlt gut: Es lockt scharenweise Topkräfte für Design, Entwicklung, Herstellung und Verkauf, gerne vom Konkurrenten Tesla. Rund 500 Mitarbeiter sind es bereits nach Firmenangaben.

Die Eintrittshürden ins Geschäft sind niedrig: Ein Auto mit E-Motor ist deutlich weniger komplex als eines mit Verbrenner. Zudem sinken die Batteriepreise. Weil viel Kapital aus China kursiert, nimmt die Branche den Newcomer ernst. 2016 muss er liefern.

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