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Vordenker Die teuren Technik-Hobbys der Superreichen

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Uhr für die Ewigkeit

Die Raumfahrtträume eines Milliardärs
Microsoft-Mitgründer Paul Allen will die Raumfahrt revolutionieren. Er plant den Bau des bisher größten Flugzeuges auf der Welt, von dem aus Satelliten oder auch Raumfahrzeuge gestartet werden sollen. Quelle: dapd
Die Raumfahrzeuge sollen von dem Flugzeug-Giganten in 10.000 Meter Höhe gebracht werden. Dort erfolgt dann der Start ins All. Quelle: dapd
In den Flugzeugriesen sollen sechs Boeing-747-Triebwerke eingebaut werden. Das Gewicht wird bei 544 Tonnen liegen, die Flügelspannbreite bei 116 Metern. Quelle: dapd
Zum Start und zur Landung benötigt das Flugzeug eine 3,65 Kilometer lange Bahn.
Allens Unternehmen Stratolaunch arbeitet bei der Konstruktion der Maschine mit dem legendären Flugzeugdesigner Burt Rutan (l.) zusammen. Quelle: dapd
Beide hatten bereits bei der Entwicklung des SpaceShipOne kooperiert, das es 2004 als erstes privat gebautes bemanntes Fahrzeug in den Erdorbit schaffte. Quelle: ap
Der erste Flug der Maschine sei innerhalb der nächsten fünf Jahre geplant, so Allen.

Jedes Jahr schickt Jeff Bezos, Gründer und Chef des Online-Händlers Amazon, seinen Aktionären einen Essay. Es ist immer der gleiche, er hat ihn vor 15 Jahren geschrieben. Und er enthält den Kern seiner Unternehmensphilosophie: Denke und plane auf lange Sicht. Der Gedanke ist Bezos so wichtig, dass er ihn in einem eigentümlichen Kunstprojekt verewigen will. In einem Stollen in den texanischen Sierra-Diabolo-Bergen lässt Bezos eine mechanische Uhr bauen, die 10 000 Jahre lang die exakte Zeit anzeigen soll. 42 Millionen Dollar investiert Bezos in sein Hobby. Ist die „Uhr des langen Jetzt“ fertig, dann soll sie jeden Tag nur einen Ton spielen. Über 3 650 000 Tage hinweg entsteht eine Melodie, die der Musiker Brian Eno eigens komponiert hat. Wenn der letzte Ton erklingt, wird die Erde von einer völlig anderen Zivilisation beherrscht sein, erwartet Bezos. Dann soll seine Uhr die Menschen dazu bringen, so zu denken wie er: auf lange Sicht.

Titanic nachbauen

Titanic II Quelle: REUTERS

Clive Palmer liebt Oldtimer. Knapp 100 historische Autos sollen im Fuhrpark des australischen Bergbau-Unternehmers stehen. Jetzt will der Milliardär sich aber einen ganz besonderen Klassiker zulegen: eine detailgetreue Kopie der Titanic. Palmer hat eine chinesische Werft mit dem Nachbau beauftragt, der 2016 als Kreuzfahrtschiff vom Stapel laufen soll – diesmal mit genügend Rettungsbooten und moderner Elektronik. Sogar Kleidung im Stil des Jahres 1912 sollen die Passagiere in ihren Kabinen vorfinden. 40 000 Tickets hat Palmer schon verkauft.

High-Tech-Häusl

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    Bill Gates setzt auf Solar-Klos
    Die prämierte Toilette wurde von kalifornischen Forschern entwickelt. Gates betonte in einem Blogeintrag, es gehe um ein extrem dringliches Problem. Foto: dapd Quelle: dapd
    Der erste Preis ging an eine mit Solarzellen betriebene Toilette, die auch Wasserstoff und Strom produzieren kann. Sie wurde von kalifornischen Forschern entwickelt. Foto: dpa Quelle: dpa
    Michael Hoffman vom California Institute of Technology erklärt, welche Technik dafür notwendig ist. Foto: dpa Quelle: dpa
    Die Lösung ist inspiriert von einem elektrochemischen Verfahren für die Nasa: über der Erde eine Toilettenschüssel, darunter ein Tank mit solargetriebenem Kleinreaktor, der Brauchwasser reinigt. Mit dem dabei entstehenden Biogas kann nach dem Modell gekocht werden. Foto: Reuters Quelle: REUTERS
    Günstig ist die Lösung allerdings nicht. Rund 1000 Dollar würde eine Toilette dieser Art kosten. Dennoch ein notwendiges Forschungsfeld, findet Bill Gates. Denn laut des Microsoft-Gründers löst mit Fäkalien verschmutztes Wasser Durchfall-Erkrankungen aus, denen jedes Jahr 1,5 Millionen Kinder zum Opfer fielen. Weltweit hätten 2,5 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen. Der Microsoft-Gründer hatte einen großen Teil seines Milliardenvermögens in die Bill- und Melinda-Gates-Stiftung eingebracht. Foto: dpa Quelle: dpa
    Die englische Universität von Loughborough belegte den zweiten Platz mit ihrem Recycling-Klo, das Abwasser in Kohle, Minerale und sauberes Trinkwasser zerlegt. Foto: Reuters Quelle: REUTERS
    Der Unternehmer ist davon überzeugt, dass auch wohlhabendere Länder von der Erfindung neuer Klos profitieren könnten, indem sie "ihr sauberes Wasser für eine andere Verwendung als die Toilettenspülung" sparten. Foto: dpa Quelle: dpa

    Milliarden Menschen nutzen sein Betriebssystem Windows – nun will Microsoft-Gründer Bill Gates ein Drittel der Weltbevölkerung mit einem Produkt der ganz anderen Art ausstatten: einer Toilette. Weltweit haben 2,5 Milliarden Menschen immer noch keinen Zugang zu einem sauberen stillen Örtchen. 1,5 Millionen Kinder sterben, weil sie sich mit Durchfallerkrankungen anstecken.

    Forschung



    Das will Gates ändern – mit einer 370 Millionen Dollar starken Hygiene-Initiative. Seine Bill & Melinda Gates Foundation hat einen Forschungswettbewerb ausgeschrieben, um das Klo neu zu erfinden. Es soll ohne Wasser auskommen – und sogar Rohstoffe und Energie gewinnen.

    Im August 2012 ließ sich Gates eine Auswahl an Pissoirs vorführen. Sieger wurde ein mit Solarenergie betriebener Lokus des Caltech Institute of Technology, der Wasserstoff und Strom erzeugt. Andere High-Tech-Austritte, die zum Wettbewerb angetreten sind, erzeugen Dünger für Nutzpflanzen, Kohle zum Heizen und keimfreies Wasser zur Bewässerung.

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