Weltall Nasa entdeckt Eis auf dem Merkur

Die Mission der Raumsonde Messenger hat bestätigt, was Experten lange vermuteten: Die Nasa konnte die Existenz von Eis auf dem Merkur nachweisen.

Ein Nasa-Bild zeigt die nördliche Polar-Region des Planeten Merkur. Quelle: Reuters

Obwohl der Planet Merkur der Sonne am nächsten liegt, gibt es auch dort gefrorenes Wasser, wie aus drei am Donnerstag im Fachmagazin "Science" veröffentlichten Studien hervorgeht. Die Sonde Messenger habe Beweise dafür gefunden, dass es in der permanent im Schatten liegenden Region des Planeten eine Eisdecke gibt. Diese soll mindestens 30 Zentimeter und möglicherweise sogar bis zu 20 Meter dick sein.

Astronomen entdecken aktives schwarzes Loch
erwachendes Schwarzes Loch in der Polarring-Galaxie NGC 660 Quelle: dpa
Bereits Ende Februar 2015 hatten Astronomen ein monströses Schwarzes Loch mit der Masse von zwölf Milliarden Sonnen entdeckt. Das Massemonster sitzt im Herz einer aktiven Galaxie, die so hell leuchtet wie 420 Billionen (420.000.000.000.000) Sonnen. Dieser sogenannte Quasar strahlt quer durch fast das gesamte sichtbare Universum zu uns, wie das internationale Team um Xue-Bing Wu von der Universität Peking im britischen Fachblatt "Nature" berichtet. Der Quasar ist nach den Messungen 12,8 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt - sein Licht war also 12,8 Milliarden Jahre zu uns unterwegs. Damit sehen die Astronomen dieses Himmelsobjekt in einer fernen Vergangenheit, als das Universum erst 900 Millionen Jahre alt war. Damals endete in etwa das sogenannte Dunkle Zeitalter mit dem Aufflammen der ersten Sterne. Unklar ist, wie in der vergleichsweise kurzen Zeit vom Urknall bis zu dieser kosmischen Dämmerung ein so massereiches Schwarzes Loch entstehen konnte. Quelle: dpa
 Das Handout der Zeitschrift «NATURE» zeigt eine Illustration eines schwarzen Loches in einem Kugelsternhaufen. Quelle: dpa
Ein vom US-Weltraumteleskop «Wise» zusammengesetzes Bild des Himmels zeigt neu entdeckte Galaxen markiert als lila Punkte. Quelle: dpa
Eine Illustration zeigt die Vorstellung eines Künstlers vom Quasar 3C 279 Quelle: dpa
Shown above is an artist's concept of matter swirling into a supermassive black hole. Quelle: REUTERS
A supermassive black hole at the heart of the Milky Way Quelle: REUTERS
Das Foto zeigt eine von zwei Galaxien (M), die unserer Milchstraße entsprechen, mit ihren beiden Begleitern (kleine Kreise). Quelle: dpa

Das Wasser kam vermutlich von Kometen oder möglicherweise auch Asteroiden, die auf dem Merkur eingeschlagen sind. Niemand bringe den Fund von Eis aber mit der Existenz von Leben auf dem Planeten in Zusammenhang, sagte der Chefwissenschaftler der Messenger-Sonde, Sean Solomon.

Die Temperatur auf dem Merkur kann bis zu 426 Grad Celsius erreichen. Die Funde könnten aber dabei helfen zu klären, wie Wasser und andere Bausteine des Lebens in andere Gegenden des Sonnensystems gelangt sind. Wissenschaftler gehen davon aus, dass auch am Südpol des Merkur Eis existiert. Allerdings gibt es dafür keine verlässlichen Daten, da die Messenger weit näher am Nordpol um den Planeten kreist.

Radarmessungen haben seit Jahrzehnten darauf hingedeutet, dass es auf dem Merkur Eis gibt. Durch die 2004 gestartete Messenger-Sonde - die erste, die um den Merkur kreist - haben die Wissenschaftler nun Gewissheit.

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