Weltraum Forscher entdecken neue "Super-Erde"

In der Nachbarschaft unseres Sonnensystems sind Astronomen auf Spuren bislang unbekannter Planeten gestoßen. Existieren die Himmelskörper tatsächlich, könnte einer von ihnen sogar bewohnbar sein.

HD 40307 g befindet sich in einer Entfernung von etwa 42 Lichtjahren von der Erde, mit 946 Milliarden Kilometern in kosmischen Dimensionen quais in der Nachbarschaft. Die Grafik von

Ein internationales Astronomen-Team hat Hinweise auf eine möglicherweise bewohnbare Super-Erde in der Nachbarschaft unseres Sonnensystems entdeckt. Bei einer Zwergsonne im Sternbild Maler (Pictor) am Südhimmel stießen die Forscher auf Spuren von drei bislang unbekannten Planeten. Sollten sich diese drei Planeten-Kandidaten durch weitere Beobachtungen bestätigen, würde der äußerste von ihnen seinen Stern in der sogenannten bewohnbaren Zone umkreisen, wo Wasser flüssig wäre, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt „Astronomy & Astrophysics“. Hinweise auf Leben haben sie nicht gefunden.

Die Gruppe um Mikko Tuomi von der Universität von Hertfordshire in Hatfield (Großbritannien) und Guillem Anglada-Escudé von der Universität Göttingen hatte Beobachtungen des Sterns mit der Katalognummer HD 40307 neu analysiert. Bei dem Zwergstern waren bereits drei Planeten nachgewiesen worden, die alle in die Klasse der sogenannten Super-Erden fallen. So bezeichnen Astronomen Planeten, die mehr Masse haben als die Erde, aber weniger als der leichteste Gasplanet unseres Sonnensystem, der Uranus. Bei Super-Erden muss es sich allerdings nicht zwangsläufig um Gesteinsplaneten wie die Erde handeln.

Curiosity kommt in die Jahre
März 2017Curiosity hat inzwischen deutliche Abnutzungsspuren. Ein Routine-Check der Reifen im März zeigt, dass es am linken mittleren Reifen zwei Brüche der sogenannten Stege im Profil gibt. Der Rover hat während seiner Reise über den Roten Planeten inzwischen etwa 16 Kilometer zurückgelegt. Curiosity-Projektmanager Jim Erickson sagte, alle sechs Reifen hätten trotz der sichtbaren Schäden noch genug Lebenszeit, um den Rover zu allen geplanten Orten zu bringen. Die regelmäßige Überwachung der Reifen wurde eingeführt, nachdem die Forscher im Jahr 2013 deutlich mehr Dellen und Löcher in den Rädern entdeckt hatten, als erwartet worden war. Tests auf der Erde hatten gezeigt, dass der Bruch von drei Stegen zeigt, dass etwa 60 Prozent der Lebenserwartung des Reifens erreicht sind. Curiosity hat aber bereits deutlich mehr als diesen Anteil an der geplanten Strecke zurückgelegt. Quelle: NASA/JPL-Caltech/MSSS
US-Präsident Barack Obama verlässt das Weiße Haus - und auch Curiosity verabschiedet sich. Quelle: Screenshot
Mars: Curiosity untersucht Meteoriten Quelle: NASA, JPL-Caltech, LANL, CNES, IRAP, LPGNantes, CNRS, IAS, MSSS
September 2016Die Kuppen und herausstehenden Felsen aus Schichtgestein am Mount Sharp entstanden wohl aus von Wind abgelagertem Sand. Sie erinnern stark an Wüstenlandschaften auf der Erde, etwa im Grand Canyon oder dem Monument Valley. Quelle: NASA
September 2016Der Rover sendet neue Fotos vom Mars: Im Hintergrund der Aufnahme ist der Rand des Gale-Kraters zu sehen, in dem Curiosity seit 2012 aktiv ist. Geologisch ist die Region besonders interessant, da sie die Untersuchung zahlreicher Gesteinsschichten ermöglicht. Der etwa fünf Kilometer hohe Mount Sharp liegt in der Mitte des Gale-Kraters. Quelle: NASA
Juli 2016Curiosity kann jetzt seine eigenen Ziele für die Laser-Analyse auswählen. Bisher wurden diese von der Erde aus anhand von Fotos ausgewählt. Die Wissenschaftler auf der Erde werden dadurch aber nicht ersetzt: Die neue Funktion soll vor allem dann zum Einsatz kommen, wenn die Nasa-Forscher anderweitig beschäftigt sind. Curiosity sendet auch nicht ständig Bilder, sondern am Ende seiner Wegstrecken. Bisher könnten wichtige Objekte auf Fahrten daher übersehen worden sein. Quelle: NASA
Curiosity: Mars hatte wahrscheinlich einst eine sauerstoffreiche Atmosphäre Quelle: dpa
Curiosity findet überraschendes Material Quelle: NASA/JPL-Caltech/MSSS
Mars-Mission Curiosity: Nasa stellt neues Forscherteam zusammen Quelle: NASA/JPL-Caltech/MSSS
Curiosity auf dem Sand-Selfie Quelle: dpa
Curiosity findet Hinweise auf Gewässer auf dem Mars Quelle: NASA
Curiosity Frau auf dem Mars Quelle: NASA
Mars Pyramiden Curiostiy Nasa Quelle: NASA
Marsrover findet Hinweise auf flüssiges Wasser Quelle: NASA/JPL-Caltech/MSSS
Mars weist Mineral-Adern auf Quelle: NASA/JPL-Caltech/MSSS
Curiosity macht Probebohrungen am "Telegraph Peak" Quelle: NASA/JPL-Caltech/MSSS
Curiosity macht ein Selfie auf dem Mars Quelle: NASA/JPL-Caltech/MSSS
Mars-Orbiter fotografiert Curiosity auf dem Mars Quelle: NASA
Curiosity arbeitet sich durch den Marsboden Quelle: NASA/JPL-Caltech/MSSS
Dezember 2014Curiosity hat am Mount Sharp Aufnahmen gemacht, die Forscher darauf schließen lassen, dass es einst Wasser auf dem Roten Planeten gab. In einer Illustration füllten sie Wasser in einen Krater, der sich durch herablaufendes Schneeschmelzwasser gebildet haben könnte. Vor mehr als drei Milliarden Jahren könnte es also Wasser auf dem Mars gegeben haben - und damit vielleicht auch Leben. Mitten in dem Krater steht nun Mount Sharp, der einst nur eine kleine Erhebung, gleich einer Insel, in dem Krater gewesen sein könnte. Darauf lassen Untersuchungen der Sedimentschichten schließen. Der Berg entstand über einen Zeitraum von Millionen von Jahren, in denen er sich in dem großen See Schicht um Schicht auftürmte. Bild: NASA/JPL-Caltech/ESA/DLR/FU Berlin/MSSS Quelle: Nasa


Die ersten drei Planeten von HD 40307 waren im Licht des Sterns entdeckt worden. Die Planeten zerren mit ihrer Schwerkraft an dem Stern und lassen ihn dadurch rhythmisch hin- und herschwanken. Dadurch schwankt auch die Lichtfarbe des Sterns ganz leicht im selben Rhythmus. Dieser sogenannte Dopplereffekt lässt sich im Alltag an Schallwellen beobachten: So klingt das Martinshorn eines Feuerwehrautos heller, solange dies sich nähert. Entfernt es sich, klingt das Horn dunkler.

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In der neuen Analyse stießen die Forscher auf zusätzliche rhythmische Schwankungen, die von drei weiteren Planeten ausgelöst werden könnten. Damit hätte das System insgesamt sechs Planeten. Alle bis auf einen umkreisen ihren Stern jedoch sehr viel dichter als die Erde die Sonne, damit ist es auf ihnen für Leben, wie wir es kennen, zu heiß. Der äußerste Planeten-Kandidat jedoch ist etwas weiter von seinem Stern entfernt als die Erde von der Sonne und liegt damit in der bewohnbaren Zone.

„Der Stern HD 40307 ist ein völlig ruhiger alter Zwergstern“, erläuterte Anglada-Escudé in einer Mitteilung. „Daher gibt es keinen Grund, warum ein solcher Planet nicht ein erdähnliches Klima aufrechterhalten sollte.“ Voraussetzung wäre allerdings, dass er ein Gesteinsplanet ist. Mit mindestens der siebenfachen Erdmasse könnte es sich auch um eine kleine Ausgabe des Gasplaneten Neptun handeln, schreiben die Wissenschaftler.

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Dennoch empfehle sich der neu entdeckte Planeten-Kandidat als Beobachtungsziel künftiger Weltraumteleskope. Denn mit einer Entfernung von nur rund 41 Lichtjahren gehört sein Heimatstern zur kosmischen Nachbarschaft unserer Sonne. Damit ist das System nah genug, um den möglichen äußersten Planeten mit Weltraumteleskopen der nächsten Generation direkt ablichten zu können, meinen die Forscher.

Bislang haben Astronomen mehr als 800 sogenannter Exoplaneten bei anderen Sternen entdeckt, darunter eine Handvoll potenziell bewohnbarer Super-Erden. Hinweise auf Leben sind noch bei keinem davon gefunden worden.

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