360-Grad-Kameras Was Sie über die Technik wissen sollten

Angela Merkel zeigte sich beim CDU-Parteitag in Essen beeindruckt von einer 360-Grad-Kamera und fragte, was für ein Apparat das denn sei. Die Antwort auf die Frage der Kanzlerin und was Sie sonst noch darüber wissen sollten.

Angela Merkel will gerade mit Journalisten sprechen, als ihr die 360-Grad-Kamera auffällt. Quelle: AP

Was ist denn das für ein Apparat?

Wie der Bundeskanzlerin auch schon der Kameramann erklärt, handelt es sich bei dem Gerät, das für so viel Begeisterung sorgt, um eine 360-Grad-Kamera. Leider ist weder aus der Antwort noch aus dem Video ersichtlich mit welchem Gerät und welcher Technik die CDU arbeitet.

Wie entstehen 360-Grad-Videos?

Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten, die sich vor allem in der Anzahl ihrer Objektive unterscheiden. Bei der Variante mit einem Objektiv "schaut" die Linse gewissermaßen nach oben. Dort befindet sich ein Spiegel, der die Lichtstrahlen in die Linse lenkt. Neben dem Objektiv befindet sich ein weiter Spiegel der das Licht, und damit das Bild, in Richtung des ersten Spiegels leitet. Dadurch kann die Kamera ein Panorama-Bild von ihrer Umgebung erzeugen, obwohl sie nach oben "guckt"

Eine andere Möglichkeit besteht in Kameras mit zwei Linsen. Dabei sind zwei sogenannte Fisheye-Objektive im Einsatz. Diese Weitwinkelobjektive könne jeweils einen Sichtbereich von 180 Grad abdecken. Zusammen ergeben die Bilder dann eine Rundumsicht. Außerdem gibt es Kameras, die noch mehr Objektive haben, die dann jeweils einen kleineren Sichtbereich abdecken.

Virtual-Reality-Brillen

Was sind Vor- und Nachteile der verschiedenen Techniken?

Aus technischen Gründen können Kameras mit nur einem Objektiv keine Bilder und Videos mit perfekter Rundumsicht erzeugen. Sie sparen den Bereich ober- und unterhalb der Kameras aus. Dafür müssen bei dieser Technik nicht mehrere Bilder zu einem zusammengesetzt werden. Bei Kameras mit mehreren Linsen ist genau das nötig. Je nach Auflösung und Anzahl der Videos, kann das Zusammensetzen relativ viel Rechenleistung benötigen. Außerdem können beim Zusammensetzen unschöne Übergänge entstehen.

Welche Technik benötige ich sonst noch?

Viele 360-Kameras werden mit einer App für Smartphones ausgeliefert. Damit kann man sich das Bild, das die Kamera gerade aufnimmt anschauen. Mit einer Virtual Reality Brille lassen sich die Videos ebenfalls anschauen.

Wie teuer ist so eine Kamera?

Wie so oft, hängt auch das davon ab, welcher Ansprüchen das Gerät genügen soll. Für ein schickes Video von ihrer Urlaubsreise, mit dem Sie Ihre Freunde bei Facebook beeindrucken können, müssen Sie weniger Geld in Hand nehmen, als die PR-Agentur, die Videos für Unternehmen produziert. Günstige Einstiegsmodelle fangen schon bei 190 Euro an. Teure Modelle können auch über 2000 Euro kosten.

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